Vocalismus, oder sprachvergleichende Kritiken über J. Grimm's Deutsche Grammatik und Graff's Althochdeutschen Sprachschatz: mit Begründung einer neuen Theorie des Ablauts

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Nicolaische buchhandlung, 1836 - 253 Seiten
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Seite 4 - Wir ergreifen sie nämlich in einem Zustande, 'wo sie syntaktisch zwar sich noch vervollkommnen mochten, in grammatischer Beziehung aber schon mehr oder weniger von dem verloren haben, was zu der vollendeten Einrichtung gehörte, in welcher die einzelnen Glieder in genauem Verhältnis zueinander standen, und alles Abgeleitete noch durch ein sichtbares, ungetrübtes Band an das, wovon es ausgegangen, sich anschloß
Seite 3 - Die Sprachen sind als organische Naturkörper anzusehen, die nach bestimmten Gesetzen sich bilden, ein inneres Lebensprinzip in sich tragend sich entwickeln und nach und nach absterben, indem sie, sich selber nicht mehr begreifend, die ursprünglich bedeutsamen, aber nach und nach zu einer mehr...
Seite 5 - Spr. sein; sie soll, so weit es möglich ist, geschichtlich den Weg ausmitteln, wodurch sie zu ihrer Höhe emporgestiegen oder zu ihrer Dürftigkeit herabgesunken ist; besonders aber naturhistorisch die Gesetze verfolgen, nach welchen ihre Entwickelung oder Zerrüttung oder die Wiedergeburt aus früherer Zerstörung vor sich gegangen/ Seine Anschauung von dem sprachl.
Seite 3 - ... bilden, ein inneres Lebensprinzip in sich tragend sich entwickeln, und nach und nach absterben, indem sie, sich selber nicht mehr begreifend, die ursprünglich bedeutsamen, aber nach und nach zu einer mehr äufserlichen Masse gewordenen Glieder oder Formen ablegen, oder verstümmeln, oder mifsbrauchen, dh zu Zwecken verwenden, wozu sie ihrem Ursprünge nach nicht geeignet waren.
Seite 20 - Je weiter die Sprachen von ihrem Ursprünge sich entfernen, desto mehr gewinnt die Liebe zum Wohllaut an...
Seite 5 - Erde zugänglich machen und aus alle Weise die schwersten Ausgaben zu lösen suchen, da ist der Ort, wo der wißbegierige Denkende seinen Platz nehmen soll. Er sieht handeln, thun, läßt geschehen und ersreut sich des Geglückten und Mißglückten. Was nützt, ist nur ein Theil des Bedeutenden ; um einen Gegenstand ganz zu besitzen, zu beherrschen, muß man ihn um sein selbst willen studiren. Indem ich aber vom Höchsten und Letzten spreche, wozu man sich erst spät durch vieles und reiches Gewahrwerden...
Seite 79 - Conj. in Einklang zu bringen, möchte man Reduplication, etwa nach dritter Conj. annehmen; aus einem gothischen doan, Prät.
Seite 8 - Guna und Wriddhi sind im Sanskrit zwei Arten von Diphthongirungen, die sich beide durch den Vortritt eines a vor einfache Vocale, kurze oder lange, besonders vor i und u erklären. In der ersten Art verschmilzt das a mit dem folgenden Vocal, so...
Seite 32 - Es kann nicht als Zufall angesehen werden, dass der Genius der Sprache der Verwandlung des a in e die Bedingung setzt, dass die Wurzel nicht mit zwei Konsonanten schliessen dürfe, da bei der Erklärung von allem, was nach natürlichen Gesetzen wirkt, Zufall und rätselhafte Willkür ausgeschlossen bleiben müssen.
Seite 4 - Eine Grammatik in höherem, wissenschaftlichem Sinne soll eine Geschichte und Naturbeschreibung der Sprache sein; .sie soll, so weit es möglich ist...

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