Taschenbuch zur Verbreitung geographischer Kenntnisse: Eine Übersicht des Neuesten und Wissenswürdigsten im Gebiete der gesammten Länder- und Völkerkunde, Band 21

Cover
Johann Gottfried Sommer
J.G. Calve, 1843
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Andere Ausgaben - Alle anzeigen

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 105 - Heulens und wenn diese vorüber ist, so wird sie ganz munter, geht ihren gewöhnlichen Verrichtungen nach und scheint gar nicht an den Trauerfall zu denken , bis wieder ihre Stunde kommt, wo sie klagen, schreien und sich die Haare ausraufen mnss.
Seite 347 - ... neben einander gebaut werden , und durch Abmähen sich stärker bestocken als im freien Lande. Selbst grüne Plätze sind selten. Die griechischen Hügel und Berge haben, besonders in Attika, Morea und auf den Inseln ein ödes, graues Ansehen, und doch wächst auf ihnen eine...
Seite 68 - ... bequem darin Platz finden. Sie sind in Gruppen (Duar's) aufgeschlagen, hier meist aus 10 — 30 Zelten bestehend, doch giebt es in andern Gegenden Stämme, welche bis 500 Zelte besitzen. An der Spitze eines jeden Duar's steht der Scheich, in dessen Familie seine Würde erblich ist ; 30 bis 40, auch bis 400 Dörfer bilden einen Stamm. Die Stämme führen vor dem Namen ihrer ursprünglichen Familie gewöhnlich das Wort Med (Enkel) oder Beni (Söhne), z.
Seite 82 - Schaffell. Ihren Zügen fehlt das Edle, was die Gesichter der Araber und Mauren auszeichnet, aus ihren beweglichen Augen blitzt Wildheit, Haß und Mordlust, ihre Zähne sind weiß wie die des Schakals. Kommt man von den Bergen in die größeren Thalebenen, so sieht man den Uebergang der Sitten zu denen der Araber. Aus der engen und niedrigen Hütte wird das luftige Zelt des Arabers, das Pferd wird gewöhnlicher...
Seite 347 - Krauter und Grasarten, die zwar einer Menge Ziegen Nahrung geben, aber doch nicht zahlreich genug sind, um einen grünen Schimmer zu geben; einige Abhänge schillern zur Zeit der Blüthe mancher Gewächse gelblich , seltner violett...
Seite 72 - ... besuchte Wallfahrtsorte. Im Anzug und den Verrichtungen des Lebens zeichnet sich weder der weltliche noch geistliche Adel vor den Uebrigen des Stammes aus, und die kriechende Höflichkeit des Europäers vor den Vornehmeren kennt der Araber nicht. Ihn bringt Macht und Größe nicht aus der Fassung, er schlägt sein Auge so wenig vor dem Glanze des Sultans, als vor dem Jatagan des Henkers nieder. Dennoch sind die Araber sehr höflich untereinander und grüßen sich anstandsvoll beim Begegnen. Die...
Seite 318 - Bewegung, als ob diese durch Sturm hervorgebracht würde. Gegenstände, die der Strudel ergreift, werden verschlungen und kommen erst nach einiger Zeit wieder zum Vorschein. Diese Beobachtungen verdankt man einem Jesuiten, Namens Bubin, welcher sich zwei Jahre lang in INVgroponte aufgehalten hat.
Seite 111 - Schauen verloren , kaum wagend , eine leise Bemerkung zu wechseln. Die alten Geschichten von armen Christensklaven, die hier in Ketten am Strand zur Heimath hinüberklagten, waren mir mehr gegenwärtig als alle neuern Grossthaten der brittischen Flotte unter Exmouih und der französischen Armee unter Bourmont, welche Letztere Europas Langiinuth und verjährte Schande so glänzend gerächt hat.
Seite 79 - Kästengebirge der Berberei von Marokko bis Tripolis bewohnt, in den innern Gegenden aber viel seltener vorkommt, führt, so wie die Mundarten seiner Sprache, verschiedene Namen.

Bibliografische Informationen