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der Länder, in welchen der Krieg zu führen war, bestimmt. In jenem Lande aber, welches durch einen feindlichen Angriff unmittelbar bedroht war, musste die ganze waffenfähige Bevölkerung an der Landesvertheidigung (lantuweri, Landwehr) theilnehmen 5). Seine Vasallen konnte der König nach seinem Belieben zum Kriegsdienste aufbieten, sie mochten Benefizien haben oder nicht 6). Wurde einer der Grossen (seniores) aufgeboten, so war er schuldig, auch seine Vasallen in das Feld mitzubringen); auch verlangte der König mitunter, dass die seniores ihre Vasallen zum Heere stossen lassen sollten, wenn auch sie selbst durch den Dienst am Hofe abgehalten waren, dieselben persönlich anzuführen %).

IV. Der Heerbann wurde von der Bevölkerung als eine grosse Last betrachtet; dies beweisen die mancherlei Versuche, sich demselben zu entziehen 8a), wie z. B. durch den Eintritt in ein Kloster 8b), oder dadurch, dass Leute, die schon einen Senior hatten, sich noch einem anderen Herrn commendirten, der nicht aufgeboten war, um mit diesem zurückbleiben zu können. Ueberall sahen sich daher die Könige veranlasst, das unge

5) Cap. a. 807 (Pertz, Legg. I. 149) c. 5: „Si partibus Hispaniae sive Avaritiae solatium fuerit necesse praebendi, tunc de Saxonibus quinque sextum preparare faciant; et si de partibus Beheim fuerit necesse solatium ferre, duo tertium preparent. Si vero circa Surabis patria defendenda necessitas fuerit, tunc omnes generaliter veniant.“ Conventus ap. Marsna m. a. 847. Adnuntiatio Caroli Calvi. „Et volumus, ut cujuscunque nostrum homo, in cujuscunque regno sit, cum seniore suo in hostem vel aliis suis utilitatibus pergat; nisi talis regni invasio, quam lan tuweri dicunt, quod absit, acciderit, at omnis populus illius regni ad eam repellendam communiter pergat.“ Vergl. Legg. Langob. Guido. c. 4. (Siehe unten Note 17.)

6) Es ist dies die Rechtsfolge ihrer besonderen Commendation. Siehe §. 10.

?) Karol. M. cap. 803 de exercitu promov. c. 4 (Pertz I. 119) bestimmt, dass ein Graf von seinen „Vassis casatis“ nur zwei zum Dienste seiner Gemahlin, und zwei zur Besorgung seines Amtes zurücklassen darf: „ceteros vero omnes secum pleniter habeat.“ Luitprand. c. 83 bestimmt umständlich, wie viele Leute ein judex, sculdahis und saltarius vom Heerbann befreien (in exercitu dimittere) darf, um während seiner Abwesenheit auf seinen Gütern zu scharwerken. L. Wisigoth. IX. t. II. c. 9 gebietet jedem aufgebotenen freien Manne, den zehnten Theil seiner servi bewaffnet mitzubringen.

8) Karol. M. cap. a. 811 c. 7 (siehe oben §. 10 Note 83). Mitunter wurde aber den Grossen in diesem Falle gestattet, ihre Vasallen bei sich zurück zu behalten; z. B. Karol. M. cap. de exercitu promov. a. 803 c. 9; vergl. c. 4 ibid.

8a) Cap. Karol. M. a. 811: „de causis, propter quas homines exercitalem obeditionem dimittere solent.“ (Pertz, Legg. I. 168.)

8b) Karol. M. cap. ad Theod. villam, a. 805 c. 15 (Pertz, Legg. I. 134); Verbot, ohne k. Erlaubniss „ad servitium Dei se tradere; pro exercitu vel alia functione regali fugienda.“ Ansegisus, I. c. 114; ibid. I. 286.

9) Dieses „se per patrocinia diversorum occultare verbietet schon L. Wisig. IX. t. II. 9; ebenso Cap. Karol. M. a. 811 c. 8 (Pertz, Legg. I. 169).

horsame Ausbleiben mit hohen Bussen zu belegen 10), und die Fälle ausdrücklich zu bestimmen, in welchen ein Mann für entschuldigt gelten sollte 11). Ebenso wurden auch die Beamten in hohe Strafen genommen, wenn sie gegen die gesetzliche Vorschrift Leute vom Heerbann befreiten oder entliessen 12). Besonders häufig kamen die königlichen Beamten mit den Bischöfen und deren Beamten in Streitigkeiten, da diese die Befreiung ihrer Hintersassen und Hörigen als ein allgemeines Herkommen zu behaupten versuchten 13). Das Aufbieten des Heerbannes hiess in hostem bannire 14), auch exercitum

8. promovere 15). Leistung des Heerbanndienstes hiess: in exercitu ambulare 16), in hostem 8. hostiliter pergere 8. exire '7), scutum dominicum sequi 18), auch cabal

commovere

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10) L. Rip. LXV. §. 1: „Si quis legibus in utilitatem regis, sive in hoste seu in reliquam utilitatem bannitus fuerit, et minime adimpleverit, si aegritudo

non detenuerit, LX sol. multetur.“ Romani und homines ecclesiastici zahlten in gleichem Falle die Hälfte; ibid. §. 2. Vergl. Ines (an. gelsächs. Ges.) c. 51, bei Schmid p. 25 u. s. w. Das Zahlen dieses Strafgeldes hiess bei den Franken: „hariban num rewadiare;“ Karol. M. cap. de exercitu promov. a. 803 c. 9 (Pertz, Legg. I. 120); ejusdem cap. Aquisgr. a. 810 c. 11; (ibid. I. 163); sonst auch „heribannum persolvere.“ (Siehe oben Note 1 a.) Vergl. Legg. Guidonis, c. 4 (s. Note 11).

11) L. Rip. LXV. §. 1: „aegritudo.“ Guido, Legg. c. 4: .. nisi aliquibus su mnis, aut ceteris impedimentis, quae legibus continentur, detentus fuerit, widrigild suum componat.“ Andere Fälle s. Note 7. 8. Welche Fälle als sumnis (Säumniss), d. h. justa causa absentiae, später sog. Ehehaft betrachtet werden, zeigt L. Sal. Herold. de incendiis, XIX. §. 6.

12) Siehe oben Note 1 a) u. 11). – Dass hier sehr oft Bestechung vorkam, zeigt L. Wisig. IX. tit. II. in mehrfachen Stellen. Den Unfug, dass Bischöfe, Aebte und Grafen freie Leute vom Heerbann unter dem Vorgeben befreiten, dass sie ihre Ministerialen und zu ihrem Dienst zu Hause unentbehrlich seien, zeigt Karol. M. cap. de exercital. a. 811 c. 4 (Pertz, Legg. I. p. 168). Ueber die Strafe, vergl. z. B. Luitprand. c. 83: „Et si amplius judex vel sculdahis aut saltarius dimittere praesumserit homines sine regis permisso aut jussione, qui in exercito ambulare devit (debet), componat wirigild suo in sagro palatio.“ Sehr ausführlich ist hierüber L. Wisig. IX. t. II.

13) Schon bei Gregor. Tur. VII. 42 berufen sich die Kirchenvorsteher auf eine solche Gewohnheit: „quia non habuerunt (Scti. Martini homines) consuetudinem, in talibus causis abire.“

14) L. Rip. LXV. §. 1 (Note 10). Die Synonymität von hostis und exercitus bestätigt Gregor. Tur. Contin. XI. 98, woselbst das Heer Pipin's „hostis Pippini ducis" genannt wird; ebenso heisst in L. Wisigoth. IX. t. II. 6 der oberste Heerführer „praepositus hostis.“

15) Siehe das Rubrum des Cap. Karol. M. de exercitu promovendo (Note *).

Gregor. Tur. gebraucht abwechselnd „movere, commovere, promovere exercitum ;“ z. B. VII. 24; VIII. 28; IX. 18; XI. 78; auch commonere; VII. 29.

16) Luitprand. 83 (siehe Note 12); vergl. auch L. B ajuv. II. c. X. §. 1.

17) Vergl. z. B. L. Wisigoth. IX. t. II. c. 5; Cap. Pippin. a. 768 C. 6 (Pertz, Legg. II. 14). Guido, c. 4: „Si comes ad defensionem loci patriae arimannos suos hostiliter praeparare monuerit.“

18) Glossar, Cavense; v. arimannus (s. oben §. 16 Note 1; „dem Heerschild folgen.“

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licare 19). Der Mann selbst hiess von dem Augenblicke an, wo er zum Heere stiess, „homo in hoste 8. in truste 20), und hatte bei den Franken sofort dreifaches Wehrgeld ? 1).

Bei den Franken wurde jährlich im März, seit Pipin dem Mittleren aber manchmal im Mai, was dann Karl d. Gr. zur allgemeinen Regel erhob, eine Heerschau (campus Martius s. Madius) über die heerbannpflichtigen Leute vorgenommen 22). Gleichzeitig mit dieser Versammlung des Heeres, die zugleich als Volksversammlung galt 28), wurde häufig ein Reichstag abgehalten 24); auch wurden ihr die von dem Könige mit den Optimaten schon vorher beschlossenen Gesetze bekannt gemacht, und da wo es nöthig schien, das Volk zur Zustimmung und Billigung durch Zuruf (acclamatio populi) aufgefordert 25).

VI. Während des Feldzuges musste jeder sich selbst unterhalten 26).

19) Rachis, c. 4: „arimannus (i. e. homo exercitalis) quando cum judice suo caballicaverit.“

20) L. Sal. Herold. LXVI. §. 1. In gleichem Sinne steht bei Pipin, cap. a. 768 c. 7: „dum apud nos fuerit.“ Glossar. Cavense: „in exercitu“ i. e. in publico hoste. Ueber ļdas synonyme „homo in truste“ s. oben §. 10 Note 49.

21) Siehe oben §. 9 X. Dies wiederholt noch Karol. II. (Calvi) cap. Carisiac. a. 877 c. 20 (Pertz I. 540).

22) Vom campus Martius siehe Annal. Met. a. 692. Die Verlegung durch Pipin II. auf den Mai berichtet Fredegar, c. 131.

23) Siehe oben §. 34 Note 1.

24) Fredegar, l. c.: „Commoto omni exercitu Francorum (Pipinus) ad Aurelianis veniens ibi placitum suum campo Madio pro utilitate Francorum instituit.“ Für einen Reichstag selbst wollte den camp. Martius halten, Montag a. a. 0. I. 2. Abth. S. 68.

25) Diese „interrogatio populi“ ist mitunter in den Capitularien ausdrücklich angeordnet, Karol. M. capp. minora a. 803 C. 19 (s. Bd. I. §. 17 Note 10). Auch bei den Langobarden war es üblich, die vom Könige nach Einvernehmen der judices (Grafen) gefassten Beschlüsse dem Volke zur Zustimmung in derselben Art vorzulegen, wie dies bei dem Gerichtsverfahren binsichtlich der colla udatio der Urtheile (s. oben §. 13 Note 23) der Fall war; z. B. Rachis, Prolog (bei Baudi a Vesme vor c. 5): „Sed nobis et nostris judicibus atque Langobardis adstantibus (dem sog. Umstand) justum comparuit.“

26) Jeder musste sich auf drei Monate selbst verproviantiren. Cap. Karol. M. Bonon. a. 811 (Pertz, I. 173) §. 8: „Constitutum est, ut secundum antiquam consuetudinem praeparatio ad hostem faciendam indicaretur et servaretur i. e. victualia de Marcha ad III menses etc. Plünderung des Landes durch die eigenen Truppen war nicht selten die Folge davon. Gregor. Tur. VIII. 30, X. 3. Auch kamen bald jährliche Lieferungen der Bauern, freilich anfangs rechtswidrig erpresst, unter dem Namen fordrum (Forderung) in Uebung (Astronomi vita Ludov. c. 7), woraus allmählich eine ständige Abgabe erwuchs, welche auch den Namen he riba nnus, a ribannus führte. Savigny I. 173; II. XVI. Luitprand. c. 83 bestimmt, wie viele Lastpferde (saumas) jeder Beamte nach seinem Range in seinem Amtsbezirke zu seinem Bedarfe während

Der Dienst wurde von jeder Gaugenossenschaft (pagenses, compagenses) unter der Anführung des königlichen Beamten (judex, comes) geleistet 27), von den Insassen einer kirchlichen Immunität aber unter der Anführung des Vogtes (advocatus) dieser Kirche 28). Die Vasallen und Hintersassen erschienen gewöhnlich unter der Anführung ihres Herrn: wenn aber dieser am Feldzuge keinen Theil nahm und keinen Stellvertreter an seiner Statt sandte, unter der Anführung des Grafen, in dessen Bezirke sie ansässig waren 29). Nach der Rückkehr von einem Kriegszuge und Entlassung des Heerbannes (armorum positio) wurde jedem Manne, der an dem Auszuge Theil genommen hatte, bei den Franken eine vollkommene Ruhe in der Art von Gerichtswegen gewährt, dass er in den nächsten vierzig Tagen weder zur Ableistung eines gerichtlichen Eides, noch auch zur Abwartung eines gerichtlichen Termines überhaupt angehalten werden konnte 30).

des Feldzugs requiriren darf, wogegen die Eigenthümer der Pferde vom Aufgebot frei bleiben.

27) Luitprand. c. 83. - Karol. M. cap. a. 811 (Pertz, I. 172) c. 7: „cum comite, cujus pagenses sunt.“ Guido, c. 4 (s. Note 17). Noch jetzt hat sich die Bezeichnung „Compagnie“ für die einzelnen Abtheilungen eines Schlachthaufens (Bataillons) erhalten.

28) Die advocati der Bischöfe nahmen in deren Immunitäten ursprünglich dieselbe Stellung ein, wie die centenarii in den Grafschaften. Vergl. z. B. Pipin. cap. a. 782 (Pertz, I. 43) c. 6: „Et hoc statuimus, ubicunque pontifex substantiam habuerit; advocatum habeat in ipso comitatu“ etc. Vergl. Karoli M. cap. de exercitu promov. a. 803 c. 3 (Pertz, I. 119).

29) Cap. a. 803 de exercitu promov. c. 4 (Pertz, I. 119); vergl. mit c. 7 Cap. a. 811 Bonon. (Pertz, I. 173). (Siehe oben §. 10 Note 83.)

30) Die armorum positio“ mit dieser rechtlichen Wirkung erwähnt zuerst L. Rip. LXVII. 2, nur dass daselbst (unverkennbar ein Schreibfehler) im zweiten Theile des Satzes nur eine Frist von 14 Nächten anstatt von 40 Nächten angegeben ist. Ausführlicher ist darüber: Cap. Ludov. Pii. Wormat. a. 829 (Pertz, Legg. I. 352) C. 14: „Postquam comes et pagenses de qualibet expeditione hostili reversi fuerint ex eo die super XL noctes sit bannus rescisus, quod in lingua Thiudisca scaft-legi (al. scahft-, scast-, scat-, scatslegi) i. e. armorum depositio vocatur.“ (Ebenso: Capp. Append. IV. c. 114, bei Georgisch p. 1828 ; und Karoli II. (Calvi) Edict. Pistense, a. 864 c. 33 Pertz, I. 'p. 497.) Bannus rescisus (resisus, recisus) wird wohl am richtigsten von der hier bewilligten Einstellung der gerichtlichen Verhandlung (Suspension des Gerichtsbannes) verstanden werden; vergl. auch Marculf. Form, append. Nr. II. ; von scast-, scaft- oder scat-legi ist die Bedeutung „armorum depositio" in den Quellen selbst angegeben. In gleichem Sinne steht im Sächs. Lehnr. a. 4 §. 1, dass der Mann (Vasall) sechs Wochen nach der Heerfahrt „vrede und schacht- (scacht-, schafft-, scat-, stat-) rowe“, d. h. (nach Homeyer, Note 14 zu diesem Art. 4) Schaftruhe (Lanzen- oder Waffenruhe) haben soll, 80 dass er von seinem Lehnsherrn in dieser Zeit weder vor das Lehngericht geladen, noch zum Dienst aufgeboten werden darf. Du Cange verweist auf ein dänisches schotlage oder schiotlegge (von Sciolt, Schild) Schildlegung, womit die Variante „erischild“, bei Pertz, I. p. 352, 2, übereinstimmen würde. Schilter, Gloss. V. scastlegi, erklärt scat: „arma quibus nocemus“; in seinem Commentar zum Jus feudal. Alamannic. (1728) c. VII. §. IX. p. 156 denkt er aber an „sat ruwe“ quies posita.

Eine ähnliche Bestimmung findet sich in dem Edictum des Langobardenkönigs Aistulph. Hiernach sollte kein Schuldner oder Bürge, welcher dem Aufgebot folgen musste, je nachdem er zu demselben oder einem anderen Gerichtsbezirke wie.der Gläubiger gehörte, innerhalb zwölf, bez. zwanzig Tagen vom Ausmarsch an und ebenso viel Tagen nach der Rückkehr ausgepfändet werden dürfen 80 a).

VII. Ausser dem Rechte, eigentliche Kriegsdienste oder die sogen. Heerfolge zu gebieten, enthielt aber der königliche Bann auch das Recht, das Volk zur Verfolgung von Verbrechern, gefährlichen Landstreichern, geraubten und gestohlenen Sachen auf der Spur („vestigium minare“) aufzubieten, was später die Landfolge genannt wurde. Dies erwähnen schon die capitula, welche dem K. Chlodowig zugeschrieben werden 31), und das Edictum Chilperici 32): förmlich organisirt wurde aber diese Landfolge durch die decretio, welche Chlotar II. um das Jahr 596 als Vollzugsverordnung zu dem mit Childebert II. im J. 593 geschlossenen Pactum pro tenore pacis erlassen hat 38), und woraus erhellt, dass diese Könige sich bereits auch das Recht der Nacheile, d. h. der Verfolgung der flüchtigen Verbrecher über die Landesgrenze in andere Gebiete, gegenseitig zugestanden hatten %*). Auf das Aufgebot des Volkes zu diesem Zwecke geht insbesondere der Ausdruck trustis (des Volkes Trost) und solatium 35). Auch das Unterlassen der Landfolge war mit Strafe bedroht, doch betrug diese, wenigstens in der älteren eit, nur den vierten Theil der Strafe, welche durch Unterlassung

30 a) Edictum Aistulphi, c. 21. Eine ähnliche Begünstigung ist auch den Militärpersonen während des neuesten Krieges bezüglich des gerichtlichen Vollstreckungsverfahrens in mehreren deutschen Staaten gewährt worden.

31) Cap. Chlodovechi, c. 1 (Pertz, Legg. II. 3): „De mitio fristito.“ „Si quis truste (1. trustem) dum vestigio minant, detenere aut battere praesumserit, 2500 dinarios, qui faciunt sol. 63 (62/2) culp. jud.“ - Ueber die Bedeutung von mitio fristito s. oben §. 10 Note 47.

32) Edictum Chilperici, C. a. 561-584 (Pertz, II. 11) c. 10: „De trotia (corrump. tronia) vero sic convenit observare, ut sicut antea consuetudo fuit sub temporibus patris et genitoris nostri, sic sequatur et mali homines reprimantur.“ In dem vorangehenden cap. 9 findet sich die erste Erwähnung der Landstreicher: „malus homo, qui male in pago faciat, et non habeat ubi consistat, nec res unde componat, et per silvas vadit.“

33) Decretio Chlotarii II. a. 596 (Pertz, Legg. I. 11). Unverkennbar hatte Chlotar dabei nicht nur den Pactus pro tenore pacis v. J. 593 (ibid. I. 7), sondern auch die Vollzugsverordnung Childebert's II. vom 29. Febr. 596 (ibid. p. 9) bereits vor Augen.

34) Decretio Chlotarii II. (ibid. I. 13) c. 8: „Et quia Deo propicio inter nos germanitas, vinculum caritatis custoditur, centenarii ergo vel qui in truste esse dicuntur, inter communes provincias licentiam habeant latrones persequere vel vestigia adsignata menare.“

35) Siehe oben §. 10 Note 45 and 47; und hier Note 1. 31. 32. 33.

c.

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