Ungeschehene Geschichte: ein Traktat über die Frage: Was wäre geschehen, wenn ...?

Cover
Vandenhoeck & Ruprecht, 2001 - 190 Seiten
Dieser Band der Kleinen Reihe V&R lädt ein zu einem Gedankenspiel der historischen Phantasie. Was wäre geschehen, wenn Hitler 1938 gestorben wäre, der deutsche Bauernkrieg 1525 Erfolg gehabt hätte? Wenn Pontius Pilatus Jesus begnadigt hätte, Hannibal nach dem Sieg bei Cannae auf Rom marschiert wäre? Solche Fragen sind auch heute noch ungewöhnlich und gelten vielen noch immer als abwegig. Der Historiker erforscht, was war. Aber der Traktat führt vor, wie ergiebig Überlegungen über unverwirklichte Möglichkeiten sein können. Kritisch prüfend und genau abwägend entwickelt Alexander Demandt Regeln des Nachdenkens über ungeschehene Geschichte, das nicht zuletzt der Erkenntnis der geschehenen Geschichte dient. Er zeigt, 'dass unser Bild von der Geschichte unfertig bleibt, wenn es nicht in den Rahmen der unverwirklichten Möglichkeiten gerückt wird.' Sein Werk hat auch heute noch nichts von seiner Frische und seinem intellektuellen Reiz eingebüßt.
 

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Inhalt

Vorwort zur ersten Auflage
9
Einwände
15
Zwecke
23
Begründungsweisen
53
Beispiele
82
Hindernisse
128
Einsichten
146
Ausblick
164
Literatur
170
Register
177
Urheberrecht

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 19 - Selbst daß wir uns in diesem Augenblick hier zusammenfanden, uns mit diesem Grade von Nationalkultur, mit dieser Sprache, diesen Sitten, diesen bürgerlichen Vorteilen, diesem Maß von Gewissensfreiheit zusammenfanden, ist das Resultat vielleicht aller vorhergegangenen Weltbegebenheiten: die ganze Weltgeschichte würde wenigstens nötig sein, dieses einzige Moment zu erklären.
Seite 15 - Geschichte ist die Wissenschaft dessen, was da ist, nicht dessen, was nach geheimen Absichten des Schicksals etwa wohl sein könnte.

Bibliografische Informationen