Dinkelsbühl: Der ehemalige Landkreis – Historischer Atlas von Bayern (HAB)

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Kommission für bayerische Landesgeschichte (KBL), 01.01.2018 - 630 Seiten
Im Historischen Atlas von Bayern wird die Herrschafts- und Verwaltungsgeschichte des heutigen Freistaats vom Mittelalter bis heute bearbeitet. Der ehemalige Landkreis Dinkelsbühl gehörte vor 1800 zu einem der umstrittensten Herrschaftsgebiete im fränkisch-schwäbischen Grenzland. Dieser Band widmet sich einer Vielzahl unterschiedlicher Herrschaftsträger, die ihre Rechte selten ohne Widerspruch ausübten: dem Markgraftum Brandenburg-Ansbach mit dem Oberamt Wassertrüdingen, der Grafschaft Oettingen-Spielberg mit den Ämtern Aufkirchen, Dürrwangen und Mönchsroth, dem Herzogtum Württemberg mit dem Amt Weiltingen und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Daneben hatten noch das Hochstift Eichstätt, der Deutsche Orden, die Fürstpropstei Ellwangen und die Reichsritterschaft Rechte inne und es waren hier Kondominate und Freidörfer anzutreffen. Erst nach dem Übergang an Bayern im frühen 19. Jahrhundert entstand allmählich aus den beiden Bezirksämtern Dinkelsbühl und Wassertrüdingen der ehemalige Landkreis, der 1972 zum Großlandkreis Ansbach kam. – Wie in der Reihe üblich werden die einzelnen Orte mit Angaben zur Grundherrschaft, Vogtei, den kirchlichen Zugehörigkeiten und der Hochgerichtsbarkeit beschrieben. Zwei Kartenbeilagen illustrieren diese Verhältnisse. – In einem eigenen Abschnitt diskutiert die Autorin in einer praxeologischen sowie diskursanalytischen Herangehensweise die unterschiedlichen Ausformungen der Landeshoheit.
 

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