Die Verschwörung gegen die Königin Caroline Mathilde von Dänemark, geb. Prinzessin von Grossbritannien und Irland, und die Grafen Struensee und Brandt: nach bisher ungedruckten Originalakten und nach L. J. Flamand in selbstständiger Bearbeitung

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H. Costenoble, 1864 - 460 Seiten
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Seite 383 - ... Abend über Saul und Jonathan, seinen Sohn, und über das Volk des Herrn, und über das Haus Israel, daß sie durchs Schwert gefallen waren.
Seite 363 - Widerwillen leicht daraus entstehen. Der König sagte zuweilen: wenn ich anderer Meynung als das Conseil bin, so bemerke ich gleich eine Unruhe in allen Gesichtern, es erfolgen feyerliche Vorstellungen, und ich muß schweigen.
Seite 100 - Unterhandlungen; das Ansehen des Königreichs bei fremden Höfen hatte er wesentlich gehoben, indem er den für dasselbe so einträglichen Freihandel durchsetzte und den Seehandel nach dem mittelländischen Meere und der Levante schuf. Den Armen war er ein Vater, und so begreift sich, daß die ganze Nation über seinen Fortgang trauerte und die allgemeine Hochachtung ihn bei seinem Sturze begleitete.
Seite 355 - Struensee in seiner Verteidigungsschrift, „dem König mit der größten Aufrichtigkeit und ohne Zurückhaltung alles gesagt, was ich für wahr und dienlich hielt, ohne mich durch die Furcht, dessen Gunst zu verlieren, abhalten zu lassen, obgleich ich öfters die Erfahrung machte, daß mir solches seinen Kaltsinn zuzog. Dies geschah umso leichter, als die Geschäftigkeit derjenigen, die bloß Sr.
Seite 355 - Alles dies lief jedoch nur darauf hinaus, daß ich die sehr weit getriebene Herrschaft des Grafen über den Willen des Königs zu schwächen suchte, indem ich Se. Majestät ermunterte, selbst aufmerksam zu seyn, nachzudenken und zu überlegen, was zu Dero Bestem dienete, ohne sich blindlings auf den Rath Anderer zu verlassen...
Seite 364 - Der König", unterstrich Struensee in seiner Verteidigungsschrift, „arbeitete damals Alles selbst aus und schrieb es mit eigener Hand. Zuweilen habe ich Concepte oder die Haupt-Momente einer Sache vorher aufgesetzt, die Se. Majestät veränderten oder beybehielten, wie Sie es gut befanden. Oefters aber...
Seite 376 - Zufalle ausgenommen, nicht krank gewesen. Se. königliche Hoheit haben die Inoculation der Blattern mit Leichtigkeit überstanden. Sie kennen die Anwendung und den Gebrauch ihrer Gliedmaßen, wie es ihrem Alter gemäß ist; kleiden sich selbst an und aus; können die Treppen ohne Beyhülfe auf- und absteigen, und wissen sich in acht zu nehmen, daß sie sich keinen Schaden thun. Sie haben nicht die Furchtsamkeit, die von öftern Warnungen entsteht, sind nicht schüchtern vor Menschen, nicht eigensinnig...
Seite 364 - Oefters aber setzte der König solche gleich aus dem Kopfe auf, der Cabinets-Sekretär brachte es darauf ins Reine und der König sah es noch einmal durch, ehe es abgeschrieben und ausgefertigt wurde. Die eigenhändigen Briefe versiegelte ich in Gegenwart des Königs im Cabinette . . . Nun machte man sich die größte Hoffnung, daß Alles aufs Beste gehen würde. Der König arbeitete mit Lust und las Alles, was zu den Affairen gehörte."132 Diese Darstellung wurde später oft angezweifelt. Man vermutete,...
Seite 371 - Jahre bezahlt und die Mittel, welche die außerordentlichen Maßregeln erforderten, für das Land nicht drückend sind; daß die Einrichtungen der Kanzleyen und Justizcollegien nützlich sind; daß die Personen, die ich zu Bedienten (Beamten) vorgeschlagen, zwei oder drei ausgenommen, die erforderliche Geschicklichkeit zu demjenigen, wozu sie gebraucht worden sind, gehabt haben, und endlich, daß keine Saumseligkeit in Betreibung der Geschäfte geherrscht hat . . ."71*.
Seite 192 - Sie wissen recht gut, wie sehr Sparsamkeit nottut und daß ich bei jeder Gelegenheit dazu auffordere. Die Königin, obgleich eine Dame, nimmt es mir nicht übel, wenn ich ihr Sparsamkeit hinsichtlich ihrer Garderoben empfehle.

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