Erläuterungen zu Ludwig Weisser's Lebensbilder aus dem klassischen Alterthum

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W. Nitzschke, 1864 - 392 Seiten
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Seite 1 - Was wir uns als gebautes, gemauertes Haus denken, löst sich auf, je früher zurückgegangen wird, in den Begriff einer von Menschenhänden unberührten, durch selbstgewachsene Bäume gehegten und eingefriedigten heiligen Stätte. Da wohnt die Gottheit und birgt ihr Bild in den rauschenden Blättern der Zweige...
Seite 98 - Kreisen erhoben. Unter sie mischten sich die Formen, Farben und Trachten aller Rassen und Nationen. Alle römischen Bürger waren mit Rücksicht auf die kaiserliche Gegenwart und zu Ehren des Festes in die weisse Toga gekleidet und bekränzt. Die Plätze der Frauen befanden sich in den...
Seite 69 - Oelzweigen, sondern der die ganze Glückseligkeit der Sterblichen in sich begreift: ich meine die Freiheit des Einzelnen und die gemeinsame des ganzen Vaterlandes und Wohlstand und Ruhm und der heimischen Feste Frohgenuss und der Angehörigen Sicherheit, mit einem Worte: das Schönste von Allem, was wir von den Göttern uns erbitten können. Alles dieses ist in jenem Kranze zusammengeflochten und wird errungen in jenem Wettkampf. Zu solchem Ziele führen diese Uebungen und Mühen.
Seite 206 - Si qua videbuntur chartis tibi, lector, in istis sive obscura nimis sive Latina parum, non meus est error: nocuit librarius illis dum properat versus annumerare tibi. quod si non ilium sed me peccasse putabis, tune ego te credam cordis habere nihil. 'ista tamen mala sunt.
Seite 98 - Römer und durch sein blondes Haar den Neid der Römerinnen. Denn hier war der Platz der fremden Könige und Gesandten, und auch vornehme Gefangene verhinderte man nicht, bei solchen Gelegenheiten sich dem Volke zu zeigen.
Seite 72 - ... vollends ganz zu ersticken. Des Oels ungeachtet besudeln sie sich so, dass man gar nicht mehr sieht, dass sie sich gesalbt haben. Und lächerlich ist es zu sehen, wie sie, mit Koth und Schweiss überzogen, gleich Aalen sich aus den Händen schlüpfen. Wieder Andere thun dasselbe im Freien des Hofes, jedoch hier ohne Koth. Sie haben nämlich eine Menge Sand in jene Grube geworfen, womit sie sich wechselseitig bestreuen und sich selbst freiwillig bewerfen, wie scharrende Hähne, ohne Zweifel, um...
Seite 168 - ... Sie, die Mühen und Fleiß uns lehret. Sogar ja den Schlaf nicht Wollen die bitteren Sorgen dem Arbeitsmanne vergönnen. Wenn auch einer bei Nacht den wenigen Schlummer erhaschte, Plötzlich verscheucht ihn wieder die stets andringende Unruh. 5 Unter der Hütte geflochtenem Dach, auf trockenem Moose Lagen einmal zween Fischer, schon eisgrau beide, beisammen. Angelehnt an die laubige Wand; und nahe bei ihnen Lag am Boden ihr Handwerkszeug, die Körbe, die Ruthen, Angelhaken sodann, und Köder,...
Seite 209 - haben zuerst gelehrt, dass die Seele des Menschen unsterblich sei und, während der Leib verwese, in ein anderes, gerade zur Welt kommendes Wesen eingehe, bis sie alle Land- und Seethiere und Vögel durchwandert habe und wieder in einen menschlichen Leib zurückkehre; welche Wanderung sie in dreitausend Jahren vollende. Diese Lehre haben auch einige der Hellenen angenommen, die einen früher, die andern später, deren Namen ich weise, aber nicht schreiben will.
Seite 194 - Dum iuga montis aper, fluvios dum piscis amabit, dumque thymo pascentur apes, dum rore cicadae, semper honos nomenque tuum laudesque manebunt. Ut Baccho Cererique, tibi sic vota quotannis agricolae facient ; damnabis tu quoque votis.
Seite 51 - Jahrhundert im Schwange waren. Aber es braucht nicht vieler Worte, sagt Röth, um hier die bei unsern Altvordern in ehrbaren und gottesfürchtigen Familienkreisen in so hohem Ansehen stehende Sitte der geistlichen Lieder und der geistlichen Musik, der Morgen- und Abendgesänge, der Trost- und Trutzlieder in allen geistlichen Anfechtungen mit ihrem Schatze von Kernsprüchen und Melodieen gegen alle Gebresten des Leibes und der Seele, jener so kräftigen und belebenden Mittel des inneren gottvertrauenden...

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