Wochenschrift für Gärtnerei und Pflanzenkunde, Band 1

Cover
Verlag Von Karl Wiegandt, 1858
0 Rezensionen
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Andere Ausgaben - Alle anzeigen

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 230 - Brodbäume gepflanzt, so hat er seine Pflicht gegen sein eigenes und gegen sein nachfolgendes Geschlecht ebenso vollständig und reichlich erfüllt als ein Einwohner unseres rauhen Himmelsstriches, der sein Leben hindurch während der Kälte des Winters gepflügt, in der Sonnenhitze geerndtet und nicht nur seine jetzige Haushaltung mit Brod versorgt, sondern auch seinen Kindern noch etwas an baarem Gelde kümmerlich erspart hat".
Seite 10 - Odyssee) und WILHELM SCHIRMER in verschiedenen seiner Gemälde; in der Gartenscenerie ergötzen wir uns an der reichen Ausschmückung der Gemälde WATTEAU'S, wo die Natur durch Kunst geschmückt, nicht aber von ihr entstellt ist, wo die künstliche Dekoration der Architektur und Skulptur durch natürliche Begleitung der Vegetation verschmolzen werden. Also die möglichste Mannigfaltigkeit darf hier stattfinden. Der Garten ist daher...
Seite 9 - Park", um so lieber, als man in Deutschland eigentlich kein entsprechendes Wort dafür hat, indem alle unsere Ausdrücke, namentlich das Wort „Laudschaftsgarten", viel zu lang und auch nicht bezeichnend genug sind. Ein Park hat einen von einem Forste sich sehr unterscheidenden Charakter; denn wenn wir auch die romantische Wildniss der freien Natur bewundern, so dürfen wir doch nie vergessen, dass der Park dem Aufenthalte der Menschen und nicht den Thieren des Waldes gewidmet ist. Parkscenerie...
Seite 10 - Menschen gewidmeter Gegenstand und sollte durch die Kunst mit solchen Gegenständen bereichert werden, die die Natur der Gegend versagt hat. Seine Behandlung ist künstlich, und so darf er auch erscheinen , ohne dass ihm der Vorwurf gemacht werden kann, fehlerhaft zu sein. Da es in der Kunst, im Vergleich mit der Natur, so viel kleinliches Wesen giebt, das sich nicht gut verwischen lässt, so ist es stets zu wünschen...
Seite 11 - Blumengarten, gross oder klein , natürlich oder regelmässig angelegt, muss stets einen von der allgemeinen Scenerie des Parks abgesonderten Theil bilden und durch eine dichte Umfriedigung vor dem Zutritt schädlicher Thiere gesichert sein. Innerhalb dieser Umzäunung können seltene Pflanzen jeder Art, mit Beachtung der für sie passenden Bodenarten, ihren Platz finden. Rhododendren und Azaleen werden in Moorbeeten, Wasserpflanzen in den Bassins oder in dergleichen Wasserbehältern, Felsen- und...
Seite 247 - Seine Blattform steht genau in der Mitte zwischen der von G. chrysophylla und der zierlichen von G. gracilis; die untere Seite ist nur sehr leicht mit gelbem Staube und nach der Basis des Stengels zu mit braunen Haaren bedeckt; dns Interessanteste aber ist der hahnkammartige Auswuchs, den alle Hauptfiedern dee ganzen Wedels an ihren Spitzen haben, und der dem Auswüchse von Aspidium Filix mas cristal um ahnlich ist.
Seite 10 - Gartens sind eben so verschieden, wie ihr Gebrauch; die eine stellt sich dar, um das Auge zu ergötzen, die andere, dem Menschen Bequemlichkeit und Nutzen zu schaffen ; die eine ist mehr wild und den Thieren zum Gebrauch bestimmt, während die andere dem Menschen in seinem höchsten Grade der Civilisation und Verfeinerung gewidmet ist.
Seite 11 - Muskau so schön und nothwendig sind, hier zur Anwendung bringen. Die Gärten der Engländer sind von der mannigfaltigsten Art. Unter ihnen nehmen ausser den gewöhnlichen Blumengärten noch amerikanische Gärten, zur Aufstellung der feineren amerikanischen Gewächse, chinesische Gärten, worin China's Pflanzen Platz finden, Felsengärten, das Rosarinm und dergleichen ihren Platz ein. Blumengärten, in kleinerem Maassstabe angelegt, können nach dem Geschmacke des Besitzers regelmässig und künstlich...
Seite 9 - Waldes empfinden zu lassen, obwohl beide Bäume, Wasser, Grasflächen und Wild gemein haben. Ein anderer Unterschied, der sich zwischen Park und Forst herausstellt, sind die Wege. Gute, mit Kies überdeckte Fahr- und Fusswege gehören in den Park, wenn auch Einige sie ganz entfernt haben wollen; Rasenwege bieten gewiss eine grössere Unbequemlichkeit dar. Will man den Park als einen zur Wohnung gehörigen Platz betrachten, so wird man über diesen Gegenstand gewiss nicht mehr in Zweifel sein. Immer...
Seite 19 - ... der Schönheit ist, die Landwirthschaft aber Erträge geben soll, wenn auch die Scenerie beider aus Land, Bäumen, Wasser und Thieren, welche jedoch in beiden sehr verschieden geordnet sind, besteht. Liefert der Park einen zu geringen Ertrag, so verringere man lieber seine Grosse, vorausgesetzt...

Bibliografische Informationen