Die Clubisten in Mainz: ein Roman, Band 2

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F.A. Brockhaus, 1857
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Beliebte Passagen

Seite 302 - Die wahre Poesie kündet sich dadurch an, daß sie, als ein weltliches Evangelium, durch innere Heiterkeit, durch äußeres Behagen, uns von den irdischen Lasten zu befreien weiß, 35 die auf uns drücken.
Seite 127 - Vorrechts nicht wert sind; ich hasse die Sklaven, die nur sprechen und nicht handeln. Aber kein Ausdruck ist zu hart, um Abscheu gegen den Tyrannen zu erwecken, der seines Volkes Vater zu sein vorgibt und es im Verborgenen richtet. Im Verborgenen richten ist...
Seite 372 - ... Fern sei es von mir, die Verbrechen zu entschuldigen, womit man die heilige Sache der Freiheit entehrte; aber, wenn auf den neuesten Revolutionen das Mahl der Unsittlichkeit haftet, wessen ist die Schuld? Wer schuf uns das falsche, schädliche System der Sittenbildung? Wer ging uns mit verwerflichem Beispiel voran, und trieb die freche Verworfenheit so weit, ihr zuletzt nicht einmal mehr den Mantel der Scheinheiligkeit umzuhängen? - Armes Menschengeschlecht! Aus welchen Abgründen hast du dich...
Seite 142 - Gewalt fahren wolle, denn verflucht und verdammt ist alles Leben, das ihm selbst zu Nutz und zu Gut gelebt und gesucht wird; verflucht alle Werk, die nicht in der Liebe gehen. Dann aber gehen sie in der Liebe, wenn sie nicht auf eigene Lust, Nutz, Ehre, Gemach und Heil, sondern auf Anderer Nutz, Ehre und Heil gericht sind von ganzem Herzen.
Seite 212 - ... gar keiner, sein Wert ist hin. Luxus und Aufwand ehren ihren Mann nicht mehr, sie entehren ihn. „Nun denn, wenn es so ist, zum Teufel mit dem Gelde!" muß jeder Reiche sagen, der noch ein bißchen vernünftig ist. Ich muß essen, wohnen, mich kleiden wie ein Sansculotte, was darüber ist, ist tot und unbrauchbar. Meinetwegen mögen sie es hinnehmen, ja, ich will es hingeben; so habe ich Ehre und guten Namen davon, und das ist ein Schild in dieser Zeit, der mehr wert ist, als die toten Batzen.
Seite 302 - Marketendern übel abstechen; besonders da mir weder am Tode der aristokratischen noch der demokratischen Sünder im Mindesten etwas gelegen ist.
Seite 367 - Euch jeden Gedanken, theile Euch jede Ansicht mit, die ich eben habe; denn nichts ist fest. Alles schwankt vor uns, bis wir einmal zugegriffen und entschieden haben werden. Verdacht? Nein, wir sind über allen Verdacht gegen einander hinweg. Aber eine Bestimmung zu ergreifen, die auf eherne Nothwendigkeit gegründet und von unerbittlicher Klugheit und Selbstverleugnung verlangt wird, die unsere Träume eines frohen...
Seite 408 - Tat, diesem Frieden, der höher ist als alle Vernunft. - Vorwärts den Blick zu richten, ist jetzt beides Pflicht und Gewinn; nicht länger darüber zu brüten, daß jeder von uns hinfort allein steht, allein schwimmt durch das Meer der Mühseligkeiten, Hamlet sea of troubles, und allein kämpft und - siegt oder fällt.
Seite 310 - Alles, was unsern Geist befreit, ohne uns die Herrschaft über uns selbst zu geben, ist verderblich.
Seite 299 - Überhaupt haben Sie Ihrer Sache keinen Vorteil gebracht, daß Sie die Philosophen mit ins Spiel gemischt haben; diese Klasse versteht, vielleicht mehr als jemals, ihr Handwerk, und treibt es, mit Recht, abgeschnitten, streng und unerbittlich fort; warum sollten wir Empiriker und Realisten nicht auch unsern Kreis kennen und unsern Vorteil verstehn?

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