Gedichte: Nebst Nachrichten von des Verfasssers Lebensumstaenden

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Beliebte Passagen

Seite 82 - Darf Klau' und Rachen haun? Wer bist du, daß durch Saat und Forst Das Hurra deiner Jagd mich treibt, Entatmet wie das Wild? Die Saat, so deine Jagd zertritt, Was Roß und Hund und du verschlingst, Das Brot, du Fürst, ist mein. Du, Fürst, hast nicht bei Egg und Pflug, Hast nicht den Erntetag durchschwitzt.
Seite 66 - Rapp"! Rapp'! Mich dünkt der Hahn schon ruft. — Bald wird der Sand verrinnen — Rapp'! Rapp'! Ich wittre Morgenluft — Rapp'! Tummle dich von hinnen! — Vollbracht, vollbracht ist unser Lauf! Das Hochzeitbette tut sich auf! Die Toten reiten schnelle! Wir sind, wir sind zur Stelle.
Seite 66 - Galopp, Daß Roß und Reiter schnoben, Und Kies und Funken stoben. Wie flog, was rund der Mond beschien, Wie flog es in die Ferne! Wie flogen oben über hin Der Himmel und die Sterne! „Graut Liebchen auch? — Der Mond scheint hell! Hurra! die Toten reiten schnell! Graut Liebchen auch vor Toten?
Seite 63 - Brautbett tragen? Und horch! es brummt die Glocke noch, Die elf schon angeschlagen." "Sieh hin, sieh her! Der Mond scheint hell. Wir und die Toten reiten schnell. Ich bringe dich, zur Wette, Noch heut ins Hochzeitbette." "Sag an, wo ist dein Kämmerlein? Wo? Wie dein Hochzeitbettchen?" "Weit, weit von hier! Still, kühl und klein! Sechs Bretter und zwei Brettchen!" "Hat's Raum für mich?" - "Für dich und mich! Komm, schürze, spring und schwinge dich! Die Hochzeitsgäste hoffen; Die Kammer steht...
Seite 49 - An Wuchs und Antlitz hoch und hehr. Er hörte den Grafen; vernahm sein Wort; Und schaute das nahe Verderben dort. Und kühn in Gottes Namen, sprang Er in den nächsten Fischerkahn; Trotz Wirbel, Sturm, und Wogendrang, Kam der Erretter glücklich an : Doch wehe! der Nachen war allzu klein, Der Retter von allen zugleich zu sein. Und dreimal zwang er seinen Kahn, Trotz Wirbel, Sturm, und Wogendrang; Und dreimal kam er glücklich an, Bis ihm die Rettung ganz gelang. Kaum kamen die letzten in sichern...
Seite 62 - Zum ersten: Wann hoch er, im fürstlichen Rate, Zu Throne sich zeiget im Kaiser-Ornate. Dann soll ich ihm sagen, ein treuer Wardein, Wie viel er wohl wert bis zum Heller mag sein? Zum zweiten soll ich ihm berechnen und sagen, Wie bald er zu Rosse die Welt mag umjagen. Um keine Minute zu wenig und viel! Er meint, der Bescheid darauf wäre nur Spiel. Zum dritten, ich ärmster von allen Prälaten, Soll ich ihm gar seine Gedanken erraten!
Seite 64 - So setz' ich mein Kreuz und mein Käppchen daran, In zweimal zwölf Stunden ist Alles gethan." — ,, Ha," lachte der Kaiser, ,, vortrefflicher Haber ! Ihr füttert die Pferde mit Wenn und mit Aber. Der Mann, der das Wenn und das Aber erdacht. Hat sicher aus Häckerling Gold schon gemacht. Nun aber zum dritten, nun nimm dich zusammen ! Sonst muß ich dich dennoch zum Esel verdammen. Was denk...
Seite 46 - Eis. Auf Pfeilern und auf Bogen schwer, Aus Quaderstein von unten auf, Lag eine Brücke drüber her; Und mitten stand ein Häuschen drauf. Hier wohnte der Zöllner, mit Weib und Kind. «O Zöllner, o Zöllner! Entfleuch geschwind!» Es dröhnt' und dröhnte dumpf heran; Laut heulten Sturm und Wog' um's Haus, Der Zöllner sprang zum Dach hinan, Und blickt
Seite 77 - Der Wildgraf schwang Sich übern Hagen rasch voran, Und hinterher, bei Knall und Klang, Der Troß mit Hund und Roß und Mann; Und Hund und Mann und Roß zerstampfte Die Halmen, daß der Acker dampfte.
Seite 59 - Willkommen!' manche frohe Braut. Ach! aber für Lenoren War Gruß und Kuß verloren. Sie frug den Zug wohl auf und ab Und frug nach allen Namen; Doch keiner war, der Kundschaft gab, Von allen, so da kamen. Als nun das Heer vorüber war, Zerraufte sie ihr Rabenhaar Und warf sich hin zur Erde Mit wütiger Gebärde. Die Mutter lief wohl hin zu ihr: 'Ach, daß sich Gott erbarme! Du trautes Kind, was ist mit dir?

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