Traumstadt und Armageddon: Zukunftsvision und Weltuntergang im Science-Fiction-Film

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Ares Verlag, 01.01.2007 - 240 Seiten
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Nicht in allen Science-Fiction-Filmen erscheint die Zukunft als technisches Wunderland, wie etwa in der beliebten Star-Trek-Serie. Zahlreich sind auch "Dark-Fiction-Filme", die eine düstere Zukunft zeigen: von Umweltkatastrophen oder einem Zerfall der Gesellschaft durch Gewalt und Bürgerkrieg geprägt, vom totalitären Machtmißbrauch bis hin zur Gedankenkontrolle bestimmt, oder einem Zustand völliger Anarchie nach dem Untergang aller staatlichen Strukturen ausgeliefert. Hinter der Fassade des Action- und Unterhaltungsfilms verbirgt sich oft eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den Entwicklungstendenzen unserer Gesellschaft und der Frage, welche Folgen diese zeitigen werden. Welches Weltbild vermitteln die Filme dieses Genres? In ökologischen Katastrophenfilmen wird die Frage nach den möglichen Folgen unserer Wirtschaftsweise gestellt. Doch auch andere Aspekte und Entwicklungstendenzen des liberal-kapitalistischen Systems werden in Zukunftsfilmen kritisch behandelt und oft ein ganz anderes Menschenbild gezeigt als das heute vorherrschende. Unterhaltsam werden in diesem Zusammenhang zahlreiche Klassiker dieses Filmgenres vorgestellt. Das Spektrum reicht dabei von den gängigen Fortschrittsutopien der 1950er Jahre über die Endzeitfilme der 1980er Jahre bis zum Cyberpunk und der Neoromantik der Gegenwart. Science-Fiction-Filme als Ausdruck grundlegender Kulturkritik - diese Sichtweise eröffnet einen faszinierend-neuen Blick auf die Filmgeschichte.

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