Minnesinger: Deutsche Liederdichter des zwölften, dreizehnten und vierzehnten Jahrhunderts, aus allen bekannten Handschriften und früheren Drucken gesammelt und berichtigt, mit den Lesarten derselben, Geschichte des Lebens der Dichter und ihrer Werke, Sangweisen der Lieder, Reimverzeichnis der Anfänge, und Abbildungen sämmtlicher Handschriften, Band 4

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Seite 160 - Ländern; und an öffentlichen Ereignissen der damaligen mächtig erregten Zeit der Kreuzzüge und des Kampfes der Hohenstaufen mit den Päpsten, an allen wichtigen Angelegenheiten des...
Seite 182 - ist ein Dichter im höchsten Sinne des Wortes: der mit allen leiblichen und geistigen Sinnen die schöne Gegenwart ergreift, zugleich entzückt darüber hinaus Nickend und wie im Spiegel das Ewige schauend, wo auch das Vergangene und Künftige gegenwärtig, das Ferne nah, und der Traum und die Dichtung wirklich ist; der im innigsten Minneliede sich und andere erfreut, in Warnung und Ermahnung ernst, im gerechten Zorne heftig und scharf, überall jedoch vor herzlicher Bruderliebe, gern Allen Alles...
Seite 160 - ... Abstufungen, von dem lieblichsten Abenteuer auf der blumigen Heide bis zur höchsten und heiligen Frauenverehrung. Aus ihm spricht vor allem auch die innigste Vaterlandsliebe, das schönste Selbstgefühl des Preises deutscher Männer und Frauen an Zucht und Schönheit vor allen durchwanderten Ländern; und an öffentlichen Ereignissen der damaligen mächtig erregten Zeit der Kreuzzüge und des Kampfes der Hohenstaufen mit den Päpsten, an allen wichtigen Angelegenheiten des Deutsch-Römischen...
Seite 438 - Vor einem gekrönten Fürsten auf dem Throne kniete ein Mann, hinter ihm stand ein andrer, nach der spitzen Mütze zu urtheilen, derselbe mit dem oben liegenden; hinter diesem wieder einer mit einem Schwerte, an dem ein Paar Handschuhe hingen; und zuletzt an der Ecke Einer mit einem Beile auf der Achsel.
Seite 176 - Edel geboren, dabei arm und zum fremden Dienste genöthigt, hat er früh aus tiefem Berufe die Dichtkunst zur eigentlichen Herrin erwählt, wie das gesammte Vaterland...
Seite 461 - Lehren, obschon er selbst tumb (jung, unerfahren) sei, und beginnt mit Gottes und der Frauen Ehre die kurzen Sprüche, die frohes Alter und gutes Ende verheißen. Die letzte Strophe ist der Minne gewidmet: die rosige Schöne hat ihn in der Minne Stricken gefangen, und er will ihr Diener sein. Einer in Berlin aufbewahrten Liederhandschrift des XV. Jahrhunderts Lwwul» '^ ^ von mir in der Beilage mitgeteilten Verse des Schenken von Limburg entnommen.
Seite 10 - Wie können Deutsche und Allemannen nur leben, wenn sie das Andenken an diesen Verlust im Herzen tragen, denn sie haben ihr Bestes mit diesen beiden verloren und nur an...
Seite 358 - zu meinem lieben Gemahl, die mir nicht lieber sein konnte, wenn ich mir auch ein ander Weib zu meiner Frauen erwählt hatte
Seite 48 - dieser Feind wird sich immer finden„lassen." Er hatte bei dem Herzog Albrecht von Oestreich ein Heer Berner mit einem Wald von Stacheln verglichen; der Herzog sprach: „der Nidauer doch za„get vor keinem Feind;" worauf er schwur: „heut „Nidau und nimmer; Leib und Gut verliere ich, ich „will es aber theuer verkaufen.
Seite 179 - ... Der Vaterlandsdichter Walther aber steht auch vd Hagen am höchsten : „Die Wohlfahrt und die Ehre des Deutschen Vaterlandes und Reiches der Christenheit liegt ihm vor allem am Herzen, und schmerzlich betrauert und strenge rügt er, nebst der manigfaltigen Zwietracht der geistlichen und weltlichen Macht, und der letzten wieder in sich, die allgemeine Entartung aller Stände und Alter ...

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