Einschränkungen des Schutzlandprinzips: die kollisionsrechtliche Behandlung von Immaterialgüterrechtsverletzungen im Internet

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Mohr Siebeck, 2010 - 380 Seiten
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English summary: According to common understanding, and to Art. 8 of the Rome II Regulation, private international intellectual property law is governed by the lex loci protectionis . Thus with respect to the infringement of intellectual property rights the law of the country for which protection is sought has to be applied. However, this legal rule causes practical difficulties in the age of global media such as the internet. Frank Beckstein analyzes the principles of lex loci protectionis and of territoriality. He examines the possibilities of restricting the lex loci protectionis under current law, especially by the implementation of a de minimus rule. Furthermore, he discusses alternative choice of law rules for the infringement of intellectual property rights which might be applied de lege ferenda . German description: Das internationale Privatrecht des geistigen Eigentums wird seit langem durch das Schutzlandprinzip beherrscht. Auf die Verletzung von Immaterialguterrechten wird danach das Recht des Staates angewandt, fur dessen Gebiet Schutz begehrt wird. Art. 8 Abs. 1 Rom II-Verordnung positiviert diesen Grundsatz. Diese von Territorialitat und Rechtsparzellierung gepragte Situation fuhrt jedoch im Zeitalter globaler Medien zu Anwendungsschwierigkeiten. Frank Beckstein analysiert das Schutzlandprinzip sowie das eng mit diesem verbundene Territorialitatsprinzip. Er untersucht die Moglichkeiten einer bereits de lege lata in Betracht kommenden Einschrankung des Schutzlandpinzips. Daruber hinaus stellt er das Schutzlandprinzip fur Internetsachverhalte insgesamt auf den Prufstand und setzt sich de lege ferenda mit den Moglichkeiten einer abweichenden Anknupfung von Immaterialguterrechtsverletzungen auseinander.
 

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Inhalt

Auswahl von Lösungsansätzen
4
Gang der Darstellung
13
Inhalt des Territorialitätsprinzips
19
Historische Entwicklung
37
Berechtigung
60
Fazit
78
Umfang der Schutzlandanknüpfung
98
Ausnahmen vom Schutzlandprinzip
135
Beschränkung der Rechtsfolgen
242
Unterlassungsansprüche
272
Parallele Einschränkung der Verletzungsvoraussetzungen und
285
Berücksichtigungsfähigkeit fremder Schutzrechte
292
Zusammenfassung
303
Ursprungslandprinzip
309
Erfolgsbezogene Anknüpfungspunkte
320
Auflockerungen einer Grundregel
332

Einschränkung des Schutzlandprinzips im Internet
141
Dogmatische Einordnung eines erhöhten Inlandsbezugs
147
Parallele Einschränkung im Sach und Kollisionsrecht
205
Kriterien zur kollisionsrechtlichen Einschränkung
216

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2010)

Frank Beckstein, Geboren 1978; Studium der Rechtswissenschaft in Bayreuth und Glasgow; wirtschaftswissenschaftliche Zusatzausbildung zum Wirtschaftsjuristen (Univ. Bayreuth); 2009 Promotion; derzeit Staatsanwalt im Justizdienst des Freistaats Bayerns.

Bibliografische Informationen