Die Philosophie der Griechen in ihrer geschichtlichen Entwicklung: Abt. 1-2. Die nacharistotelische Philosophie

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L. F. Fues, 1852
 

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Seite 621 - Unter dem Logos versteht Philo die , Kraft Gottes oder die wirksame göttliche Vernunft überhaupt , er bezeichnet ihn als die Idee, welche alle ändern Ideen, die Kraft, welche alle ändern Kräfte in sich begreift, als das Ganze der übersinnlichen Welt oder der göttlichen Kräfte1).
Seite 263 - Eudäiunnismus hat sie unstreitig vielfach geschadet, und die Verweichlichung der klassischen Völker theils beurkundet, theils befördert, aber indem sie den Menschen von der Aussenwelt in sich selbst zurückführte, und in der schönen Menschlichkeit eines in sich befriedigten, gebildeten Gemüths das höchste Glück suchen lehrte, so hat sie in ihrer weicheren Weise so gut, wie der Stoicismus in seiner strengern, zur Entwicklung und Verbreitung einer freien und universellen Sittlichkeit beigetragen.
Seite 626 - DORNER 3) annimmt, dass er nur Gott unter einer bestimmten Relation, nach der Seite seiner Lebendigkeit, bezeichne. Denn wenn der Persönlichkeit des Logos alle die Prädikate widersprechen , durch die er als eine Eigenschaft Gottes auf der einen, als eine im Weltganzen wirkende Kraft auf der ändern Seite dargestellt wird, so verträgt sich die letz1) Qu. rer. div. B. 489 M.
Seite 570 - Reue empfunden hätte 3 ); aber dazu war in der That die philonische | Lehre von der Unerkennbarkeit und Eigenschaftslosigkeit des göttlichen Wesens nicht nöthig-, dass Gott nicht mit leiblichen Augen geschaut werden könne, dass menschliche Affekte der Gottesidee widersprechen, dass das göttliche Wesen über jede Reue und Veränderung erhaben sei, diess hatte schon Plato und Aristoteles, ja schon der alte...
Seite 373 - Natur gemäss ist. Auf dem gleichen Grunde ruht der Glaube an die Gottheit: vermöge der Gottverwandtschaft des menschlichen Geistes ist das Gottesbewusstsein unmittelbar mit dem Selbstbewusstsein gegeben, der Mensch darf sich nur seines Ursprungs erinnern, um zu seinem Schöpfer geführt zu werden.
Seite 838 - Denn da nach dem Gesetze der Sympathie Jedes durch das Verwandte angezogen wird, so werden auch die höheren Kräfte, wie er glaubt, sich vorzugsweise an dasjenige...
Seite 948 - Cf. de provid. c. 40. zum göttlichen Wirken bringt diess mit sich. Das Endliche ist das, was es ist, nur durch die göttlichen Kräfte, die in ihm wirken; die Gottheit ist Allem beständig gegenwärtig, und sie wirkt in Jedem sobald und soweit es sich ihrer Einwirkung öffnet '), nicht blos zu unsern Handlungen, sondern auch zu unsern Gedanken und Entschlüssen bedürfen wir göttlicher Beihülfe7); um so weniger werden wir sie für die wichtigste Angelegenheit, für die Erkenntnis» der Wahrheit,...
Seite 716 - Ausfluss aus dem höheren ansehen : das Erste bleibe in sich selbst unbewegt und unvermindert, während der Strom des Seins von ihm ausgehe...
Seite 697 - Ein und dasselbe. Das Erste kann nicht das Viele sein, sondern nur das Eine; denn alle Vielheit ist eine Vielheit von Einheiten '), und Alles, was ist, ist nur durch die Einheit, was es ist *); im Denken aber ist immer eine Mehrheit, zum Mindesten die Zweiheit des Denkenden und des Gedachten 3); das Erste wird daher nicht das Denken sein können, sondern nur das, was über dem Denken ist.
Seite 813 - Sinnliche ist insofern eine Brücke zum Uebersinnlichen : an der körperlichen Schönheit entzündet sich das Verlangen nach dem Guten, der Eros, es ist möglich, von dem sinnlich Schönen stufenweise zu der höheren und höchsten Schönheit aufzusteigen.

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