Renaissance und Religion: die Kunst des Glaubens im Zeitalter Raphaels

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C.H.Beck, 1997 - 552 Seiten
Ausgehend von einem der berühmtesten Gemälde der Hochrenaissance, Raphaels Verlobung Mariens, erschließt Traeger die Dimension der Kunst sowie der Lebens- und Glaubenswirklichkeit dieser Epoche. Eine gründliche Korrektur der bisherigen Vorstellung vom heidnischen Charakter der Renaissance.
 

Inhalt

Vorwort
9
Einleitung Die Renaissance und die Konfessionen der Kunstgeschichte II
11
der jüdi sche Beitrag
18
Die nazarenische Konversion
26
Protestantische Einsichten ins katholische Gegenbild
28
Der katholische Standpunkt
35
Die Renaissance war katholisch
37
Raphaels Sposalizio als Leitbild Zu Projekt und Methode dieses Buches
44
Die christliche Sicht jüdischer Ruchlosigkeit Vom angespuckten Heiland zum Hostienfrevel
182
Die Pietà des Agostino di Duccio im Dom von Perugia
190
Die Auferstehung Christi des Piero della Francesca
194
Mons pietatis und Mater misericordiae
198
Die Pala dei Decemviri und die figura Pietatis des Pietro Perugino
202
Mantua Die Verwandlung von Pogromwirklichkeit in Glaubenssymbolik
205
Kommune und Devotion Die Kapelle des hl Joseph im Dom von Perugia
212
Die Gründung der Kapelle und die Bruderschaft des hl Joseph
217

Der Bund mit der Gottesgebärerin Dogmatik Ritual Meditation
50
Dogmatisches bis zum Konzil von Chalcedon 451
54
Assumptio Mariae und Immaculata conceptio bei den Franziskanern
56
Der Aufstieg des hl Joseph zur Kultfigur der Kirche
61
Die Verlobung der Jungfrau Maria mit dem hl Joseph
65
Die Vermählung der Jungfrau Maria mit dem Hl Geist
69
Der Ring im christlichen Verlöbnis und die Sakralisierung der Ehe durch die Kirche
70
Jüdisches Ringritual
76
Das Bildthema des Sposalizio zwischen weltlicher Realität und kirch lichem Interesse
79
Die Vermählung des Herrschers mit dem Corpus mysticum seiner Herrschaft
84
Franziskanische Conformitas
87
S Francesco in Assisi das T auf dem Berg und das T des Ordenskleids
91
Die Vermählung des hl Franz mit der Armut
96
Heiltum und Unheil Frömmigkeit und Wirklichkeit
104
Der Hl Ring in Chiusi Legende und Überlieferung bis zum Jahre 1473
105
Onyx und Chalcedon Die Leucht und Heilkraft des Hl Rings
108
Der Raub der Reliquie durch den deutschen Franziskaner
112
Irren im Nebel und die Erleuchtung des Erdkreises
114
Stadttyrann im wirtschaftsschwachen Perugia
118
Inbesitznahme des Hl Rings durch die Kommune von Perugia
119
Zur Systematik des Reliquienraubs
123
Poetische Spiegelung im Apsismosaik von S Maria Maggiore in Rom
126
Die Politik der seltenen Heiltumsweisung
128
Die Bluthochzeit von Perugia Raphael als Augenzeuge
132
Raphaels Grabtragung Christi für Atalanta Baglioni Compassio und Mater dolorosa
137
Mamma pietosa
146
Raphaels Grabtragung Christi als gemalter Paragone
150
Mons pietatis Armut und Wucher Christen und Juden
155
Jüdischer und christlicher Wucher Giottos Judas
159
Perugia Sitz des ersten Mons pietatis im Erdkreis
165
Das Brot des Lebens Zum PortinariAltar des Hugo van der Goes
169
Franziskaner gegen Juden Die Propaganda des sel Bernhardin von Feltre
173
Mons pietatis und Imago pietatis
178
Geraubte Ikonographie als Zeichen des neuen Rechtsanspruchs auf den Hl Ring
223
Der hl Joseph verdrängt den hl Bernhardin von Siena
227
Der Marmoraltar des Benedetto Buglioni und die Tradition römischer Reliquienaltäre
230
Das Corpus Christi in der Obhut des hl Joseph Die Funktion als Sakramentsaltar
234
Eucharistische Schwangerschaft Das Sposalizio des Perugino
238
Christus im Bettler Der Hinweis auf den Mons pietatis
246
Das Grab des Reliquienräubers
250
Das Reliquiar des Hl Rings und die Monstranz in Raphaels Disputa
252
Die Praxis der Heiltumsweisung und die Veränderungen der Kapelle
257
Das kommunale Verlöbnis mit der Gottesmutter
260
Raphaels Sposalizio Bedingungen eines Meisterwerks
263
Die Kasse der Kommune in der Sakristei von S Francesco
269
Der junge Raphael Meister ohne Werkstatt
271
Zwillingsbilder?
277
Konformität und Konkurrenz im Bilddenken der Renaissance
281
Das Altarbild als imaginäres Reliquiar des Hl Rings
287
Seitentausch Lichtführung Inkarnation
293
Das Bildzitat der Virgo mater und das Motiv des Schleiers Aus der Vision des hl Bernhard von Clairvaux
296
Die Verjüngung des hl Joseph
301
Die hl Klara im Leib der sel Ortolana Geburt des Zweiten Ordens
304
Jüdische Barmherzigkeit
309
Die Juden in der Stadt ohne Mons pietatis
312
Der Hohepriester und der Papst
317
Zur christlichen Toleranz in der Renaissance
322
Die symbolische Sprache der Architektur
327
Das Ethos des Bauens Zur Schule von Athen
328
Bauprozeß und Architekturmodell
331
Templum onichinum im gelichteten Nebel
335
Die architektonische Metamorphose Vom Templum Salomonis zu S Maria Rotunda
338
Die leere Mitte
347
Der Aufstieg der Zentralperspektive zur Porta caeli
349
Vitruv im Dienst des Glaubens Die Architekten und die Maler
355
Urheberrecht

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 500 - Advertissement tres utile du grand proffit qui reviendroit a la Chrestiente s'il se faisoit inventoire de tous les corps sainctz et reliques qui sont tant en Italic qu'en France, Allemaigne, Hespaigne, et centrea royaumes et pays.

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