Nürnberger Polizeiordnungen: aus dem XIII bis XV Jahrhundert

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Litterarischer Verein, 1861 - 340 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 96 - ... und latz der hosen wol bedeckt unnd nit ploss gesehenn werde. Dann wellicher sich also damit entplosset und desshalb gerügt oder fürbracht wurde, und sich des mit seinem rechten nit benemen möcht, der solle darumb von eyner yden überfaren fardt eynes yeden tags oder nachts gemayner statt zu puss verfallen sein und geben drey guldin.
Seite 93 - ... fleissig auffsehen ze haben und ze thun bevolhen ist, und wir wurden ine darzu straffen als wir zu rate wurden. Darnach wisse sich ein yeder ze richten und vor schaden zu bewaren. Nachdem zu verganngnen vasnachten etlich personen spil- und reymensweise vil leichtvertiger, üppiger, unkewscher und unzimlicher wort und geperde nit allein in den...
Seite 79 - Item man soll auch zu ainer yeden hochzeyt kayneu anndern wein zu trincken geben dann franncken wein , reinischen wein oder anndern wein inn demselben ungelt, es were dann, das ainich geste hie wern, die auff derselben hochzeyt essen und den von rats wegen wein geschennckt wurde. Denselben schennckwein möcht man auff der hochzeyt wol trincken und geben, ungeverlich.
Seite 45 - So aber yemant dem anndern einen vinger oder zehen oder ein oder mer gelide an einem oder mer fingern oder zehen abslüge, oder yemand ein hannd, ein arm, ein fuss oder ein payn ganntz abgehauen oder ein aug verderbt wurde, dem oder denselben tettern, die yemant dermassen beschedigten, wil ein erber rath dergleichen glider, finger, zehen, hennde, arm, fuss, payn oder augen irs leibs, wie sie dann die iren widersachen abgeschlagen oder verderbt betten, auch abhauen oder verderben lassen.
Seite 162 - Man hat auch gesetzt, daz nieman kain gra tuch noch kain leinen tuch sol ze liebte setzen noch verkaufen dez freitages noch an dem samstage denne in dem wathause. Swer ez dar über her für setzet oder verkaufet anderswa, der gibt ze buze ie von dem stücke sehtzig haller. Ez sol auch niemand sten mit grawen noch mit leinem tuch ze marckt, er enhabe denne ain panc in dem wathause, da er uffe ste an dem freitage und dez samstage. Swer daz bricht der gibt ie von dem tage sehtzig haller. Swer auch ain...
Seite 67 - ... dar umb dulden. Ez sol auch fürbaz dhaine burger dhainen roten schetter 1 mer tragen, er sei danne fünfzick jar alt oder dar uber; swer daz breche, der müste geben der stat ze pezzerunge fünfe pfunt haller; und daz dehaine burger, er sei alte oder junk, kaine schayteln mer tragen sol; si suln schöpfe tragen als man si von alter her getragen hat, und swer daz brichet, der gibt ie als ofte v pfunt haller. Ez sol auch ein ieclich burger, er sei alte oder junk, niht mer furbas kaine silberin...
Seite 163 - Dem messer sol man geben ze lone von ainem loden zwen haller, der da hinegibt ainen, und der da kaufet ainen, und niht mer. Und swer loden verkauft, dem sol man nit leitkauf geben als vormales gewonlich ist gewesen. Si suln auch daz garn sieden nach seinem rehten und suln auch sweren, die ez da ferwent darumbe. Ez suln auch alle tage zwene maister ze dem minsten sein auf der burger haus , da man die loden verkauft , so man tagemesse leutet , das si [die] leute furdern mit dem zaichen; und swaz loden...
Seite 92 - ... mit offem, bekanntem, unverenndertem angesicht geen und komen, bey der vorgemelten puß ij pfund newer haller. \ Welche person auch hinfür umb und an der vassnacht ire freunde heimsuchen wollen, sie sein frawen oder manne, die sollen das auch annderst nit thun dann mit ganntzem offenbaren, unverpunden, unverstelten antlitz und in iren gewonlichen unverkerten , unverännderten kleydern, bey der vorgemelten puß ij pfund newer haller.
Seite 9 - Ez sol auch kain man der genanten werden, der vor gesworuer gelter 2 ist gewesen, und ain genanter, der gesworner gelter wirt, der sol fürbas mere kain genanter sein. Ez sol chein genanter da bei sein, da man cheinem gaste, kloster noch Juden erbe oder aigen in der stat oder in der vorstat ze chaufen gebe, noch gülte darauz. * l Geraubtes oder gestohlenes gut. 2 Gelter hieß man sowohl den schuldner als den creditor; man verstand darunter auch einen menschen, der auf zinsen lieh und geldgeschäfte...

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