Hausväteridylle oder sozialistische Utopie?: die Familie im Recht der DDR

Cover
Böhlau, 2004 - 389 Seiten
Da die Familie als gesellschaftliche Grundlage umfassender Transformationsprozesse angesehen wird, gehort die Umgestaltung des Familienrechts bei grundlegenden Veranderungen einer Gesellschaft zu den ersten Massnahmen neuer Machthaber, wie die Franzosische oder die Russische Revolution zeigen. Dass die DDR erst im Jahre 1965 ein neues Familiengesetzbuch verabschiedete, hat daher viele Beobachter verwundert. Hinter dieser Verzogerung verbirgt sich jedoch ein zwanzigjahriger Kodifikationsprozess, in dem Ehe- und Familiennormen ausgehandelt, kodifiziert und zugleich implementiert wurden. Die Diskurse uber Familie, Politik und Gesellschaft, die im Rahmen des Prozesses auf verschiedenen Ebenen stattfanden, analysiert die Autorin in diesem Buch. Dabei werden divergierende Interessen und Auffassungen innerhalb der Partei ebenso deutlich wie die Bemuhungen der juristischen Profession um Macht und Einfluss. Die burgerlichen Familienbilder und Vorstellungen erwiesen sich als langlebig, nicht zuletzt deshalb, weil unterschiedliche Ansichten uber die Gestalt der Familie im Sozialismus existierten.

Im Buch

Inhalt

Die kleinste Zelle des Staates
15
Politik und Justiz in der Sowjetischen Besatzungszone
39
Etappen der Kodifizierung
99
Urheberrecht

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Bibliografische Informationen