Der Kural des Tiruvalluver: ein gnomisches Gedicht über die drei Strebeziele des MenschenDörffling & Franke, 1856 - 196 Seiten |
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Häufige Begriffe und Wortgruppen
Andrer antwortet der Gesellschafterin Ariel Askese Auge baar Benares Beschi Betteln bloss bösen Brahminen Buddha Busse Busstugend Commentatoren dafern daher diess edle eignen erlangt ersten Fehl Feind findet Frau fremden Freunde Freundschaft Frucht fünf Furcht Fürsten Gebieterin antwortet Gebieterin spricht Geburt geht Geist Geliebten gemeine gesagt Geschäft giebt giebt's gleich Glück Gott Grösse halten Hand handeln Haustugend heisst Herrlichkeit Herz Hindu Huld indem indischen ist's Kasteiung kommt König Kural lassen lässt Leben Leib Leute lich Liebe Lust Maass macht Madras Madura Menschen Palmyra recht Rede Reichthum Ruhm sagt sansc sattva Scepter Scham Schamhaftigkeit Schmerz Schmollen Schuld schwer Seele siehe sieht Sinn soll Spende Stand stehn steht Strebeziele Sünde süss tama tamulischen Theil Thoren Thorheit thun thut Tiruvalluvar Trennung Tugend Uebles Vasuki Vedanta Verderben vergessen Vergl Vers Verse verstehen viel Vortheil wacker wackre wahre Waldsiedler Wasser Weib Weise Weisheit Welt Wesen wieder Wissen wohl Wonne Wort Zorn
Beliebte Passagen
Seite 3 - A, der edelste, ursprünglichste aller Laute , aus Brust und Kehle voll erschallend , den das Kind zuerst und am leichtesten hervorbringen lernt , den mit Recht die Alphabete der meisten Sprachen an ihre Spitze stellen.
Seite 40 - Gestorbenes essen ist keine Sünde." „0, Bauddha, der du so sprichst, höre. Weil man weiss, dass du's essen wirst, schlachtet man und bringt es dir zu essen, und so fällt man deinetwegen in Schuld, denn für Nichtessende schlachtet man wahrlich nicht.
Seite 135 - Es soll aber der Ackermann, der den Acker bauet, der Früchte am ersten genießen. Merke, was ich sage.
Seite 60 - Augen der Lebenden". Was die Unkundigen Rechuen und Schreiben nennen, nennen die Weisen „Augen der Lebenden ". (Wer nicht lesen und schreiben kann , dem fehlt gleichsam das Auge.) 393. Die Gelehrten nennt man augenhaft; im Gesicht zwei Geschwüre haben die Ungelehrten. 394. Dass man zu ihnen sich gern gesell' und stets gedenk von ihnen geh' — darin ist der Gelehrten Beruf befasst.
Seite 14 - Hausfrau herrlich 1st; wo nicht, was besitzt man? 54. Was giebt es Grossherrlicheres als ein Weib, — kann sie der Keuschheit Kraft gewinnen. 55. Es regnet1, wenn „es regne"!
Seite 52 - Geburt." (P.) 340. Das Leben, das im Leib zur Herberg ist, — kein Heim hat's. Nicht so? 35. ENTSAGUNG. „Das heisst die Anhänglichkeit an die fremden Glücksgüter und an den eignen Leib, in Ansehung der Unbeständigkeit dieser Dinge, fahren lassen." (P.) 341. Wovon, wovon sich Einer los macht, davon, davon hat er kein Leid mehr. 342. Will man, dass Etwas werde, so entsage man. Hat man entsagt, so kann Vieles hienieden werden. „Hat man entsagt , so entstehen mancherlei Frenden (als Entbundenheit...
Seite 49 - Thust du deinem Nächsten ein Leid am Vormittag, so kommt das Leid von selbst zu dir am Nachmittag. 320. Alles Weh kommt über die, so weh thun. Die Wehlosigkeit wünschen, thun nicht weh. 33. NICHTTÖDTEN. „Das ist die lebendigen Wesen von den fünfsinnigen an bis zu den einsinnigen* herunter — und war's auch nur aus Vergesslichkeit — nicht ums Leben bringen. Da Nichttödten die vorgenannten Tugenden alle überragt und die nicht genannten alle einschliesst, so steht es zuletzt.
Seite 13 - Hütet sich ein Hauswesen vor Unrecht und giebt gern von seiner Nahrung, so wird's an Nachkommenschaft nie fehlen. 45. Hat ein Hauswesen Lieb' und Tugend, so ist das sein Wesen und sein Segen.
Seite xxi - Vier sind der Dinge, Welche die Weisen, den Weg zu den Himmeln Indra's und der übrigen Götter, sowie zur endlichen Vollerlösung wohl kennend, zum Heil der Menschen, die dahin zu gelangen sich schicken, zu behandeln pflegen: Tugend, Gut, Lust und Erlösung. Unter diesen vier Dingen ist die Erlösung dem Gedanken und dem Ausdruck unerreichbar.
Seite 122 - Tugend, Gut, Lust' hinderlich; er handelt daher zunächst vom ersteren." (P.) 931. Dich gelüste — auch wenn du gewinnen solltest • — nicht nach dem Spiel. Ist doch selbst Gewinnen, wie wenn ein Fisch des Angelhakens Metall verschlingt.
