Montierte Texte - hybride Helden

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De Gruyter, 2005 - 271 Seiten
Die im Spatmittelalter uberaus beliebten Dichtungen uber Wolfdietrich gelten in der Forschung als typisch nachklassische Adaptionen mittelalterlicher Erzahlstoffe von geringer asthetischer Qualitat. Die Dichtungen zeigen sich im Uberma handlungsfixiert und prasentieren die unterschiedlichsten Abenteuer. Die Autorin fragt nach den moglichen Funktionen und Ursachen fur ein derart "wildes" Erzahlen und erschliet in einer vergleichenden Untersuchung der einzelnen Fassungen eine eigene Poetologie der Texte. Sie versteht den Handlungsaufbau der Wolfdietriche mit den zahlreichen parallel gefuhrten und teilweise widersprechenden Handlungsstrangen nicht als poetische Fehlleistung, sondern als literarisches Programm. Durch Neukombination und Montage von tradierten und bewahrten Schemata und ihrer spielerischen Variation wird eine Erzahlstruktur geschaffen, die mehrere sinntragende Handlungsstrange miteinander verbindet. Dabei werden die in den traditionellen Erzahlstrategien bereitgestellten Verstandigungsmuster dynamisiert und in der Erprobung durch andere, variierende Konstellationen umbesetzt und erneuert. Der aus dieser Montagetechnik resultierende hybride Charakter der Dichtungen bietet vielfaltige Lektureangebote, worin auch der Erfolg der Texte uber einen langen Zeitraum begrundet liegt.

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Inhalt

Einleitung
1
Überlieferungsgeschichte und Textkritik
23
Historischer Kern Sage Fiktion?
83
Urheberrecht

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2005)

Lydia Miklautsch ist Professorin für ältere deutsche Literatur am Institut für Germanistik der Universität Wien.

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