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zu versammeln, welche für eine nachhaltige Behauptung das Dreitache jener Truppenzahl erfordert haben würde, über welche Jellačić verfügen konnte. Der rechte Flügel dieser Position lehnte sich an die Höhen von Leiferming, der linke an Viehhausen, die Vortruppen bewachten die Saalach von Reichenhall bis zu ihrer Mündung, und alle Brücken waren zerstört. Hinter dem linken Flügel bewachte ein Bataillon Salzburger Landwehr das auf Berchtesgaden führende Defilée von Glanek, ein zweites, nebst 1 Division Warasdioer Kreutzer und 2 Kanonen, hütete das so weit im Rücken liegende Engniss von St. Gilgen. Alles die Früchte. von Hiller's Instruction! Man hatte einer Armee bedurst, um Alles zu besetzen! Im Hochgebirg gibt es nur selten eine günstige Stellung für grössere Truppentheile, und deren Beadtzung und Besetzung erheischt eine vertraute Bekanntschaft mit dem Gebirgskrieg, um zu bestimmen, was geschehen muss und was unterbleiben kann. Allerdings ist diese Auswahl nicht Sache eines Jeden und mancher sonst tüchtige Generat hat sich darin schon zu argen Fehlern verleiten lassen, namentlich wenn es ihm an der Willenskraft gebrach, höhere, obschon fehlerhafte Anordnungen unbeachtet zu lassen und nach eigener bester Einsicht zu handeln.

Der GM. Graf Beckers war mit einem Fussregiment in der Nacht zum 29. von Tittmoning gegen Laufen heraufgerückt, woselbst FML. Jellačić 8 Compagoien Eszterhazy und 4 Escadronen Oreilly-Chevaulegers zurück gelassen hatte. Als die bayerische Vorhut von ihrer Division eingeholt wurde, die am linken Salzachufer bei Laufen erschien, ging die Chevaulegersbrigade Preyssing in der Gegend von Frieding auf dieses österreichische Detachement los, das sich nach einer kurzen Gefecht auf das rechte Salzachufer zurückzog, und beunruhigt durch das Anrücken des GM. Beckers am rechten Ufer, zwar die Brücke bei Laufen anzündete, jedoch die vielen Salzschille daselbst nicht melir zu entfernen oder zu vernichten im Stande war. Das Detachement nahm sodann eine Aufstellung bei Bergheim. GM. Wrede benützte die vorgefundenen Fahrzeuge sogleich für seinen Übergang und stand um Mittag am rechten Salzachufer bei Laufen. Gegen 1 Uhr griff er den Posten Bergheim mit allem Nachdruck an. FML. Jellačić musste trachten die erforderliche Zeit zu gewinnen, um seine entfernten Abtheilungen von der Saalach einzuziehen, wohin selbe nutzloserweise disponirt worden waren. Er zog daher ein Bataillon Eszterhazy aus der Hauptstellung und verstärkte damit den Posten bei Bergheim. Aber nur gar zu bald erkannte er die Unmöglichkeit einer Vertheidigung von Salzburg mit so untergeordneten Kräften. Ein Rückzug in das wilde Salzachthalerheischte die grösste Behutsamkeit. Die reichen Vorräthe an Waffen und Monturen konnte man unmöglich retten, da es an allen Mitteln zur Abtransportirung gebrach 1).

Die standbatte Ausdauer der Truppen bei Bergheim, welche, obschon mit keinem Geschütz versehen, sich durch vier Stunden wehrten, erlaubte dem FML. Jellačić einen geordneten Rückzug auf Hallein zu machen. Die Abtheilung von Bergheimn bildete

1) Bei Andáherung des Feindes batte man Wagen und Zugvieh in das höhere Gebirg geschafft,

oder selbe waren auch mit den Colonnenmagazinen und sonstigen Trains schon bei Landsbut eine Boute der Franzosen geworden. Aber man batte auch nicht bei Zeiten auf die Wegsebaffung dieser Gegenstände vorgedacht.

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die Nachhut, u. 2. die Infanterie am rechten Salzachufer durch die Stadt Salzburg, wobei selbe vom Feinde hart gedrängt wurde, und die Cavallerie über Kingl, Ihr Verlust bestand in 7 Officieren, 200 Maon an Todten und Verwundeten, dann 80 Gefangenen. Noch auf dein Glacis von Salzburg hatte sich diese brave Truppe abermals aufgestellt und Widerstand geleistet, um ihren weiteren Rückzug bis Hallein unangefochten fortsetzen zu können. Gegen 5 Uhr Nachmittags waren die Bayern Meister der Stadt. In der Nacht zum 30. erhielt aber Wrede den Marschbefehl auf Strasswalchen, brach augenblicklich auf und erreichte diesen Punkt noch vor Tag, von .wo er auf Mondsee, Frankenmarkt und Mattigkofen entsendete, und am 1. Mai allda rastete.

Auch Lefebvre, mit der Division Kronprinz, rückte noch am Spätabend des 29. in Salzburg ein und traf Anstalten die Division Jellačić zu verfolgen und wo möglich gegen Spital am Pyhrrn streifen zu lassen, unn Nachrichten über den Vicekönig cinzuziehen. Die Division Deroy war schon von Inn aus nach Kufstein und luusbruck dirigirt worden ).

FML. Jellačić marschirte am 1. Mai im Salzachthal über Werten und von dort: über Hüttau bis Radstadt und nahm folgende, den wahren Grundsätzen des Gebirgskrieges gänzlich zuwiderlaufende Aufstellung; nämlich mit 2 Compagnien in der Abtenau, 2 Compagnien als deren nächster Unterstützung in Annaberg und

14 Compagnien als Reserve zu Radstadt (Infanterieregiment Eszterhazy). Vom Fuss-regiment Devaux • kamen 2 Compagnien nach Lend, am Weg von Embach und

Eschenau, 2 andere nach Sanct Veit, 2 auf Bischoffshofen zur Besetzung des - Dientenerberges, 2 als Unterstützung nach Sanct Johann im Pongau, und 4 als Reserve nach Wagram. Von der Brigade Kriegsfeld standen 3 Compagnien Warasdiner in Sanct Gilgen und am Luegpass, 3 als Unterstützung im Steigerwald und 4 als Reserve hinter der Brücke von Aschau. Zu Werfen hielten 2 schwache Bataillone Salzburger Landwehr. Vom Cheraulegersregiment Oreilly blieb nur 1 Escadron zu Radstadt, mit den übrigen 7 Schwadronen marschirte GM. Provenchères zum VI. Corps und wabm ehrenvollen Antheil an den Schlachten in Marchfeld. Wenn man bedenkt, dass die Punkte St. Gilgen, Radstadt und Lend aut 3 bis 4 Märsche auseinander liegen und durch das Tünnen- und Hagengebirg nebst dem sogenannten steinernen Meer, die alle nur von Hirten und Wildschützen beyangen werden, getrenut sind, so wird man auch zugeben müssen, dass es ein Wunder bleibt, wie die Division Jellačić sich in dieser Stellung bis zu dem Augenblick erhalten konnte, zu welchem dieselbe, durch den Rückmarsch der Armee von Innerösterreich und die Ankunft des Vicekönigs im Mur- und Mürzthal, nothwendigerweise aufgegeben werden musste. Man darf dies vorzugsweise dem Umstand zuschreiben, dass der Marschall Lefèbyre sein ausschliessendes Augenmerk auf Tirol richtete,

1) Am 30. erklärte Lefebvre einer Deputation des Salzburger Magistrates, „die Stadt werde

nie mehr unter Österreichs Botmässigkeit kommen“, und Napoleon selbst wiederholte denselben Tag den ihn zu Burghausen begrüssenden städtischen Abgeordneten die bedeutsamen Worte, „es erwarte die Bürgerschaft ein glückliches Loos". Der Wiener Congress hat diese Verheissungen des Eroberers auf ihr richtiges Muss zurückgeführt.

welches sich nach dem ausgesprochenen Willen des französischen Kaisers die Bayern selbst zurückerobern sollten 1).

Als Hiller den Entschluss zum Rückzug vom lag auf Linz fasste, liess er die drei Avantgarden, von denen oben die Rede war, auf den drei Marschlinien in Thätigkeit treten. Die Truppen der Generale Kienmaier und Dedo vich hatten sich um diese Zeit bereits wieder mit ihm vereinigt. FML. Schustekh war am 29. mit der Brigade Hohenfeld und 5 Escadronen Kienmaier-Huszaren auf Riedau gegangen und verstärkte die zu Baierbach aufgestellten zwei Bataillone WalachenIllyrier durch eine halbe Huszarenschwadron, in der Hoffnung, diese schwache Truppe werde die völlig offene Strasse über Efferding nach Linz bis zum Anlangen des GM. Bianchi mit seinen 3800 Mann gegen die 30.000 Mann des Marschalls Massena festzuhalten im Stande sein. Die Nachhut unter GM. Radetzky, der auch die Brigade Reinwald überwiesen war (zusammen 7 Bataillons, 8 Escadronen), beobachtete die Strasse auf Ried und deckte Schustekh's linke Flanke.

Auf dem Durchmarsche in Ried erhielt FML. Hiller einen gleich nach deru Rückzug von Regensburg abgefertigten, also sehr verspäteten Courier des Genera·lissimus, durch den er verständigt wurde, dass man, sobald sich der rechte Flügel bei Cham versammelt habe, neuerdings die Offensive zu ergreifen beabsichtigte, und dass Hiller zu trachten habe über Linz die Wiedervereinigung zu erzielen, falls er sich am Inn nicht länger zu behaupten vermöge. Der Generalissimus gedachte mit vereinter Macht über die Franzosen herzufallen. Allein Ailler wusste freilich besser, wie er daran war, seit ihm am Abend des 29. GM. Nordmalin das Erscheinen so überlegener - feindlicher Streitkräfte bei Burghausen gemeldet hatte, von wo die einzige dort postirte Landwehrcompagnie der Division Jellačić eiligst auf Salzburg, GM. Nordman n selbst aber auf Mattigkofen und Strasswalchen gegangen war, um Hiller's Rückmarsch in's Traunthal wo möglich in der Flanke zu decken. Ein Festhalten von Liuz bis zur Ankunft des Generalissimus war unter solchen Umständen gar nicht denkbar, und man musste zufrieden sein, wenn es gelang mit heiler Haut hinter die Traun zu kommen, seit die französischen Heertheile Miene machten, auf allen dahin fübrenden Strassen concentrisch vorzugehen und ganz besonders der Marschall Massena auf der kürzesten Linie eine ausserordentliche Thätigkeit entwickelte, den Absichten seines Kaisers im vollen Umfang zu entsprechen. Schon dies allein hätte dea

1) Tirol und Salzburg hielten fest am Hause Habsburg, und es ist ein hervortretender Charakter

zug, dass diese beiden Provinzen, auch ohne österreichischen Beistand, zu keiner Zeit ihre Sympathie, für den angestammten Herrscher verleugnelen und sich mit dem neuen Gebieter niemals befreunden konnten. Es war daher our ein Act der Gerechtigkeit, wenn Kaiser Franz an Wiener Congress auf deren Zurückgabe bestand. In dainaliger Zeit freilich wirkte der Rückzug der Division Jellačić nach Steiermark ziemlich entmutbigend auf die Salzburger Landwehr. Es ist notorisch, dass ein am Defilée von Glanık aufgestelltes Bataillon zur Hälfte oach Hause lief und zuletzt vom ganzen Aufgebot nur noch einige hundert Mann bei der Brigade Legisfeld anwesend waren. Die Absicht des FM.. Jellačić, der Armee von lanerösterreich Flanke und Rücken zu decken, war nicht verwerflich; wo aber im Gebirgskrieg bei der Bevölkerung keine Vorbereitungen zum Widerstand zu rechter Zeit getroffen werden, hält es äusserst schwer, sich zu behaupten.

FML Hiller bewegen sollen, sich bei Linz auch nicht eine Stunde aufzuhalten.

FML, Hiller, war ein pdiehttreuer Soldat, klar, und ruhig in seiner Auffassung, umsichtig und billig. auch vorsorglich für die Untergebenen. Allein seit er wusste, dass ihm Napoleon in Person gegenüber stehe und seit dem Tage von Abensberg eine ungeheure Verantwortung auf ihm laste, weil er mit 40.000 Mann die gerade Strasse nach Wien decken sollte, wurde er befangen, um so mehr als ihn widerstreitende Einflüsse hin- und herzerrteo. Er fürchtete einerseits den Befehlen seines Kaisers, anderseits den Weisungen seines Oberfeldherrn ungehorsam werden zu müssen. Hiller sah recht gut ein, dass eine Vereinigung mit dem Generalissimus, etwa bei Linz, Mauthausen oder Krems, kaum noch möglich werden dürfte, dass bei Cham einige kostbare Tage verloren gingen und schon die nächste Zukunft Unheil verkündend bleibe, dass man die Strasse über St. Pölten dem Feind werde freigeben müssen, die Traise-u keine Frontaldeckung gewähre, die Stellung auf dem Riederberg in der Luit sei und somit ein offensiver Donauübergang des Generalissimus bei Mauterni, Holleuburg oder Tuln rein vergebens bleibe. Und eben weil er dies Alles erkannte und keine Abhilfe dagegen wusste, gerieth er in Widersprueb mit sich selbst, fürchtete seinen sauer erworbenen militarischen Ruf einzubüssen und beging einzelne Missgriffe.

Aus diesem Gesichtspunkte allein müssen wir den damals 61 Jahre alten, würdigen General beurtheilen, um ihm völlig gerecht zu werden.

Die Nachhut des GM. Radetzky stand in der Nacht zum 29. mit seiner HauptIruppe bei Sanct Martin und hielt Posten am Audiessenbach, daun zu Oberaberg, Ort, Sanct Lambrechten , Riedau und Raab, nahm also für seine schwachen Kräfte eine viel zu ausgedehnte Aufstellung. Die Strasse von Altheim auf Obernberg beWachte 1 Bataillon Mittrowsky nebst 6 Escadronen Kienmaier-Huszareu. Ibru gegenüber hielten die Franzosen Mitterding und die nahe Andiessenbrücke besetzt. Ihre Pustenkette lief über Hacklod und Eggerding bis in die Gegend von Sanct Lambrechten, und ihre Patrullen streiften gegen Sanet Martin, Riedau, Raab und Baierbach.

Gegen 9 Uhr Vortnittags alu 29. wurde Radetzky angegriffen. Eine feindliche Colonne drang von Andiessenhofen, eine zweite, aus mehreren Bataillons und ein paar Heiterregimentern bestehend, auf der Chaussée in den Hartwald, eine dritte am rechten L'ler des Anliessenbaches vor. Indessen hielten diese Colonnen bald wieder an und besetzen Ort und den Andiessenbach. GM. Radetzky besetzte Anroldsmünster, stellte ein Cavalleriepiket in Sanet Martin auf, verlegte seine wenige Infanterie nach Utzenau, Heging und Forchtenall, patrullirte gegen Altheim und Grieskirchen, und schickte die Brigade Reinwald auf Ried zurück. Sein Verlust im Gefechte dieses Tages bestand in 91 Todten und Blessirten, dann 29 Pferden, was freilich für 2800 Mann immer erheblich genug war ?).

FML, Hiller war am 29. bis Haag gegangen und beabsichtigte am 30. in Lambach eiozutreffeu. GM. Bianchi, als lioke Flankendeckung, marschirte bis Gries

1) Corporal Jantraczinsky, mit 6 Mano von Erzherzog Karl-Uhlanen auf Streifpatrulle, griff

cizea feiodlichen Posten von 30 lofanteristes, 25 Reitera an, schlug selben in die Flucht und kebrte mit 10 Gefangeneo zurück.

kirchen, FML. Schusteko aber von Riedau auf Neumarkt; in Riedau blieben 1 Bataillon Jordis nebst 1 Huszarendivision bis zum nächsten Morgen stehen. Die Weisungen Hiller's zeichneten dem FML. Schustekh vor: „de, Marschall Massen a unausgesetzt zu beobachten, seine Posten und Patrullen gegen Schärding vorzusekieben und, im Fall er gedrängt würde, über Grieskirchen auf Wels zu gehen“. Eine solche Instruction war ganz geeignet die 5000 Mann des FML. Schustekh in jene Lage zu versetzen, die wir weiter unten kennen lernen werden, und wobei die brave Truppe mitten zwischen den Feind gerieth, weil der bestimmte Befehl von Oben lautete.: „Riedau festzuhalten". FML. Schustekh stellte einen Verbindungsposten zu. Traiskirchen auf. Der verwegene Major Scheibler wurde mit einem Streifcommando in die Gegend von Baierbach entsendet.

Nachdem am 30. die Salzachbrücke bei Burghausen wieder gangbar geworden, liess Marschall Landes die Truppen unaufhörlich über selbe defiliren, und der Feind stand nunmehr auf österreichischem Gebiet. Die lanbrücke bei Braunau war gleichfalls bergestellt worden. Das französische Hauptquartier kam nach Braunau.

Napoleonberechnete, dass der Generalissimus vor 7. Mai nicht wohl bei UrfahrLinz stehen könne, er ihn also dort jedenfalls zuvorkommen werde. Der Marschall Lannes ward somit befehligt, bis 1. Mai in Lambach einzutreffen, während Massena eiligst den Donauübergang bei Linz besetzen sollte 1).. Am 2. Mai hatten die Truppen unter Lannes bei Wels zu stehen, um den Frontalangriff Massena's in der rechten Flanke zu unterstützen. Daroust sollte am 5. Mai in Linz eintreffen. Bernadotte wurde auf Regensburg gezogen *), und fanda ro me hatte gach Braunau zu gehen.

Ain 1. Mai begann Laques seine grosse Offensivbewegung vom Ina gegen die Traun, und Massena folgte derselben in gleicher Höhe auf der Strasse vou Schärdiag und Efferding. Letzterer schob die Infanteriedivision Carra St. Cyr gegen die Truppen der Generäle Schustekh und Radetzky vor. Das badische Dragonerund ein französisches Chasseurregiment, unterstützt durch 2 Bataillone, drangen von Raab über Zell auf Riedau vor iud überraschten das alldort noch aufgestellte Bataillon

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') Am 30. April und 1. Mai wurde Massena aufgefordert, „unverzüglich nach Linz zu rücken,

die dortige Donau, sowie auch die Trauabrücke bei Ebelsberg zu besetzen, über Wels die

Verbindung mit Lannes zu suchen“. *) Bernadotte trat am 1. Mai seinen Marsch über Hof, Wansiedel, Kemnat, Amberg und Burg

lengfeld an. Seine Seitendeckung gegen die Naab nahm ihren Weg über Neustadt, Weidon, Naabburg und Schwandorf. Bei Cham stand damals blos eine schwache Abtheilung der Division Montbrun. Unterwegs erhielt Bernadotte die Direction auf Passau uad Linz, und wendete sich daher am 6. Mai nach Rötz. Wenn

schrieb der Majorgeneral dem Marschall Massena der Feind die Traun vertheidigt, so wird er dazu die vortheilhafte Stellung bei Ebelsberg wählen, jedoch durela unseren Übergang bei Lambach daraus vertrieben werden.“

Ein abermaliges Schreiben Berthier's vom 1. Mai schärfte dem Marschall Masseau wiederholt ein, „mit allem Nachdruck auf Linz vorzudringen. Der Kaiser erwarte zuverlässig, dass Massena's Vorbut spätestens am 3. gegen Abend dort eintreffen, die Österreicher vor. treiben und die Brücke herstellen werde“. Eine solche Sprache genügte dem ehrgeizigen Marschall, um auch das Ausserste zu versuchen. Andererseits aber lernen wir daraus, welche Hebel der französische Kaiser ansetzte, um seine Ziele zu erreichen. Vad our böchst selten wurde seinen Erwartungen nicht entsprochen,

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