Handbuch der deutschen Parteien

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Frank Decker, Viola Neu
VS Verlag für Sozialwissenschaften, 27.03.2007 - 440 Seiten
Die bundesdeutsche Parteienlandschaft ist in Bewegung geraten. Spätestens mit der Bundestagswahl 2005 wurde zur Gewissheit, was sich schon seit längerem angebahnt hatte, in seinen vollen Konsequenzen aber noch nicht sichtbar gew- den war: dass die Ära des stabilen Parteiensystems, das bisher noch stets die Bildung einer Regierung nach dem vertrauten Muster (kleiner) Zweierkoalitionen ermöglichte, fürs erste vorüber ist. Obwohl man diese Entwicklung hätte vora- ahnen können, hinterließ sie die parteipolitische Klasse am Wahlabend des 18. September ratlos. Plötzlich erschien alles machbar und kein Tabu mehr heilig – von der schwarz-gelb-grünen „Jamaika“-Koalition bis hin zum israelischen - dell einer rotierenden Kanzlerschaft. Selbst über die Möglichkeit einer lediglich geduldeten Minderheitsregierung wurde munter schwadroniert – so als ob es das „Magdeburger Modell“ oder die heftige Debatte um die Rolle des SSW nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein nicht gegeben hätte. Union und SPD trös- ten sich in der Folge mit der vermeintlichen Gewissheit, dass die von ihnen - derwillig gebildete Große Koalition ohnehin nur eine Übergangslösung sein w- de. Diese Erwartung wurde auch vom Mainstream der Politikwissenschaft a- gesprochen oder unausgesprochen geteilt. Allein auf die Frage nach möglichen Auswegen wusste und weiß man sich auch hier keinen rechten Reim.

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Über den Autor (2007)

Prof. Dr. Frank Decker lehrt Politikwissenschaft an der Universität Bonn.
Dr. Viola Neu ist Koordinatorin für Wahl- und Parteienforschung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung.

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