VormorgenKiepenheuer, 1924 - 61 Seiten |
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Häufige Begriffe und Wortgruppen
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Beliebte Passagen
Seite 17 - O Frauen Frankreichs, Frauen Deutschlands, Seht Ihr Eure Männer! Sie tasten mit zerfetzten Händen Nach den verquollnen Leibern ihrer Feinde, Gebärde, leichenstarr, ward brüderlicher Hauch, Ja, sie umarmen sich. O schauerlich Umarmen! Ich sehe, sehe, bleibe stumm. Bin ich ein Tier, ein Metzgerhund? Geschändete . . . Gemordete . . . WALTER HASENCLEVER 1915 Noch blasen die Trompeten.
Seite 42 - Ihr Wälder fern an Horizonten schwingend, Vom abendlichen Hauche eingehüllt, Wie meine Sehnsucht friedlich euch erfüllt, Minuten Schmerz der Haft bezwingend. Ich presse meine Stirn an Eisensäulen, Die Hände rütteln ihre Unrast wund, Ich bin viel ärmer als ein armer Hund, Ich bin des angeschoßnen Tieres Heulen.
Seite 28 - Den Lebenden Euch ziemt nicht Trauern, Euch ziemt nicht Verweilen, Euch ward Vermächtnis, Getränkt Vom Herzblut der Brüder, Euer Wartet die schaffende Tat. Lastend Bedränget den Nacken Die Zeit. Aufsprengt Dem helleren Morgen Die Tore!
Seite 10 - Wanderer zum Tode. Der Erdnot geweiht, Wir kranzlose Opfer Zu Letztem bereit. Wir Preis einer Mutter, Die nie sich erfüllt, Wir wunschlose Kinder Von Schmerzen gestillt. Wir Tränen der Frauen, Wir lichtlose Nacht, Wir Waisen der Erde Ziehn stumm in die Schlacht.
Seite 20 - AN DIE DICHTER Anklag ich Euch, Ihr Dichter, Verbuhlt in Worte, Worte, Worte! Ihr wissend nickt mit Greisenköpfen, Berechnet Wirbelwirkung, lächelnd und erhaben, Ihr im Papierkorb feig versteckt! Auf die Tribüne, Angeklagte! Entsühnt Euch! Sprecht Euch Urteil! Menschkünder Ihr! Und seid...? So sprecht doch! Sprecht!
Seite 12 - Geschützwache. Sternenhimmel, gebändigtes Untier glänzt mein Geschütz, glotzt mit schwarzem Rohr zum milchigen Mond. Käuzchen schreit. Wimmert im Dorf ein Kind. 41 Wolfgang Rothe: Toller (wie Anm. 2), S. 76 f. "Potsdam 1924. Geschoß, tückischer Wolf, bricht ins schlafende Haus. Lindenblüten duftet die Nacht."43 Sein revolutionäres Anliegen, die „Menschwerdung des Menschen", findet in dem Gedicht „Ich habe euch umarmt...
Seite 21 - Grabt Euch tiefer in den Schmerz, Laßt ihn zerren, ätzen, wühlen, Recket gramverkrampfte Arme, Seid Vulkane, glutend Meer: Schmerz gebäre Tat! Euer Leid, Millionen Mütter, Dien als Saat durchpflügter Erde, Lasse keimen Menschlichkeit.
Seite 24 - Durch das Gitter meiner Zelle Seh ich Kinder spielen. Eingespannt in enge Zelle, Kerkerjahre . . . Marterjahre . . . Deutschland, Deine Söhne werden Viele Jahre Nicht mit Kindern spielen.
