Widerstand und Kollaboration in Albanien 1939-1944

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Otto Harrassowitz Verlag, 2008 - 307 Seiten
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Die Ereignisse des 2. Weltkrieges in Albanien haben die Nachkriegsgeschichte des Landes nachhaltig gepragt. Insbesondere die ideologische Interpretation der Geschichte - namlich dass einzig die Kommunistische Partei aktiven Widerstand gegen die deutschen und italienischen Besatzer geleistet hatte - wurde zum Anlass genommen, alle anderen politischen Interessensgruppen auszuschalten und eine stalinistische Diktatur zu errichten, die bis Anfang der 90er Jahre dauern sollte. Dies ist ein schwerwiegendes Erbe fur die albanische Gegenwart, da die Polarisierung der Gesellschaft in gute und bose Albaner nie wirklich aufgearbeitet wurde und Stereotypen bis heute die politische Diskussion beherrschen. Die in der Arbeit erstmals aufbereiteten historischen Dokumente zeichnen ein weitaus differenzierteres Bild des Widerstandes und der Kollaboration, da aufgezeigt wird, dass auch lange vor den Kommunisten breiter Widerstand von anderen Gruppierungen stattgefunden hat. Die Studie leistet einen konstruktiven Beitrag zur Vergangenheitsbewaltigung Albaniens und zur Versohnung, da sie eine historisch begrundete Annaherung der beiden Pole (die guten Kommunisten vs. die bosen Reaktionare) nahe legt. Eine Fortsetzung der bisherigen Schwarz-Weiss-Malerei erscheint nicht langer haltbar.
 

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Inhalt

Verzeichnis der Abkürzungen
7
Vorwort
13
Widerstand gegen die italienische Besatzung
41
Deutsche Besetzung Albaniens
119
Widerstand gegen die deutsche Besatzung
163
Schlussbetrachtung
245
Anhang
253
Bibliographie
287
Orts und Personenregister
301
Urheberrecht

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