Geschlecht — Gewalt — Gesellschaft

Cover
Siegfried Lamnek, Manuela Boatca
Springer-Verlag, 17.04.2013 - 542 Seiten
Gewaltakzeptanz, Gewaltbereitschaft und Gewalttätigkeit in unseren Gegen wartsgesellschaften sind Gegenstand publizistischer, politischer, wissen schaftlicher und nicht zuletzt alltäglicher Diskussionen, die in Teilen kontro vers, in Teilen aber ausgesprochen harmonisch-konsensuell verlaufen. Zu letzteren gehört die beeindruckende Eintracht darüber, dass Gewalt ein ty pisch männliches Phänomen und permanent im Steigen begriffen wäre. Sol che - insbesondere massenmedial verbreitete - Stereotype, denen eine Inter essen gebundene (um nicht zu sagen: ideologische Komponente) eigen ist, werden in konsequenter Fortentwicklung der Stereotype zu Vorurteilen und als solche handlungsrelevant und bestimmen die zukünftige Gestaltung unse rer Gesellschaft. Die damit einsetzende Spirale von "immer mehr" und "im mer schlimmer" kann nur durchbrachen werden, wenn wissenschaftliche Arbeit theoretisch und/oder empirisch in ergebnisoffener, disziplinübergrei fender Weise die Phänomene analysiert und die daraus resultierenden Er kenntnisse öffentlichkeitswirksam verbreitet. Dies tun zu können, setzt Ressourcen voraus, die die Unabhängigkeit wis senschaftlicher Arbeit und ihren Erfolg eröffnen und garantieren. Die Ge schichts-und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät der Katholischen Uni versität Eichstätt-Ingolstadt ist in der glücklichen Lage, die Otto von Freising Zustiftung zu haben, die es ermöglicht, z. B. Symposien zu organisieren und zu realisieren. Da der Lehrstuhl fiir Soziologie 11 sich mit den oben apostrophierten Fra gestellungen seit Jahren beschäftigt und im Sommersemester 2003 die Otto von Freising-Mittel ihm zur Verfügung standen, wurde vom 3. bis 5. Juli 2003 eine interdisziplinäre Fachtagung zum Thema "Geschlecht - Gewalt - Gesellschaft" veranstaltet.
 

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Inhalt

Michael Meuser
35
Manuela Boatcä
55
Joachim Kersten
71
Michael Riekenberg
85
Gerlinda Smaus
100
Mechthild Bereswill
123
Urheberrecht

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Aggression aggressiven Aktionsmacht Analyse Anteil Bedeutung Befragten beiden besonders Beziehung chen Cliquen Conflict Tactics Scale Connell Crime Delinquenz deutlich deutschen Deutschland Dunkelfeld eher empirischen Ergebnisse erst Faktoren Fälle Familie feministische Frage Frauenhandel gender Geschlecht geschlechtsspezifische Gesellschaft Gewalt an Schulen Gewalt gegen Frauen Gewaltbegriff gewaltbereiten Gewaltbereitschaft Gewalterfahrungen Gewaltforschung Gewalthandlungen Gewaltkriminalität Gewaltkultur Gewaltschutzgesetz Gewalttat gibt Gruppe Gutachten Handeln Handlungen häufig häuslicher Gewalt hinsichtlich höhere Hrsg insgesamt Items Jahren jeweils Jungen Kinder Konstruktion Kontext Kontexteffekte Kontrolle körperliche Kriminalität kriminologischen Labeling Approach Lamnek lich Mädchen Mädchengruppe Männer Männergewalt Masculinities Menschenhandel Milieus Moldawien muss nicht-deutschen öffentlichen Opfer Opladen Partner Partnergewalt Partnerschaften Personen physischer politischen Polizei Polizeibeamtinnen Prävalenz prosozialen Prostituierten Prostitution rape Rechtsextremismus schen schwere selbstberichteten Sextourismus sexueller Gewalt signifikant Situation sowie sozialen Soziologie stark Stichprobe Strafrecht Straftaten Straus Studie Täter Tatverdächtigen unserer Unterschiede Untersuchung Variablen Vergewaltigung Verhalten Viktimisierung Violence weiblichen Jugendlichen weniger Werte Wertorientierungen Witze Women York zeigt Zusammenhang Zwangsprostitution

Über den Autor (2013)

Prof. Siegfried Lamnek, Professor für Soziologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt;
Dr. phil. Manuela Boatca, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Soziologie II der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Bibliografische Informationen