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11,000 Mann betragen. Kaiser Napoleon war von der Wichtigkeit dieses Punktes so durchdrungen, daß er sich zweimal dabin begab, um die Vertheidigungsanstalten des Gen. Gerard zu leiten und zu ordnen.

Angriff des III. Armeekorps auf Dienville.

Der F3M. Graf Gyulai wurde um fünf ubr Abends von dem FM. Fürst Sdwarzenberg, durch deffen General - Adjutanten Oberst Graf Paar, beaufs tragt, Dienville zu nehmen. Fast zur nämlichen Zeit kam dem Feldjeugmeister auch vom FM. Blücher eine gleidlautende Weisung zu. – Gyulei führte die Divi: fion Fresnel zum Angriff. an der Spißc der Kolonne marfirte das dritte, vom Hauptmann fößel befeb: ligte Bataillon des Infanterie s Regiments Erzberzog Ludwig. Dieses rückte im Sturmschritt vor, drang von der Wafferseite in die Berrammlung ein, und alle Frans josen, welche sich dies seits der Brücke, auf dem linken Ufer, befanden, wurden niedergemacht oder gefangen. Die Brigade Pflüger unterstüßte jenes tapfere Bataillon, und befekte die viesseitigen Häuser des Ortes. -Hauptmann Fößel versuchte es nun, auch die Brücke zu ers stürmen. Aber die doppelte Verrammlung hinderte das Vordringen. Ein verbeerendes Feuer wurde von dem jenseits der Brücke stehenden Kirchthurm, aus den Häusern und über die benachbarten Mauern auf die Stürmer gerichtet. Die mit glänzendem Muthe son den Hauptleuten Fő fel, Henriquez und Steger ausgeführten Angriffe scheiterten. Der Leştere fiel, mit dem Oberlieutenant Simonskyi und Fähnrid Prokop.

Die Brigade Ezollid war indeß vor Unienville angekommen. Das Regiment Würzburg löste die bisher

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um den Besit der Brücke kämpfenden Sruppen ab. Der Sturm wurde nun neuerdings begonnen, und unter dem beftigsten feindlichen Feuer die Verrammlung einfeln und stückweise aus dem Wege geschafft. Obwohl der Oberst Demontant, die Hauptleute Eliatschek und Hager, und viele andere Offiziere, ihre Abtheilungen mit größter Tapferkeit anführten, so gelang es ihnen dennoch nicht, die im Kirchbof und in den zur Brücke führenden Seitengassen aufgestellten französisden Kos lonnen, die mehrmals durd frisde Truppen abgelöst wurden, zum Weichen zu bringen. So mußte denn auch die Brücke wieder geräumt werden. - Das Östreichische Gescut am rechten Ufer fekte sein Feuer gegen das Dorf und die hinter demselben aufgestellte Division Dus four ununterbrochen fort. Eroberung des Dorfes la Gibrie durch den Kronprinz von Würtemberg mit dem

IV. Armeekorps. Das IV. Urmee korps fekte fide vor Tagesanbrud in Marro, um bis nad act Uhr Vormits tags auf den Köben von Eclance einzutreffen. Der Ges neral Walbleben führte die Avantgarde von Fresnan über Levigny. Eine Kolonne der Haupttruppe ging von Maisons, ebenfalls über Levigny, die zweite von Arrentieres gerade durch den Wald. Die Zwölfpfünders Batterie war bei Bar sur Aube zurückgelassen worden, weil sie auf dem durch das Ibauwetter rebr durdweichs ten Boden den Bewegungen der Truppen nicht hätte folgen können. - 21% das Armeekorps zur bestimmten

als Stunde bei Eclance eintraf, fand es den Ort nodo von dem Korps Alsusiew besegt, welches sich dann, bei

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der allgemeinen Vorrückung, dem Korp8 Saden an: fdloß, während das III. Armeekorps dem Lekteren zur Unterstügung nachfolgte.

Nach der Disposizion war es die Aufgabe des Kronprinzen, mit dem IV. Urmeekorps von Eclance nach Chaumesnil vorzudringen, und sich dort mit dem von Sommevoire kommenden V. Urmeekorps zu vereinigen. Zwisden Eclance und dem auf einer beberr: fchenden Hobe liegenden Dorfe la Gibrie, über wel. ches der Kronprinz den Weg nehmen mußte, liegt der fumpfige und unwegfarne Wald von Beaulieu, der mit mebreren französischen Bataillons besetzt war. Das IV. Armeekorps sollte den Feind aus diesem Walde vertreiben, und dann erst noch einen Weg für den Durchmars bereiten.

Gen. Stockmaner drang mit der Avantgarde: den Teichten Infanterie: Regimentern Nr. 9 und 10, in den Wald, und mußte dem sich hartnäckig vertheidigenden Feinde jeden Søritt des Bodens abringen. Der østreis childe Hauptmann Wonjatschek, mit seiner PionnierKompagnie, suchte den beinaße ungangbaren Weg To gut, als es in der Eile möglid war, herzustellen. Mit unbeschreiblicher Sowierigkeit folgten die Kavallerie und reitende Artillerie der Uvantgarde zur Unterstüßung. Nach einer galben Stunde war der Wald erobert, und das vor demselben in Bereitsd aft gestandene Armees korps konnte nun der Avantgarde nachziehen. Die Eins nahme des Waldes batte aud die mittelbare gute Folge, daß der Feind sich dadurch veranlaßt sab, die bewaldete Höhe links vor Eclance zu verlaffen, welde bisher den Vormarsch des GL. Alsusiew gehindert batte. Jene Feinde zogen sich nach den vor la Gibrie liegenden Höhen zur

rüd. Der grundlose Weg gestattete es nicht, das Ges fbüg lonell genug vorzubringen. Der Kronprinz mußte dessen Mitwirkung bei dem bevorstehenden Angriff ents bebren.

Kaum hatte der Kronprinz den jenseitigen Rand des Waldes von Beaulieu erreidot, so ließ er, unter der Deckung von 2 leiðten Bataillons, das Regiment Herzog Louis Jager zu Pferd Nr. 2 vorbreden, um die auf der Höhe vor la Sibrie aufgestellte feindliche Kavallerie zu vertreiben. Dod diese erwartete den Uns griff nicht, und verfdwand. Der Oberst Geisberg holte bingegen das Ende der aus dem Walde von Beaulieu geworfenen Infanterie ein, und machte 30 Gefangene. Da diese Infanterie so eben das Dorf erreichte, so konns ten die Jäger sie nicht weiter verfolgen.

Das Dorf la Gibrie bot den Bertheidigern große taktische Vortbeile. Es war von Marschall Pics tor mit vielen Truppen und Geschüß bereßt worden. So lange der Feind sich in diesem Dorfe erhielt, war das IV, Armeekorps nicht gefidert, fid jenseits des Wals des von Beaulieu behaupten zu können. Uuch die Vors rückung des Zentrums unter GL. Sacken links, und jene des äußersten rechten Flügelb unter Gen. d. Rav. Graf Wrede rechts, waren flankirt, erschwert, gebins dert. – Der Gen, Stockmayer erhielt den Befehl, mit der Infanterie der Avantgarde (den Regimentern 9 und 10), unterstüßt von dem Infanterie-Regiment Nr. 2, jenes Dorf zu nehmen. Zugleid bewegte sich die würtembergische Reiterei gegen die linke Flanke Victors. Dieser so wichtige Punkt wurde mit unwiderstehlicher Zapferkeit angegriffen, und nad lebhaftem Kampfe erobert. Die geslagenen Bertheidiger jo

gen sich in das nabgelegene Dorf Petit-Mesnil zurück.

Der Kronprinz rief nun noch zwei Kavallerie-Regia menter und eine reitende Batterie aus dem Walde von Beaulieu , welden diese Truppen mit größter Anstrengung paffirten. Der hintere Sheil der Infanterie stedte aber noch in diesem Defilee, und wand fich mühsam vorwärts.

Marsdal Victor führte, von dem Dorfe Petite Mesnil aus, viele Infanterie und mebrere Batterien gegen la Gibrie vor, und befahl, dieses Dorf wies der zu erobern. Der Kronprinz ließ, zu Stockmayers Unterstüßung, noch den Gen. Dörring mit dem Infans terie-Regiment Nr. 3 nad dem Dorfe eilen, — Die Franzosen griffen in mehreren Kolonnen wüthend an. Die Würtemberger vertheidigten das Dorf mit glänzen. der Tapferkeit. Der Kronprinz felbst leitete ibre Unstrens gungen. Sein Beispiel begeisterte sie. Ihr Muth, ibre Ausbauer, hielten die von den Franzosen oft wiederhole ten Angriffe auf.

Der Kronprinz fand sich jedoch durch den Drang der Umstände gezwungen, den FM. Blücher um Unterstüßung bitten zu lassen. Dieser gab sogleich den Bes febl, daß von den ruffisden Reserven eine Grenadierund zwei Kürafier Divisionen nad la Gibrie eilen Tollten.

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Porrückung des Gen. d. Kav. Graf Wrede mit dem V. Armeekorps nad Morvilliers.

Gen. d. Kav. Graf Wrede batte um zehn ubr Vormittags das V. Armeekorps auf der Höhe zwischen Tremilly und Neuilly gesammelt. Er marshirte fodann in einer einzigen Kolonne durch

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