Humanismus und Reformation im bürgerlichen Raum: eine Untersuchung der biographischen Schriften des Joachim Camrarius, Band 159

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M. Heinsius Nachfolger, 1936 - 107 Seiten
 

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Seite 105 - Kampschulte, Die Universität Erfurt in ihrem Verhältnisse zu dem Humanismus und der Reformation, 2 Bde.
Seite 60 - Es wurde schon öfters bemerkt und jüngst erst wieder ausgesprochen, daß bei den deutschen Humanisten starke sittliche Tendenzen walten; »unter den Merkmalen, welche den Humanismus diesseits der Alpen vom italienischen unterscheiden, war von Anfang an das ungleich stärkere Hervortreten moralisch-pädagogischer Wertungen und Absichten. Die Hinneigung zum klassischen Altertum war hier mit dem Streben nach sittlicher Erneuerung verbunden.
Seite 63 - ... waren diesem friedlich beschaulichen Geiste der Weg zur sittlichen Bildung. Waren doch er selbst und seine liebsten Freunde, vor allem sein Camerarius diesen Weg gegangen. Nur von diesem Grundzug seines Wesens aus versteht man ihn ganz in seinen Stärken und auch in seinen Schwächen. Die Sittigung Deutschlands durch eine ideale Auffassung der menschlichen Dinge, wie das Studium der Alten und ein einfach inniges Christentum sie gewähren: das war das ganze Ziel aller erschöpfenden Arbeit dieses...
Seite 6 - Geschichte des deutschen Schulwesens im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, Leipzig 1882, S.
Seite 64 - Und zwar hatte er stets im Sinne der sokratischen Schule, zumal des Aristoteles und Cicero durch Aufklärung des Verstandes ruhige und gediegene sittliche, ich möchte sagen sittigende Wirkungen auszuüben getrachtet Die Studien waren diesem friedlich beschaulichen Geiste der Weg zur sittlichen Bildung. Waren doch er selbst und seine liebsten Freunde, vor allem sein Camerarius diesen Weg gegangen.
Seite 94 - Wir sind alle zum tode gefoddert und wird keiner fur den andern sterben, sondern ein jglicher in eigner Person mus geharnischt und gerüstet sein fur sich selbs mit dem Teufel und Tode zu kempffen^).
Seite 104 - Beiträge zur Kulturgeschichte des Mittelalters und der Renaissance, hrsg. v. W. Goetz, Bd.
Seite 105 - Ueber die Originale von Melanchthons Briefen an Camerarius und Melanchthons Brief über Luthers Heirath.
Seite 20 - Gottes, auf geistige Strömungen stießen, durch welche die gebildete Welt zum Glauben an das wunderwirkende und lebendigmachende Wort in ihrer Art bereits merkwürdig disponiert war? Wenn Luther sagt: „Durchs Wort ist die Gewalt besiegt und die Kirche erhalten worden, durchs Wort wird sie auch wieder hergestellt werden; und wie der Antichrist ohne Gewalt begonnen hat, so wird er auch ohne Gewalt vernichtet werden durchs Wort^)", so hätten Menschen wie Camerarius dagegen nie den Einwand erheben...
Seite 96 - Schrifttum die moralische Ermahnung in den Vordergrund schob. Wir sind heute gegen diesen bürgerlichen Geist aus guten Gründen sehr mißtrauisch geworden. Die Gegenwart sieht ja das Bürgertum, sowohl nach seinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen wie nach seinen geistigen Grundlagen, in der schwersten Krise, die es seit der Zeit des Dreißigjährigen Krieges erlebt hat.

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