Otfrids 'Evangelienbuch' in der Frühen Neuzeit: Studien zu den Anfängen der deutschen Philologie

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Walter de Gruyter, 26.03.2009 - 351 Seiten

Die Studie beschäftigt sich mit der Wiederentdeckung und Geschichte der Erforschung des Evangelienbuchs Otfrids von Weißenburg vom Ende des 15. bis zum ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, also in der Zeit vor der Institutionalisierung und Etablierung der Germanistik als universitäre Disziplin. Den zeitlichen Rahmen bilden die Erwähnungen Otfrids in den Schriftstellerverzeichnissen des Johannes Trithemius (1494/95) und der Otfridartikel von Karl Lachmann in Erschs und Grubers Allgemeiner Encyclopädie (1836).

Im Zentrum der Untersuchung stehen die Wiederentdeckungen der Überlieferungsträger, Aspekte kodexgebundener Rezeption (Abschriften, textkritische Arbeiten, Handschriftenbeschreibungen) sowie editorische und interpretatorische Bemühungen um den Liber Evangeliorum, von den Ausgaben durch Matthias Flacius Illyricus (Basel 1571) und Johann Schilter (Ulm 1726) bis hin zur ersten, nach modernem Verständnis kritischen Edition durch Eberhard Gottlieb Graff (Königsberg 1831).

Ein umfangreicher Anhang macht darüber hinaus Materialien verfügbar, die bislang nur schwer zugänglich waren. Das Buch leistet damit an einem konkreten Fallbeispiel einen Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte der Germanistik in der frühen Neuzeit.

 

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Inhalt

1 Einführung und Ansatz
1
Die Wiederentdeckung der Handschriften von Otfrids Evangelienbuch
21
Kodexgebundene Otfridrezeption
77
Matthias Flacius und das Evangelienbuch
118
5 Kommentieren und Thesaurieren
162
6 An den Rändern der Wissenschaft
193
7 Zur frühen Wissenschaftsgeschichte der Germanistik
211
8 Editorischer Anhang
217
Backmatter
304
Urheberrecht

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Über den Autor (2009)

Norbert Kössinger, Universität Paderborn.

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