Über die vulkanischen Gesteine in Sicilien und Island und ihre submarine Umbildung

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In der Dieterichschen Buchhandlung, 1853 - 532 Seiten
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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 102 - Satz aufgestellt werden, welchen ich gelegentlich zn beweisen gedenke, dass die beiden Endglieder der Feldspathreihe, auf der einen Seite der Anorthit auf der anderen der Krablit , als isomorphe Substanzen zu betrachten sind und dass daraus der Isomorphismus der ganzen Reihe für jedes Glied von der Norm (l, 3, x) folgen muss. Ich nenne diese Art des Isomorphismus Gruppen-Isomorphismus, da nicht einzelne Atome, sondern Gruppen von Atomen einander zu vertreten im Stande sind.
Seite 528 - WALTERSHAÜSEN und LYELL bekämpfte Ansicht, dass die mineralogische und chemische Zusammensetzung der Gesteine sich mit dem geologischen Alter nicht ändere4, erhielt im Jahre 1857 eine 1 op. cit. p. 518. „Die ganze äussere Erdrinde ist in primitiver Form als eine Feldspathmasse zu betrachten, die an der Oberfläche nur verhältnissmässig...
Seite 102 - ... Glied folgen muss. Ich nenne diese Art des Isomorphismus Gruppen - Isomorphismus , da nicht einzelne Atome, sondern Gruppen von Atomen einander zu vertreten im Stande sind. Jeden Feldspathkrystall von der Norm (der Sauerstoff -Proportion) l:3:x denke ich mir nämlich aus unendlich kleinen Krystallen beider Grenzglieder zusammengesetzt, gleichsam aus Steinen von Anorthit und Krablit oder aus Anorthit und Albit erbaut, von denen bald die einen, bald die ändern der Zahl nach vorherrschen.
Seite 414 - Ursprungs auszuschließen scheint, so bietet sich doch bei näherer Betrachtung eine Beziehung dar, welche alle diese Bildungen von den jüngsten Lavaergüssen bis zu den ältesten Eruptivmassen, wie verschieden auch immer ihre mineralogische Constitution seyn mag, unter einander auf das Innigste verknüpft.
Seite 103 - Feldspathkrystalle mit Ausnahme der Endglieder und des neutralen Salzes aus einer Reihe der Fläche M paralleler Lamellen basischer und saurer Natur zusammengesetzt sind, die als Spiegelbilder nebeneinandergestellt wie Zink- und Kupferplatten in einer galvanischen Säule mit einander wechseln.
Seite iv - augenblicklich an eine Grenze ihrer Entwickelung gelangt, welche sie ohne den Weg, den die exakte Methode vorzeichnet, nicht wesentlich wird überschreiten können; ohne diesen Weg mit Ernst und Umsicht zu verfolgen, wird sie nie, auch nur von ferne, jenen Grad der Zuverlässigkeit erlangen , der dem Studium der Astronomie und Physik einen so unbeschreiblichen Reitz verleiht*«.
Seite 203 - Palagonit eng verbundenes vä'e,°"l°nc,)"! amorphes Mineral, dem Sartorius den Namen Sideromelan beilegt, dessen Existenz er aber blofs dadurch begründet, dafs es verdünnter Salzsäure, welche den Palagonit zersetzt, etwas länger widerstehe, als dieser. Dieser folglich sehr problematische Sideromelan gleicht an Farbe, Glanz und Bruch dem Obsidian, nur ist seine Härte bedeutend geringer und erreicht kaum die des labradorischen FeldspathsDas spec. Gew. ist = 2,531. Nach Sartorius besteht der...
Seite v - SARTORIOS glaubt, diesen Weg angebahnt zu haben. Bei seinen Untersuchungen über den Palagonit drängte ihn „die nähere Erforschung über die Zusammensetzung dieses Minerals zu der eigentlichen Quelle des Räthsels, zur Erforschung der * A. a. 0. Vorrede. chemischen Konstitution des Feldspathes , zu einer Lehre«, welche er „als die wesentliche Grundlage der sich daran knüpfenden geologischen Arbeiten
Seite 526 - Oberfläche zu verhältnissmässig stärker als im Innern vertreten, wo bei ihrem Zurückweichen specifisch schwerere Körper, Thonerde, Eisenoxyd, Kalkerde und Magnesia, die zwar der Oberfläche nicht fremd sind, in erhöhtem Maasse an ihre Stelle treten. Durch diese gesetzmässige, nach den specifischen Gewichten mit Ausnahmen von kleinen Schwankungen geordnete Beschaffenheit der Materie wird nothwendigerweise bei dem successiveu Festwerden der einzelnen Schichten für eine jede derselben ihre...
Seite 203 - Tuff von Sudafell, kommt der Sideromelan, vom Palagonit umhüllt, sehr deutlich zum Vorschein, zeigt aber hier eine mattschwarze Farbe; grösseren Glanz bekommt er erst auf frischem Bruch. Er ist, ganz ähnlich dem Obsidian, ein amorpher Körper ohne alle Spuren von äusserer Form oder innerer Spaltbarkeit.

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