Literarhistorisches Taschenbuch, Band 6

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Robert Eduard Prutz
O. Wigand, 1848
 

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Beliebte Passagen

Seite 59 - O sah ich die Heroen, die Poeten Der alten Zeit um diesen Quell versammelt! O sah ich hier sie immer unzertrennlich, Wie sie im Leben fest verbunden waren! So bindet der Magnet durch seine Kraft Das Eisen mit dem Eisen fest zusammen, Wie gleiches Streben Held und Dichter bindet. Homer...
Seite 302 - Hat er die Mähne, die uns ziert? Und doch ist er, ihr Brüder, ach! Der Herr, der uns regiert. Wir tragen ihn, wir fürchten seine Macht, Wir führen seinen Krieg, und liefern seine Schlacht! Er siegt, und höret Lobgesang; Die Schlacht indes, die er gewann, War unser Werk, wir hatten es getan.
Seite 71 - Wie die Natur die innig reiche Brust Mit einem grünen, bunten Kleide deckt, So hüllt er alles, was den Menschen nur Ehrwürdig, liebenswürdig machen kann, Ins blühende Gewand der Fabel ein.
Seite 293 - Niemand, sagen die Verfasser der Bibliothek,* wird leugnen, daß die deutsche Schaubühne einen großen Teil ihrer ersten Verbesserung dem Herrn Professor Gottsched zu danken habe.
Seite 75 - Es sei von einer Wissenschaft die Rede, Die, durch Erfahrung weiter ausgebreitet, Dem Menschen nutzt indem sie ihn erhebt, Wohin sich das Gespräch der Edlen lenkt Ich folge gern, denn mir wird leicht zu folgen.
Seite 42 - Du warst allein, der aus dem engen Leben Zu einer schönen Freiheit mich erhob; Der jede Sorge mir vom Haupte nahm, Mir Freiheit gab, daß meine Seele sich Zu mutigem Gesang entfalten konnte; Und welchen Preis nun auch mein Werk erhält, Euch dank' ich ihn, denn euch gehört es zu.
Seite 58 - Wie den Bezauberten von Rausch und Wahn Der Gottheit Nähe leicht und willig heilt, So war auch ich von aller Phantasie, Von jeder Sucht, von jedem falschen Triebe Mit Einem Blick in deinen Blick geheilt.
Seite 59 - Nachdenkend ruht: so scheint es mir, ich sehe Elysium auf dieser Zauberfläche Gebildet. Still bedenk ich mich und frage: Wer mag der Abgeschiedne sein? Der Jüngling Aus der vergangnen Zeit? So schön bekränzt? Wer sagt mir seinen Namen? Sein Verdienst? Ich warte lang und denke: Käme doch Ein andrer und noch einer, sich zu ihm In freundlichem Gespräche zu gesellen!
Seite 22 - Du bist, Du hast das nicht allein, was viele wünschen; Es weiß, es kennt auch jeder, was du hast!
Seite 85 - Die goldne Zeit, wohin ist sie geflohn, Nach der sich jedes Herz vergebens sehnt? Da auf der freien Erde Menschen sich Wie frohe Herden im Genuß verbreiteten; Da ein uralter Baum auf bunter Wiese Dem Hirten und der Hirtin Schatten gab, Ein jüngeres Gebüsch die zarten Zweige Um sehnsuchtsvolle Liebe traulich schlang; Wo klar und still auf immer reinem Sande Der weiche...

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