Anleitung zur Forst- und Weidmanns-Sprache; oder, Erklärung der älteren und neueren Kunstwörter beym Forst- und Jadgwesen

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Cott, 1821 - 195 Seiten
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Seite 90 - Jagerkunst 42 b. 80. \vidergan sto. weidm. einen widerganc tun; vgl. 81, 89 (da hat ez widergangen). widerganc ,nennt man es, wenn wild auf seiner fährte oder spur eine strecke zurückgeht, und dann einen absprung macht, um seinen uufenthaltsort dadurch zu verbergen, oder die ihm auf der fährte folgenden jäger, hunde oder raubthiere dadurch irre zu machen
Seite 68 - Haasen, durch einen Schlag mit der flachen Hand, das Genick abschlagen. Stürzt ein Wild auf sonst irgend eine Art das Genick ab, so sagt man: es hat sich selbst abgenickt. Abhalsen heißt: dem Leithund das Hängeseil nebst dem Halsband (Halsung) abnehme». Auhalsen aber heißt: ihm das Halsband anschnallen. Abhären heißt bey den zur nieder« Jagd gehöligen und allen Raubthieren: die Haare verlieren.
Seite 73 - Strecken heißt: i) das Jagdzeug anziehen, und 2) das geschossene Wild vor den Iagdschirm oder sonst in eine Reihe legen. 3) Auch sagt man: streck her! oder hin! wenn sich die Treibleute her oder hinziehen und zusammenrücken sollen.
Seite 15 - Gelt heißt jedes Thier weiblichen Geschlechts, wenn es sich zur natürlich bestimmten Zeit nicht fortpflanzt, oder nie, m«ls sich vermehrt. Man sagt daher Gelt- Thier, Gelt-Bache, Gelt-Reh, Gelt. Huhn«.
Seite 73 - Wild schiessen oder sehen kann — oder einen Hund so führen, daß er an Wild kommt. Anbrüchig oder angegangen nennt man jedes Wildpret, das anfängt in Fäulniß überzugehen.
Seite 67 - Treibleuten ehe der Trieb vollendet ist, durch das Hörn ein Zeichen gegeben wird, daß sie abbrechen und von vorne wieder anfangen sollen, weil Wild durch die Treibwehr zurückgebro, che
Seite 21 - Haß nennt man jede Jagd, wo das Wild durch Hunde eingeholt und gepackt werden soll. Auch nennt man die Gesellschaft von Hunden, die gemeinschaftlich an Sauen, Bären ?c. gehezt wird> eine Hatz. Hatzftrtig seyn heißt : sich zum Hetzen parat halten. Hatz los! od
Seite 62 - Wiederwuchs in der gegenwärtigen deutschen Forstsprache nicht mehr im Schwange. Man sagt heute Ausschlag. In seiner Anleitung zur Forst- und Waidmannssprache von 1809 erklärt GL Hartig noch: „Wiederwuchs nennt man im allgemeinen den Ausschlag der Stöcke und Wurzeln in den Niederwaldungen und die Ausschläge der Kopfholzstämme", aber in der 3. Auflage seines Lehrbuches für Förster von 1811 scheint er Wiederwuchs nicht mehr zu verwendeni3.
Seite 28 - Lage werden muss, um im Durchschnitt genommen, den stärksten jährlichen Zuwachs zu liefern, und zugleich Holz zu geben, das eine den allgemeinen Bedürfnissen vorzüglich entsprechende Stärke und Güte hat.
Seite 3 - Erneuern oder versichern nennt m»n es, wenn ma» den Distrikt, worin ein Hirsch :c. bestätigt worden 'ist, vor der Umstellung mit Jagdzeug, nochmals mit dem Leichund umzieht, «m zu" finden, ob das 'be< stitigte Wild unt« der Hand nicht wieder heraus-, gewechselt ist.

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