Adelsprobe an der Moderne: sächsischer Adel 1763 bis 1866 ; Entkonkretisierung einer traditionalen Sozialformation

Cover
Franz Steiner Verlag, 2006 - 609 Seiten
Die Geschichtsforschung stellt an den Adel in der Moderne ueblicherweise die Frage, wie diese vormoderne Sozialformation weiterexistieren konnte. Sie l t sich aber auch als Pruefstein fuer das g ngige Verst ndnis moderner Gesellschaften nutzen. Die Adelsprobe an der Moderne kann u.a. eine adelsspezifische Perzeption der sozialen Umwelt und flexible Arrangements von Adeligkeit aufzeigen, die den Adel in der Moderne zusammenhielten. Die moderne Redefinition verlangte vom Adel eine immer h here Elastizit t. Denn unterschiedliche Karrieren und gravierende Verm gensunterschiede fuehrten nicht mehr zum Ausschlu aus der Gruppe. Auch verlor der Adel insgesamt seine fruehneuzeitlichen Aufgabenfelder an Parteien, Buerokratien, Aktiengesellschaften etc., die ihren Eigenlogiken folgten. Beide Prozesse fuehrten zu einer Sinneinbu e beim Adel. Die zunehmend entkonkretisierte Sozialformation fand aber au erhalb der fuer die Moderne epochentypischen Parameter fuer Klasse und Feldlogik durch ihren Binnendiskurs zu Gemeinsamkeiten. Eine solche komplement re Vergesellschaftung belie daher der Sozialformation in der Moderne die Funktionen der Sinnstiftung, der sozialen Integration und einer partiellen formalen Sozialisation der Gruppenmitglieder.
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Inhalt

3
111
Umfang des tatsächlich anwesenden Hofstaates
124
4
131
Strategien des Obenbleibens
254
Familienvermögen
426
Resümee
458
Index
483
Verzeichnis der Tabellen im Text 610
Urheberrecht

Andere Ausgaben - Alle anzeigen

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Bibliografische Informationen