Wörterbuch der altmärkisch-plattdeutschen Mundart von Johann Friedrich Danneil

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J.D. Schmidt, 1859 - 299 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite vii - Altmärkers aus, wenn sie gleich nicht immer einen tiefen Sinn enthalten, oft nur als Sprachdenkmäler zu" betrachten sind. Auch hier hat man einen grossen Verlust zu beklagen. Der Landmann schämt sich schon sehr häufig seiner Muttersprache, seiner Sentenzen und besonders seiner Spiele, die viel Interessantes hatten. Spiele, die ich vor 60 — 70 Jahren mit angesehen habe, kennt man jetzt grösstentheils nicht mehr, und ich fand in vielen Dörfern in den neuesten Zeiten oft nur eine traumähnliche...
Seite v - Vöggel-Sproak un Snack oder was die Vögel klein und gross im Frühjahr in der Altmark singen und sagen. In plattdeutsche Reimverse gebracht. Neuhaldensleben: Eyraud [1858].
Seite 94 - Tanz mit mir, tanz mit mir, Ich hab' ne bunte Schürze für, Mit mi ok, mit mi ok, Mine is van Kamerdook.
Seite v - Mit jedem Jahre mehren sich die Schwierigkeiten, das Plattdeutsche genau kennen zu lernen, da es mit Riesenschritten seinem Aussterben entgegengeht. Meine- Jugend fiel in eine Zeit, wo der Bürger seinen Jüngern...
Seite v - Mit jedem Jahre mehren sich die Schwierigkeiten, das Plattdeutsche genau kennen zu lernen, da es mit Riesenschritten seinem Aussterben entgegengeht. Meine- Jugend fiel in eine Zeit, wo der Bürger seinen Jüngern Nebenbürgcr, der von der Wanderschaft das Neuhochdeutsche mitbrachte und sich desselben bediente, einen affectirten Narren nannte, während jetzt in den Städten nur selten noch plattdeutsch gesprochen wird und viel...
Seite vi - Sehr verschieden sind auch in der Altmark die Benennungen mancher Pflanzen, Thiere etc. so wie die Bedeutungen, die einzelnen Wörtern innewohnen ;: in einigen Gegenden kennt man einzelne Bezeichnungen, selbst sichtbarer Gegenstände , gar nicht, und andere treten an ihre Stelle ; die Sitten und Gebräuche besonders bei ländlichen Festen, Spielen etc. sind nicht selten in benachbarten Dörfern verschieden.
Seite 231 - Bauerufelder noch im Gemenge lagen, bestimmte der Schulze, wenn das Mähen seinen Anfang nehmen sollte; Tags vorher ward Ummläp holln, dh es ward ein paar Stunden zur Probe gemäht, am folgenden Tage aber vullwr.g mcit.
Seite 112 - Unterlasse er die Darreichung der Speise auch nur ein einzigesmal, so zieht der Kobold ab u. la'sst auch wohl das Haus in Feuer aufgehen, nachdem er vor dem Abzüge ein gewaltiges Getöse durch ein Zu~ sammenwerfen aller Gegenstände, die sich auf dem Boden befinden , verursacht.
Seite 148 - S. unten. nulk'n, nulk'n, von Säuglingen gebraucht, die, wenn sie gesättigt sind, noch gern die Brust im Munde behalten, ohne zu saugen, oder doch nur sehr wenig saugen.
Seite 180 - Satt', irdenes oder gläsernes Gefäss für die Milch, damit in demselben sich die Sahne abscheidet. Ist dies Gefäss aus Holz und grosser, so heisst es : Tin.

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