Band 3: Die diplomatische Korrespondenz Kurfürst Maximilians I. von Bayern mit seinen Gesandten in Münster und Osnabrück: Dezember 1645 - April 1646

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Kommission für bayerische Landesgeschichte, 01.12.2018 - 662 Seiten

Die Verhandlungen auf dem Westfälischen Friedenskongress traten mit der Ankunft des kaiserlichen Prinzipalgesandten Maximilian Graf von Trauttmansdorff in Münster am 29. November 1645 von der Phase des gegenseitigen Abtastens und der Klärung verfahrenstechnischer Vorfragen in die der Beratungen über die materiellen Friedensbedingungen über. Kurfürst Maximilian I. von Bayern, der seit dem Herbst 1644 den Kaiser zu einem Verständigungsfrieden mit den ausländischen „Kronen“ Schweden und vor allem Frankreich gedrängt hatte, hatte nicht unwesentlich zur Entscheidung Ferdinands III. beigetragen, seinen leitenden Minister zum Kongress zu entsenden, sah seine Hoffnungen, dieser werde durch territoriale Zugeständnisse insbesondere an Frankreich die Friedensverhandlungen rasch zum Erfolg führen, aber alsbald enttäuscht. Dies veranlasste den Kurfürsten, der als einziger militärisch bedeutender Verbündeter der Habsburger im Reich über erhebliches Druckpotential verfügte, dieses massiv zur Geltung zu bringen, um dem Kaiser und Trauttmansdorff jenes Zugeständnis an Frankreich abzuringen, das aus bayerischer Sicht conditio sine qua non einer Verständigung war: die Abtretung der habsburgischen Gebiete und Rechte im Elsass. Dabei gerieten die bayerischen Gesandten in Münster, Georg Christoph Freiherr von Haslang und Dr. Johann Adolf Krebs zeitweise in die Rolle von inoffiziellen Vermittlern zwischen dem Kaiser und Frankreich. Mit dem Bericht der Gesandten an den Kurfürsten über das Elsass-Angebot Trauttmansdorffs vom 14. April 1646 schließt der Band.

Aufschlussreich sind aber auch die Quellen über den Beginn der Verhandlungen zwischen katholischen und protestantischen Reichsständen über die konfessionsrechtlichen Friedensbestimmungen. Dabei konnte der im Januar 1646 als bayerischer Vertreter im dortigen Fürstenrat in Osnabrück eintreffende Gesandte Johann Ernst trotz der Unterordnung über seine Kollegen in Münster sich allmählich ein eigenes Profil erarbeiten.

 

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Inhalt

Einleitung
1
Edition
1
Dezember 1645
3
Januar 1645
143
Februar 1646
248
März 1646
359
Anfang April 1646
508
Anhang
605
Index
609

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Bibliografische Informationen