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ÖFFENTLICHE SITZUNG AM I.JULI 1871

ZUR FEIER DES TAGES DER ERÖFFNUNG DER KÖNIGL.

SÄCHSISCHEN GESELLSCHAFT DER WISSENSCHAFTEN

VOR FÜNFUNDZWANZIG JAHREN.

C. W. Hasenbach, Beitrüge zur Kennlniss der UnterSalpetersäure und salpetrigen Säure. Aus dem chemischen Laboratorium zu Leipzig. Vorgelegt von dem wirklichen Mitgliede H. halbe.

In der Zeitschrift für Chemie N. F. 2. S. 66 veröffentlichte Dr. Nylander in einer vorlaufigen Notiz »Über Untersalpetersäure« die Reobachtung, dass die bei Oxydation der arsenigen Saure mit Salpetersäure auftretenden Dämpfe nicht, wie man bisher geglaubt, salpetrige Säure, sondern Untersalpetersäure seien. — Aus der blauen Flüssigkeit, welche man bei der Condensation dieser Dämpfe erhält, lasse sich ein Theil durch fractionirte Destillation gewinnen, der bei 13° siede, und dessen Formel sich aus der Analyse und seiner Dampfdichte als N02 ergebe, es sei diess mithin eine der Untersalpetersäure isomere Verbindung.

Diese meines Wissens bis jetzt nur von Nylander, und auch von ihm keineswegs definitiv festgestellte Reobachtung schien mir so interessant, dass ich es für lohnend hielt, seine Versuche zu wiederholen.

Zur Darstellung jener blauen Flüssigkeit bediente ich mich eines ganz aus Glas zusammengesetzten Apparates, bestehend aus einem Entwicklungskolben, einer als Trockengefäss dienenden Woul/Psehen Flasche und einem Ableitungsrohr, welches die Dämpfe in das Condensations-Gefäss führte. Zum Trocknen derselben benutzte ich anfangs Stücke von Chlorcalcium; da jedoch das Product hierdurch mit Chlor verunreinigt wird, so Hess ich das Chlorcalcium fort und entwässerte die erhaltene Flüssigkeit mit calcinirtem Kupfervitriol.

M»tU.-phys. Olasse 1871. 4 7

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