Tristan und IsoldeCotta, 1901 - 574 Seiten |
Inhalt
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Häufige Begriffe und Wortgruppen
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Beliebte Passagen
Seite 3 - Ich hab' ein Werk mir ausersehn; Der Welt zu Liebe soll's geschehn Und edlen Herzen zum Behagen, Den Herzen, die wie meines schlagen, Der Welt, wie sie ins Herz mir scheint. Hier ist nicht aller Welt gemeint, Nicht die, von der ich höre sagen, Dass sie den Schmerz nicht könne tragen Und nur in Freuden wolle schweben: Die lass' auch Gott mit Freuden leben! Nein, dieser Welt und ihrem Drang Hat meine Rede fremden Klang; Ihr Weg und meiner scheiden sich: Zu einer andern wend' ich mich, Jo ^5^ kt>...
Seite 351 - Heiland man Wie einen Ärmel wenden kann: Er schmiegt sich an und fügt sich glatt, Wie man es nur im Sinne hat, So weich, so handsam und bequem, Wie's artig ist und angenehm, Ist allen Herzen gleich bereit Zum Trug wie zur Wahrhaftigkeit. Zum Ernste wie zur Spielerei, Wie man's begehrt, er ist dabei.
Seite 5 - Ich weiss es sicher wie den Tod Und hab's erkannt in eigner Not: Wer minnt mit edlem Sinne, Liebt Mären von der Minne. Drum wer nach solchen trägt Begier, Der hat nicht weiter als zu mir. Ich künd...
Seite 404 - Tristan ein Herz und eine Treue war, so wird das währen immerdar und ewig sich erneuen. Doch bitt' ich eins in Treuen, daß, wo Ihr durch die Lande fahrt, Ihr Euch, mein Glück und Leben, wahrt: denn, raubt Ihr mir den Lebenshauch, so sterb' ich, Euer Leben, auch. Mir, Eurem Leben, werd' auch ich um Euretwillen, nicht um mich, Fleiß und gute Pflege geben : denn Euer Leib und Euer Leben. das weiß ich wohl, das liegt an mir; mein Leben zieht mit Euch von hier. So kommt denn her und küsset mich!...
Seite 474 - Werk von neuem an, indem er auf weitere Säuberung des Zusammenhangs bedacht war, aus eigener Herzenserfahrung mit den Seelenmalereien des Originals wetteiferte und über das ganze Gedicht jenen Hauch schwärmerischer Weichheit, süßester Zärtlichkeit, jene Musik der Gefühle ergoß, die nur im Wohllaut der Worte ihresgleichen hat. Gottfried hat die...
Seite 474 - Erneurer des mhd. Gedichts für unsere Zeit, urteilt: „ Gottfried hat die Tristansage durch den Zauber seines Stils auf den höchsten dichterischen Ausdruck gebracht und ihr das glänzende Gepräge seiner menschlichen und künstlerischen Eigenart aufgedrückt. Das ist es, was ihn zu einem der ersten Meister unsrer mhd. Dichtung macht.
Seite 7 - Und liegen sie auch lange tot, Ihr süsser Name lebt uns doch; Auch soll der Welt zu gute noch Lang ihr Tod und ewig Leben, Den Treubegiergen Treue geben, 20 Den Ehrbegiergen Ehre.
Seite 250 - Schrecken lähmend nieder, 127 und ihr Gesicht ward totenbleich. Mit totem Herzen ging sie gleich, nahm das unsel'ge Glas zur Hand und warf es von des Schiffes Rand ins Toben der empörten See. O weh, mir Armen! rief sie, weh, daß ich zur Welt je ward geboren! Wie hab' ich Ehr
Seite 5 - Macht lieb die Liebe, rein den Mut, Stählt die Treue, ziert das Leben ; Wohl kann's dem Leben Zierden geben. Denn wo man höret oder liest, Wie Herz sich treu zum Herzen schliesst, Da lernen die Getreuen 25 Sich recht der Treue freuen.
Seite 6 - Wem niemals Leid von Liebe kam, ^Dem kam auch Lust von Liebe nie:!Lust und Leid, wann ließen die Im Lieben je sich scheiden? Man muß mit diesen beiden Lob und Ehre sich erwerben Oder ohne sie verderben. Von denen diese Märe kündet, Hätten sie nicht treu verbündet Um Herzenswonne sehnend Klagen In einem Herzen einst getragen, Es wär...
