"Hilf mir es selbst zu tun!" Maria Montessoris didaktisches Material in der Frühförderung

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GRIN Verlag, 2007 - 72 Seiten
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik, Note: 1,0, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg (Institut für allgemeine Sonderpädagogik), 55 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit soll zeigen, dass das didaktische Material Maria Montessoris sehr gut in der Frühförderung zur Therapie behinderter und von Behinderung bedrohter Kindern eingesetzt werden kann. In Kapitel 1 werden Zielsetzungen, Aufgabenfelder und zentrale Grundsätze der Frühförderung dargestellt. Kapitel 2 umreißt wichtige Gedanken und Konzepte der Montessori-Pädagogik. Im dritten Kapitel erfolgt eine Beschreibung des didaktischen Materials. Das letzte Kapitel schließlich zeigt, warum das didaktische Material für den Einsatz in der Frühförderung geeignet ist. Es wird erörtert, wie das Material und dessen Präsentation an verschiedene Behinderungen angepasst werden kann. Weiter wird untersucht, für welche Behinderungen der Einsatz Montessoris didaktischer Materialien sinnvoll sein kann. Unterschiedliche Organisationsformen einer Montessori-Heilpädagogik werden skizziert. Zu guter Letzt wird die konkrete Arbeit mit Montessori-Material durch Beispiele veranschaulicht.
 

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Inhalt

Fragestellung
5
MontessoriPädagogik
19
Das didaktische Material
25
Montessoris didaktisches Material in der Frühförderung 37 4 1 Eignung des didaktischen Materials für die Frühförderung
37
Behinderungen?
45
Literatur
60
Urheberrecht

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

abstrakte Abstufungen Aktivität Anderlik Arbeit aufgrund Aurin Bedürfnissen des Kindes Befriedigung behinderter Kinder Behinderung bedrohte Kinder bestehen Bezugspersonen Biewer Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation cerebrale Bewegungsstörungen Csikszentmihalyi Diagnostik drohende Behinderung Eindrücke Eltern Entwicklung Entwicklungsverzögerungen erfahrbar Erfahrungen Fähigkeiten Früherkennung Frühförderstellen Frühförderung Gegenstände Geistige Behinderung genstände Größe Grundsatz der Ganzheitlichkeit Gruppe Hellbrügge 1989 Hilfe hilft dem Kind hohe Schraubglas Holtstiege 1977 Hörbehinderung Hrsg Interdisziplinarität Isolation Kapitel Kind und Familie Kinderhaus kindlichen Kleingruppentherapie Kontrasten Konzentration Konzept Körperbehinderung Lernbehinderung Löffelübung Mario Montessori Materialisierte Abstraktion Materialwahl Mneme möglichst Montessori 1991 Montessori-Heilpädagogik Montessori-Material Montessori-Pädagogik Montessori-Therapie Montessori-Vereinigung 1992 Montessoris didaktisches Material Motorik muss nichtbehinderte Normalisation Ordnung Pädagogik Persönlichkeit Polarisation der Aufmerksamkeit praktischen Lebens Roggen Rosa Turm rung Sarah schen Schwere Seguin Selbständigkeit SGB IX Sinneseindrücken Sinnesmaterial soll Sprachbehinderung stark Tablett Tätigkeit Tetraparese Theodor und Mario Therapeut Thomas von Aquin Übungen des praktischen Umfeld Unterschiede verschiedene vorbereiteten Umgebung Vorschulalter Waltuch weich Weiß Weiß/Neuhäuser Weiß/Neuhäuser/Sohns 2004 wissenschaftlichen Material Ziel

Beliebte Passagen

Seite 8 - Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.
Seite 20 - Das Kind macht seine Erwerbungen in seinen Empfänglichkeitsperioden. Diese sind einem Scheinwerfer vergleichbar, der einen bestimmten Bezirk des Inneren taghell erleuchtet, vielleicht auch einem Zustand elektrischer Aufladung. Auf Grund dieser Empfänglichkeit vermag das Kind einen außerordentlich intensiven Zusammenhang zwischen sich und der Außenwelt herzustellen, und von diesem Augenblick an wird ihm alles leicht, begeisternd, lebendig. Jede Anstrengung verwandelt sich in einen Machtzuwachs....
Seite 25 - Erwerben eines anderen vor. 4) Unsere abstraktesten Ideen sind Vergleiche und Generalisierungen dessen, was unser Geist mittels unserer Sinne wahrgenommen hat. 5) Die Perzeptionsweise ausbilden heißt Nahrung für den Geist selbst vorbereiten. 6) Empfindungen sind intellektuelle Funktionen, die durch äußere Mittel umgeformt werden, ebenso wie Urteil Einbildung etc.
Seite 25 - Erkenntnisse herauszuarbeiten, die er 1866 folgendermaßen formulierte: "1. Die Sinne und jeder einzelne können besonderer physiologischer Schulung unterworfen werden, durch die ihr ursprüngliches Vermögen unbegrenzt intellektualisiert wird . 2. Ein Sinn kann als Mittel der Auffassung und intellektuellen Kultur an Stelle eines anderen gesetzt werden . 3. Die physiologische Übung eines Sinnes verstärkt das Funktionieren und bereitet die Erwerbung eines anderen vor.
Seite 34 - Für das Kind ist die Ordnung das, was für uns der Boden ist, auf dem wir stehen, was für den Fisch das Wasser ist, in dem er schwimmt.
Seite 23 - Ein Kind, das konzentriert arbeitet, versinkt gleichsam und entfernt sich von der äußeren Welt. Nichts kann seine Arbeit stören, und hört die Konzentration auf, so geschieht es durch einen inneren Vorgang. Dann scheint das Kind nicht ermüdet, sondern ausgeruht und freudig.
Seite 29 - Entwicklung zu unterstützen, das soziale, das Individuum auf die Umwelt vorzubereiten [...]. Die Erziehung der Sinne ist tatsächlich äußerst wichtig in beiderlei Hinsicht, denn die Entwicklung der Sinne geht der einer höheren intellektuellen Tätigkeit voraus; und beim Drei- bis Sechsjährigen fällt sie in eine formative Periode (Montessori 1980, 159).
Seite 26 - Das kleine Kind hat das intensive Bedürfnis nach tätigen Sinneseindrücken. Wir bieten dem Kind Gegenstände dar, die ihm die Möglichkeit geben, viel klarer und viel leichter zu einer Befriedigung dieses Bedürf5 nisses zu kommen.
Seite 26 - Reize bringt, dem Kind die geistige Arbeit erschwert, kommen wir ihm zu Hilfe, indem wir ihm Bilder darbieten, die geordnet sind und ihm bei der Ordnung helfen (Montessori 1967a, 32).
Seite 26 - Die physiologische Sinnesbildung ist der königliche Pfad zur Bildung der Intelligenz. Erfahrung nicht Gedächtnis ist die Mutter der...

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