Die reime des Francesco Petrarca. Uebers. und erläutert von Karl Kekule and Ludwig von Biegeleben ... Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta

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1844
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Beliebte Passagen

Seite 192 - Glück in Deine Tage fallen. Die alten Mauern, die mit Furcht und Zittern Und Liebe heute noch die Welt erfüllen, Wenn sie sich wendet zu vergangenen Tagen, Dies alles, was jetzt ein Ruin begraben, Hofft nur von Dir jedweder Not Zerstreuung.
Seite 191 - Fülle Zurückführst mahnend zu den alten Wegen, Ruf ich zu Dir ! — Wo fand ich sonst ein Regen Der Tugend, der die Menschen überdrüssig? Wo einen Mann, vor böser Tat erbangend?
Seite 296 - Füss" ihr, nimmer dem Grund auch Nahet sie, nein, hot'h wandelt sie her auf den Häuptern der Männer. n. xix, 92. ***) Auch hierfür seien einige Beispiele aus den besten Dichtern gestattet: Ihr Haar war Gold, erglühter Schnee die Wangen, Die Brauen Ebenholz; die Augen Sonnen, Wo Liebe sicher spannt des Bogens Sehne; Lieblich aus Rosenroth und Perlen klangen Die warmen Töne, die der Schmerz ersonnen ; Ihr Seufzen Flamme, und Krystall die Thräne. Petrarca Th. I, Son. 106. Dichter jener Zeit,...
Seite 41 - Strome, wobei sie gar holdselig in ihrer fremden Sprache flüsterten. Nie habe ich mehr bedauert, daß die Unkenntnis einer Sprache taub und stumm macht; doch zu meinem Tröste fehlte es mir nicht an den freundlichsten Dolmetschern. Denn dieser Himmel nährt auch dichterische Geister; und wenn Juvenal darüber erstaunt, daß .Gallien, selber beredt, zu Rednern bildet die Briten' so könnte er sich auch wundern: Zeigt sich uns Deutschland gelehrt und erzieht scharfsinnige Dichter!
Seite 41 - Würde der Männer, welche Anmut der Frauen! Meine Freunde führten mich sogleich aus dem Gasthaus an den Strom, um mir ein besonderes Schauspiel zu zeigen. Das ganze Ufer war weithin mit einer herrlichen Schar von Frauen bedeckt; wahrlich, ich war höchlich durch ihre Schönheit und ihren Anstand überrascht: hier hätte jeder lieben müssen, der nicht ein eingenommenes Herz mitgebracht hätte!
Seite 209 - Die deinen schönen Leib durchwühlen, heile, So sei doch meine Klage so erfunden Wie Arno hofft und Tiber Und Po, an dem ich jetzt mit Schmerzen weile! Sagt was soll das Schwert der Fremdlinge auf dem Bo
Seite 41 - ... an den Strom, um mir ein besonderes Schauspiel zu zeigen. Das ganze Ufer war weithin mit einer herrlichen Schar von Frauen bedeckt; wahrlich, ich war höchlich durch ihre Schönheit und ihren Anstand überrascht: hier hätte jeder lieben müssen, der nicht ein eingenommenes Herz mitgebracht hätte! Wir standen etwas erhöht, um das Ganze zu übersehen; es war ein unglaublicher Zudrang, jedoch ohne Verwirrung, überall war Heiterkeit. Die Schönen waren zum Teil mit duftenden Kränzen geschmückt,...
Seite 257 - Ganz. 12, Str. 6. Wenn etwa weisse Rosen neben rothen In goldner Schale meine Blicke schauen, Von jungfräulichen Händen frisch gepflücket, Seh' ich das Antlitz nur der holden Frauen, Das jedes andre Wunder überboten, Und dreifach uns durch Herrlichkeit entzücket, Durch goldnes Haar, das eine Stirne schmücket, Wovor die Milch ihr blendend Weiss verlieret, Durch Wangen, die ein süsses Glühn belebet. Wyatt (Ed. Nott) pg. 158; Gascoigne (Ed. Hazlitt) I, Flowers, pg. 53.
Seite 160 - Daß, wenn ich lebt' in Krieg und Sturm, ich sterbe Im Frieden und im Hafen; wenn mein Weilen Auch eitel war, mein Scheiden Lob erwerbe! Im kurzen Lebensraum, der mir- noch offen, Laß, wie im Tobe, deine Hand mich heilen; Bei dir allein, du weißt es, ist mein Hoffen. Eon. 83. 3. 8. 8eneo«' «i in »et
Seite 192 - Faule sich erhebe! Ich, der ich Tag und Nacht um sie erbebe, Ich muß auf Dich mein höchstes Hoffen bauen. Soll wieder aufwärts schauen Das Volk des MarS zu seines RuhmeS Hallen, So wirb bieß Glück in Deine Tage fallen.

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