Die deutschen Staatsgrenzen: rechtshistorische Grundlagen und offene Rechtsfragen

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Mohr Siebeck, 2004 - 744 Seiten
English summary: It is not only historians, social scientists and geographers who are concerned with national boundaries. Since every state has its own territory, defining its limits has always been of great significance in international relations. It is therefore surprising that up to now there has not been an in-depth study of this subject as it pertains to German boundaries. In order to close this research gap, Daniel-Erasmus Khan makes use of legal science and academic disciplines bordering on this in his work. The author analyzes the legal and historical dimensions of the foundations of the Federal Republic of Germany which were partially laid in the Middle Ages and in addition gives a multifaceted picture of the legal systems pertaining to the various German boundaries. German description: Staatsgrenzen sind ein Phanomen, das nicht nur Historiker, Sozialwissenschaftler und Geographen angeht. Als konstituierendes Element (moderner) Staatlichkeit stellt die Grenze vielmehr auch ein genuin rechtswissenschaftliches Thema von eminent praktischer Bedeutung dar. Um so erstaunlicher ist es daher, dass eine monographische Behandlung der Grenzen des deutschen Staatsgebietes bisher nicht existiert. Mit weit mehr als nur fluchtigen Seitenblicken auf die benachbarten Wissenschaften unternimmt es Daniel-Erasmus Khan, diese Forschungslucke zu schliessen. Die teilweise bereits im Mittelalter gelegten Fundamente des raumlichen Umfangs der Bundesrepublik Deutschland werden nicht nur ganz allgemein in ihrer (verfassungs-)rechtshistorischen Dimension dargestellt und analysiert. Der Autor zeichnet vielmehr ein uber die engen Grenzen der Fachdisziplin hinausweisendes, facettenreiches Bild des Rechtsregimes aller Grenzen Deutschlands zu seinen neun Nachbarstaaten sowie gegenuber den staatsfreien Gebieten Luftraum, Meer und Erdinneres. Einen Schwerpunkt der Untersuchung stellt in diesem Zusammenhang die rechtliche Aufarbeitung derjenigen Grenzabschnitte dar, die noch heute vom Regelfall der linearen Grenzziehung abweichen bzw. Restbestande unklarer und verschrankter Rechtsverhaltnisse fruherer Jahrhunderte aufweisen. In einer uber die Territorialverschiebungen des letzten Jahrhunderts hinaus erweiterten rechtshistorischen Perspektive erweist sich schliesslich, dass jedenfalls von einem generellen Erosionsprozess des raumlichen Umfangs des Staatsgebietes Deutschlands bzw. seiner Territorien keine Rede sein kann, sondern dass das Rechtsregime der deutschen Aussengrenzen vielmehr ganz im Gegenteil durch ein erstaunlich hohes Mass an rechtshistorischer Kontinuitat und Stabilitat gekennzeichnet ist.
 

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Inhalt

Die Staatsgrenze
16
Die normative Erfassung der Grenzen des Staatsgebietes
28
Die Übernahme des substantiellen Inhalts des bestehenden Grenzregimes
339
Die deutschdänische Grenze
347
Die dauerhafte Stabilität des Versailler Grenzregimes
395
Urheberrecht

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2004)

Daniel-Erasmus Khan, Geboren 1961; Studium der Rechtswissenschaften in Marburg, Genf und Munchen; 1996 Promotion; 2003 Habilitation; Privatdozent an der Universitat Munchen; zur Zeit Lehrstuhlvertretung an der Universitat in Bayreuth.

Bibliografische Informationen