Das "Ahnenerbe" der SS, 1935-1945: ein Beitrag zur Kulturpolitik des Dritten Reiches

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R. Oldenbourg, 2006 - 529 Seiten
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Standardwerk der NS-Forschung: Die Schutzstaffel Heinrich Himmlers entfaltete wahrend des Dritten Reiches hochste Aktivitat, und das nicht nur als Agent totalitarer Machtvollstreckung. Kater zeigt, dass die SS den ernsthaften Versuch einer Infiltration des deutschen Kultur- und Geisteslebens unternommen hat, aus Motiven, die nicht zuletzt in der bizarren Personlichkeit Himmlers selbst begrundet liegen. Himmlers SS-Forschungsamt "Ahnenerbe" entwickelte sich, uber den Umweg anfangs noch harmlos anmutender geisteswissenschaftlicher Projekte, zu einem der gefahrlichsten Instrumente nationalsozialistischer Kulturpolitik. Dennoch vermochte sich das "Ahnenerbe" nie zur obersten Kulturbehorde des Dritten Reiches, nicht einmal der SS, auszuwachsen. In einem Prozess der institutionellen Selbstvernichtung, der sich innerhalb der Schutzstaffel vollzog, wurde es sogar fast zerrieben. Der Verfasser charakterisiert die SS nicht als monolithisches Gebilde, sondern als "Spielfeld parasitarer Krafte, die im Neben- und Gegeneinander wirkten." Er reiht sich damit in die Gruppe jener Historiker ein, die den Fuhrer-Staat Hitlers als Ausdruck eines auf allen Ebenen wuchernden Machtpluralismus interpretieren und nicht als eine zielbewusst gelenkte, allzeit geschlossene Monokratie."

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