Stille Hilfe für braune Kameraden: Das geheime Netzwerk der Alt- und Neonazis. Ein Inside-Report

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Ch. Links Verlag, 01.01.2012 - 216 Seiten
Unbehelligt agiert seit 50 Jahren der SS-Veteranenverein Stille Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte in der Bundesrepublik. Prominentestes Mitglied ist Gudrun Burwitz, die Tochter Heinrich Himmlers. Vier Jahrzehnte lang konnte die getarnte Nazi-Organisation sogar auf staatliche Vergünstigungen bauen, denn sie verfügte über den Status der Gemeinnützigkeit. Offiziell ging es ihr um die Betreuung von NS-Kriegsverbrechern, deren Unterstützung mit Geld und Anwälten sowie das Einreichen von Gnadenerlassen, oft in Zusammenarbeit mit prominenten Politikern aus den Unionsparteien. Doch im Hintergrund wurde zugleich an einem internationalen Netzwerk der braunen Szene gearbeitet, die nachwachsende Generation einschlägig geschult und die finanzielle Staffelstabübergabe eingeleitet. Für die Neonazi-Szene der zweiten und dritten Generation waren die braunen Kameraden nicht nur ideelles Vorbild, sondern auch praktische Ratgeber und tatkräftige Helfer. Oliver Schröm und Andrea Röpke berichten zum einen aus dem Innern der Neonazi-Szene heraus, schildern aber auch detailliert, wie die NS-Massenmörder Alois Brunner und Klaus Barbie im Zusammenspiel von Geheimdiensten und Nazi-Organisationen untertauchen konnten. Anhand der spektakulären Fällen von Erich Priebke, dem Buchhalter des Todes aus Rom, oder Anton Malloth, dem brutalen Aufseher aus Theresienstadt, zeigen die Autoren die Versäumnisse der deutschen Justiz auf und machen deutlich, auf welchem gesellschaftlichen Nährboden der heutige Rechtsextremismus entstanden ist.
 

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Inhalt

Vorwort
8
Ein Verein namens Stille Hilfe
39
Die stillen Helfer und ihre politischen Freunde
74
Urheberrecht

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2012)

Oliver Schröm: Jahrgang 1964, Fernseh- und Buchautor. Seine investigativen Reportagen über den internationalen Terrorismus, den Rechtsradikalismus und die Welt der Nachrichtendienste, veröffentlicht u.a. in "Die Zeit" und "Stern", wurden mehrfach ausgezeichnet. Sie wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und sorgten im In- und Ausland für Aufsehen. Andrea Röpke: Jahrgang 1965, Politologin und freie Journalistin, Spezialgebiet: Nationalsozialismus und Rechtsextremismus, Veröffentlichung ihrer aufwendigen Inside-Recherchen im Neonazi-Milieu in Fernsehmagazinen wie Monitor, Panorama und Spiegel-TV, in der taz und bei Süddeutsche-Online sowie in Fachportalen wie Blick nach rechts, zahlreiche Auszeichnungen, darunter "Das unerschrockene Wort" (2009) und "Journalistin des Jahres" (Kategorie Politik, 2011).

Bibliografische Informationen