C. F. Gellerts sämmtliche Schriften: (Moral und Oden)

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1775
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Beliebte Passagen

Seite 131 - Wahrheit auf, daß ein gütiger und weiser Gott dieses Schicksal über uns verhängt hätte, daß wir uns unser Elend nicht leichter machen könnten, als wenn wir uns seinen Schickungen geduldig überließen, bis es ihm gefiele, uns das Unglück oder das Leben zu nehmen.
Seite 60 - Entschuldigen Sie sich nicht mit ihrem Stande. Sie haben die Verdienste; was geht die Vernünftigen die Ungleichheit des Standes an? Um die Unvernünftigen dürfen wir uns nicht bekümmern, weil hier niemand von meinem Stande weis.
Seite 36 - Ein unaufhörlich Händeringen War alles, was sie that; und ein entsetzlich Ach! War alles, was sie trostlos sprach. Dieß trieb sie länger noch als vier und zwanzig Stunden. Indessen hatte sich der Nachbar eingefunden, Ein Mann, geschickt, in Holz zu haun. Er sah Dorindens Schmerz; und theils auf ihr Begehren, Theils als ein Freund den Seligen zu ehren, Und seinem Untergang im Tode vorzubaun, Entschloß er sich, in Holz ihn auszuhaun. Es glückt des Künstlers weisen Händen, Das Werk in kurzem...
Seite 79 - Ach, mein Bruder,« rief Mariane einmal über das andere aus, »verlaßt mich, verlaßt mich! Unglückseliger Gemahl, fangt mich an zu hassen. Ich bin Eure Schwester. Doch nein! Mein Herz sagt mir nichts davon. Ich bin Euer, ich bin Euer. Uns verbindet die Ehe. Gott wird uns nicht trennen.
Seite 8 - Ich durfte meinem Vetter nichts auf sein Wort glauben, ja er befahl mir, in Dingen, die noch über meinen Verstand wären, so lange zu zweifeln, bis ich mehr Einsicht bekommen würde.
Seite 106 - Schiffes, weil sie hörten, daß er der Herr davon war. Andreas, der die See stets in Gedanken hatte, hörte ihnen begierig zu. Nur mir ward die Zeit zu lang. Ich trat daher mit meinem Manne auf die Seite, und bat ihn, daß er wieder zurückfahren möchte. Da ich noch mit ihm rede, so...
Seite 28 - Rate zog und in der Tat nichts unternahm, als was er befohlen haben würde, wenn er hätte befehlen wollen.
Seite 37 - Gemahlin und unstreitig nicht die erlaubtesten Absichten gegen mich hatte, suchte sich die Abwesenheit meines Gemahls zunutze zu machen. Er bediente mich bei aller Gelegenheit mit einer ungemeinen Ehrerbietung und mit einem Vorzuge, der recht prächtig in die Augen fiel. Er wagte es zuweilen, mir von einer Neigung zu sagen, die ich verabscheute.
Seite 114 - Er tat gar nicht, als ob er jemals mein Mann gewesen wäre. Kein vertrauliches Wort, keine vertrauliche Miene durfte ihm entfahren. Wie er vor meiner Ehe mit mir umgegangen war, so ging er itzt mit mir um. Er unterhielt mich mit Freundschaft und Hochachtung und beförderte mein und meines Grafen Vergnügen mit Aufopferung des seinigen.
Seite 122 - Teil 20 davon, und wenn es auch nur etliche Tage wären, mit Euch zubringen soll? Stellt Euch doch die Zufriedenheit vor, die wir schmecken werden, wenn uns die Zeit einander wiedergeben wird. Wie lange werden wir vor Entzückung nicht reden! und wie lange werden wir nach tausend Umarmungen sprechen, ehe wir uns satt reden und unser Herz und unser Schicksal einander aus

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