Die Serben im südlichen Ungarn, in Dalmatien, Bosnien und in der Herzegovina

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K. Prochaska, 1884 - 403 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 306 - Herden und Rosse, die Schwemme, der Tanzplatz, das Weizenfeld und die Landstrasse des einsamen Waldes — Alles hallt von den Liedern wieder. Gesang begleitet jedes Geschäft, oft in der innigsten Verbindung mit ihm. Der Serbe lebt seine Poesie.
Seite 306 - ... wie heidnische Götter. Auffallend knapp ist im Verhältniss das Weihnachtsfest bestellt, das im Abendland so reich an christlichen Liedern ist. Sonst giebt es Gesänge in Fülle bei jeder Gelegenheit, beim Tanz und Spiel, bei der Ernte, beim Spinnen. Das ganze tägliche Leben der serbischen Jugend ist mit Gesang und Poesie durchwoben. Die Lieder sind die Ausdrücke ihrer Gedanken, Empfindungen, Handlungen, Leiden. Sie sind die geistigen Reproduktionen der verschiedenartigen Lebensbedingnisse...
Seite 268 - Branko vi de, hatten die kirchlichen Denkmale der Nemanjiden durch zum Theil der letzten Zeit angehörende Restaurationen zu leiden. Nach dem Verluste seiner nationalen Selbstständigkeit klammerte sich das Serbenvolk um so inniger an die Segnungen der Religion, und seine Pietät gegen die kirchlichen Monumente brachte dieselben fast unversehrt im Äussern auf unsere Zeit. Noch ein anderes Moment kam in dieser Richtung den Schöpfungen der Serbencare zu Statten. Um nicht die Geldgierde der herrschenden...
Seite 158 - Junges Mädchen hat geflucht der Gerste: O du Gerste, schöne Gottesgabe! Möchte dich wohl schneiden, doch nicht essen: Swaten -Rosset sMn dich verzehren! — 1) d, i, die Pferde ihre« eigenen Hochzeits , Zuge«, Hochzeit, Mahlzeit, Fastenzeit.
Seite 320 - Dreht' ihr Fädchen rund und fein. Und es drang zum Ohr des Zaren Wie ein Kind so jung an Jahren Fleissig sich zum Rädchen hält; Schickt ihr Flachs zu einem Wocken, Blond und weich wie Röschens Locken: Röschen, spinne mir ein Zelt! Und von dem was noch...
Seite 157 - Flamme fchleudr' auch ich, Maria! Weil die Türken nicht den Christen glauben, Und die Frucht nicht auf deu Werktag wartet. I»as Salmensptel. Laßt uns greifen an den Halm, Zarten, zartesten! Daß wir sehen, welches Paar, Welches Paar sich küßt. 1) Leibisch füi Pantaleon, Ter Tag des Mi»
Seite 85 - ... Wille und Absicht, durch die Wiederherstellung dieser obersten geistlichen und weltlichen Würden Unserer treuen und tapfern serbischen Nation eine Bürgschaft für eine nationale, ihren Bedürfnissen entsprechende innere Organisation zu gewähren. Gleich nach hergestelltem Frieden wird es eine der ersten und angelegentlichsten Sorgen Unseres väterlichen Herzens sein, eine solche nationale innere Verwaltung nach dem Grundsatze der Gleichberechtigung aller Unserer Völker zu regeln und festzustellen.
Seite 312 - Ietzo, Hajkuna, du liebe Schwester, Sage mir, wem soll ich dich vermählen?" Aber ihm erwiderte die Schwester: „Freien Willen hast du, o mein Bruder ! Dem bin ich vermählt, dem du mich gibest. Aber lieber möcht ich einen Iüngling, Wenn er nicht das mindeste auch hätte, Als 'nen Greis, und wenn er noch so reich war! Reichtum ist nicht Gold und ist nicht Silber, Reichtum ist nur, haben, was uns lieb ist.
Seite 172 - Wer d» aufgestanden ist zur Ehre Gottes, und ihn angebetet hat, dem helfe auch Gott am Leibe und an der Seele; so aber Jemand vergessen hat, sei es aus Furcht oder aus Scham oder in seiner Sündigkeit, und Gottes nicht gedacht hat, deß möge Gott und der herrliche Ruhm Gottes nicht wieder vergessen, sondern möge ihm der beste Helfer sein am Leibe wie auch an der Seele!
Seite 267 - Bögen der Schiffe und drückt dieselben in unschöner Weise. Auch sind die Seitenapsiden viel zu flach, um das griechische Kreuz zum Ausdruck zu bringen. Auch an Kamenica's Kirche, deren innere Verhältnisse noch weniger glücklich, springen die Apsiden der Querarme wenig vor. Im Gegensatze zu den altserbischen Bauten begnügte man sich in der „Fruska-Gora" mit der Anbringung einer einzigen Kuppel über der Vierung der Kirche.

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