Zeichen des Verfalls: Semantische Studien zur Entstehung der Kulturkritik im 18. und frühen 19. Jahrhundert

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Vandenhoeck & Ruprecht, 15.08.2012 - 480 Seiten
Kulturkritik hat heutzutage keinen guten Ruf. Im besten Fall gilt sie als pathetisch und überholt, im schlimmsten als politisch suspekt. In dieser Lage erhält die Frage nach ihren historischen Entstehungs- und Entwicklungsbedingungen neue Brisanz. Diese Studie beschreibt ihr Aufkommen im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Bisher wurde die Kulturkritik hauptsächlich als theoretisches Aussagegeflecht gedeutet, das anhand einer Reihe kanonischer Dichter und Denker skizziert wurde. Theo Jung fasst sie stattdessen als Diskurs auf. In vier thematischen Kapiteln wird dieser Diskurs in zeitgenössischen Debatten über Wirtschaft, Gesellschaft, Sprache und Wissen verortet. Entgegen der gängigen Vorstellung der Kulturkritik als Fremdkörper in der Moderne gelingt es dem Autor so, die ihr innewohnende Modernität herauszustellen.
 

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Inhalt

I Kulturkritik als Modus kulturgeschichtlichen Denkens
55
II Wirtschaftliche Mobilisierung und ihre Kritik
123
III Wahrheit und Schein in der geselligen Gesellschaft
189
IV Sprachverfall und Widerrede
255
V Das neue Denken und die kritische Besinnung
315
Fazit
383
Quellen und Literaturverzeichnis
393
Register
467
Back Cover
481
Urheberrecht

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Über den Autor (2012)

Theo Jung ist Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl fÃ"r Geschichte des Romanischen Westeuropa an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. FÃ"r die seinem Buch Ã"ber die Entstehung der Kulturkritik zugrunde liegende Dissertation wurde er mit dem Dissertationspreis 2011 der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft ausgezeichnet.

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