Ueber die dauer des lebens

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G. Fischer, 1882 - 94 Seiten
 

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Seite 32 - eine Anpassungserscheinung. Ich glaube nicht, dass das Leben deshalb auf ein bestimmtes Maass der Dauer gesetzt ist, weil es seiner Natur nach nicht unbegrenzt sein könnte, sondern weil eine unbegrenzte Dauer des Individuums ein ganz unzweckmässiger Luxus wäre. Auf der vorhin dargelegten
Seite 81 - bin ich in der Lage eine auf der zoologischen Station in Neapel gemachte Beobachtung hier mittheilen zu können. Die schöne, weisse Seescheide, Cionea intestinalis hat sich in den dortigen Aquarien in grosser Masse angesiedelt und 1) Bronn, Klassen und Ordnungen des Thierreichs, Bd. III, p. 466, Leipzig.
Seite 5 - oder Langsamkeit, mit welcher das Leben dahinfliesst, kurz ausgedrückt: das Tempo des Stoffwechsels und der Lebensprocesse. In diesem Sinne sagt Lotze in seinem Mikrokosmus : „Grosse und rastlose Beweglichkeit reibt die organische Masse auf und die schnellfüssigen Geschlechter der jagdbaren Thiere, der Hunde, selbst die Affen stehen
Seite 27 - Elemente deuten. Ich glaube, man kann den Satz heute schon vertreten — und er hat ja auch schon Vertreter gefunden — dass die Lebensprocesse der höhern, dh vielzelligen Thiere mit einem Wechsel der morphologischen Elemente der meisten Gewebe verbunden sind. Dieser Satz aber legt es nahe, die Ursache des Todes nicht in der Abnutzung der einzelnen Zellen, sondern in einer Begrenzung der
Seite 31 - um so unvollkommner, krüppelhafter werden und um so weniger die Zwecke der Art erfüllen können. Die Individuen nutzen sich äusserlich ab durch die Berührung mit der Aussenwelt und schon allein deshalb ist es unerlässlich, dass sie fortwährend wieder durch neue,
Seite 60 - Monate. (De Geer, Abhandlungen zur Geschichte der Insekten, 1783. III, p. 53.) Phylloxera vastatrix; die Männchen sind blos „ephemere Geschlechtsorganismen, es fehlt ihnen Rüssel und 1) Imhof, Beiträge zur Anatomie der Perla maxima. Inaug. Diss. Aarau 1881.
Seite 27 - mit Zellwechsel einher, zum Theil besteht sogar ihr Sekret aus abgestossenen und aufgelösten Zellen, für Knochen und Bindegewebe, sowie für den Muskel ist ebenfalls konstatirt, dass die zelligen Elemente desselben wechseln können und so bliebe nur das Nervengewebe als zweifelhaft übrig. Doch auch hier liegen schon Thatsachen vor, die auf einen normalen, wenn auch vielleicht
Seite 43 - hat, die Hypothese zur Erklärung des normalen Todes zurückzuweisen, welche besagt „dass die unorganischen Einwirkungen das Leben allmälig aufreiben". Wäre dies der Fall, so meint er, „dann müsste die organische Kraft vom Anfang eines Wesens an schon abzunehmen anfangen" — was sich doch nicht so verhält*). Wenn nun aber weiter gefragt wird, wie kommt die Eizelle
Seite 10 - auch in viel geringerem Grad bei Thieren; die Vögel lehren ihren Jungen das Fliegen. Wir werden also erwarten müssen, dass im Allgemeinen das Leben die Fortpflanzungszeit nicht erheblich überdauere, es sei denn, dass die betreffende Art Brutpflege ausübe. So finden wir es auch in der That. Alle Säugethiere, alle Vögel überleben ihre Fortpflanzungszeit, auf der
Seite 69 - in einem Comptoir gestanden hatte, dessen Holz also vor seiner Verarbeitung schon die Larve enthalten haben muss 1 ). Blaps mortisaga; l Exemplar blieb 3 Monate am Leben, 2 andere 3 Jahre. Blaps fatidica, l Exemplar wurde in einer Schachtel vergessen und lebte noch, als nach 6 Jahren dieselbe geöffnet wurde. Blaps obtusa; l Exemplar lebte

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