Uebersicht der heutigen plattdeutschen Sprache (besonder in Emden,)

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H. Woortman Jgr., 1843 - 72 Seiten
 

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Seite 16 - Emden wird aber noch in der Kirche und der Volksschule die holländische Sprache gebraucht; diese ist aber, vorzüglich in der Schule, so sehr mit dem deutschen oder dialectlschen Platt versetzt, daß der Holländer es selten für classisth erkennt.
Seite 16 - Rede Hochdeutsch vorträgt. Daher sind, weil die Sprachen zugleich als Glaubensartikel betrachtet werden, die Lutheraner in Emden der hochdeutschen Schriftsprache im Durchschnitt mächtiger als die Reformierten
Seite 16 - Rechnungen und Correspondenzen werden von vielen bloß in holländischer Sprache ausgefertigt; so auch die Inschriften an den Häusern und der öffentliche Ausruf.
Seite 10 - Menschen, und diese geben dem Ton der Sprache sein besonderes Gepräge. Berg und Ebene sind die allgemeinsten Gegensätze des Bodens, und auf diese ist der ursprüngliche Unterschied der Dialecte gebaut. Den Bergsprachen eigenchümlich ist zuerst das Harte, Rauhe, Energische ; Höhe und Tonfülle haben sie vor den Thalsprachen voraus.
Seite 10 - Ue. zurück treten, ja in den meisten Dialecten gar nicht gesprochen werden. In den Consonanten der Bergsprache waltet Härte und Aspiration vor. Die Sprachen der Ebene dagegen haben in der...
Seite 16 - Pommern) haben es treuer bewahrt: dort wird das Platte noch allgemein gesprochen, und hat deshalb neben seiner Ursprünglichkeit eine Frische und Beweglichkeit behalten, welche es sogar fähig macht, höhere als...
Seite 11 - Bergdialectes nun geht, wie gesagt, dahin, vorwaltend hohe, harte, gehauchte. Töne auszubilden; die Sprache der Ebene zieht die tiefen, weichen, hauchlosen vor Jenes entspricht dem angestrengten...
Seite 10 - Bergsprachen eigenchümlich ist zuerst das Harte, Rauhe, Energische ; Höhe und Tonfülle haben sie vor den Thalsprachen voraus. In den Vocalen der Bergsprache herrscht eine...
Seite 10 - Vokale dh was zwischen dem entschiedenen, scharfgesprochenen A, I und U liegt, sind minder reichhaltig ausgebildet; eine eigene Neigung zu tiefen, schattigen Tönen gibt sich kund, und das weithallende A der Bergsprachen verdünnt sich oft in das Mildftießende E.

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