Gott haßt die Jünger der Lüge: Ein Versuch über Metal und Christentum: Metal als gesellschaftliches Zeitphänomen mit ethischen und religiösen Implikationen

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Bod Third Party Titles, 2012 - 400 Seiten
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Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Metal halt sich bisher in Grenzen, erst recht in der Theologie. Sie steht in auffalligem Missverhaltnis zur haufig und meist intuitiv geausserten Kritik. Auf der Grundlage einer detaillierten Kenntnis der Musik und der sie deutenden soziologischen Praxis ( Metal-Szene") geht der Verfasser zunachst dieser Kritik nach. Er pruft die Vorwurfe von Satanismus, Neuheidentum, Rechtsextremismus, Gewaltverherrlichung und sozialer Desorientierung ( Sex, Drugs & Rock'n'Roll"). Dabei versucht er, die Berechtigung der Kritik wie auch ihre Grenzen zu benennen. Das Buch bleibt jedoch nicht bei dieser reinen Aussenansicht stehen, sondern versucht, die Metal-Welt" fur Uneingeweihte zuganglicher zu machen. Denn der Metal versteht seinen Umgang mit dem kritisierten Bosen als realistisch. Er versucht, unter kontrollierten und kontrollierbaren Bedingungen das Bose in seiner vollen Bosheit ganzheitlich zu erfahren - jedoch nicht, um es zu verherrlichen, sondern um den Verlockungen des Bosen widersagen zu konnen. In der Musik und Teilen der Szene-Praxis setzt sich der Metaller der Wirkung des Bosen auf Korper und Geist aus, um fur die Konfrontation mit dem Bosen im Alltag gewappnet zu sein - sei es in der Versuchung zum Bosen oder als sein Opfer. Bestenfalls wird er nicht von seinen Emotionen uberwaltigt und gesteuert, sondern kann ihren bedrohlichen affektiven Folgen Widerstand leisten, da er die korperliche, geistige und emotionale Wirkung des Bosen bereits aus dem Metal kennt. Auf diesem Hintergrund ergibt sich eine neue Sicht auf die Kritik am Metal - die allerdings deren grundsatzliche Berechtigung nicht in Frage stellt. In dieser Sicht fordert der Metal den christlichen Glauben heraus, Rechenschaft abzulegen, wie er mit dem Bosen umgeht - und ob seine Antwort eine praktische Bedeutung fur den Alltag des Glaubigen hat. Bestehende theologische Ansatze zeigen, dass diese Herausforderung nicht nur aus dem Metal abgeleitet werden kann, s

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