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Der bairische Generallieatenant Graf Beders nahm damals sein Quartier zu Kolmar, und ihm wurde das Oberkommando der gegen drettstadt, Neu:Breisac und Küning en verwendeten aliirs ten Truppen übertragen.

Am 12. Jänner machte ein Sheil der Befagung von Neu-Breisad einen Ausfall gegen Wegelsheim, regte sich in diesem Dorfe feft, nahm den Bauern das Solachtvieh, und ließ Brennholz fällen. Die Truppen des Generals Minutillo griffen diese feindliche Abs theilung an, welche sich jedoch so lange vertheidigte, bis das nöthige Brennholz zusammengebracht war. Dann erst jog sie sich in die Festung zurück. Am 20. Jäns

Um ' ner brad der Feind in zwei Kolonnen aus dem Plake, und drang gegen Wegelsheim und Wolfgang vor. Gen. Minutilo sammelte eiligst seine Truppen, ging den frans zöfischen Kolonnen entgegen, und drängte sie in die Fes Aung zurück. - Am Morgen des 26. Jänners kamen wies der 500 Mann mit fünf Kanonen aus Breisac, und befekten das Dorf Wegelsheim. Sie vertheidigten dasselbe lange gegen die Östreicher durch Geschüßfeuer, wur: den aber endlid zum Rückzug nad Breisac gezwungen.

Um 5. Februar zogen mehrere Infanterie-Kolonnen mit vier Kononen, dann einige Hundert Reiter , ays Breisade, und rückten gegen Biesheim und Wegelos heim vor. Hinter legterem Dorfe war in einem Walde 1 Bataillon Jordis mit zwei Kanonen aufgestellt, wels dhed die französischen Kolonnen mit Nachdrud empfing, und sie in den Plaß zurückwarf. Indeß hatte Ges neral Graf Pappenheim S dlettstadt einige Nächte bindurd beschießen laffen, wobei mehrere Häufer dieser Stadt in Brand gerietben.

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In der Nacht des 12. Februars ließ der Generat Minutilo die einzige Mühle, am Fort Mortier, wela de der Garnison von Breisad Mehl lieferte, durch eine Abtheilung vom Regimente Jordis zerstören; nos bei 7 Franzosen gefangen wurden. -- Die Befagung machte beinahe jeden Tag einen kleinen Uusfall oder eine Demonstrazion gegen Wegelsheim und Biesheim.

Am 16. Februar rückten im Nebel des Morgens zwei Kolonnen aus dem Plaße, und zogen längs dem alten und neuen Kanale gegen den Wald. - und das Dorf Begelsheim. Sie fanden bei den östreichischen Poften lebhaften Widerstand, und wurden in die fee stung zurückgedrängt. -Die Blodabe von Neu-Breio sad kommandirte nunmehr der General Grimmer, und sein Korps bestand aus 3 Bataillons oder 1752 Ostreia: dern, 2 Eskadrons oder 200 Baiern.

U18 die Hauptarmee Anfang& März ihre rückgäna gige Bewegung begann, und auch der bairische Reserves Artilleriepark über Rembervldiers und Saint Dien gue. rüdgesendet wurde, machten die Beragungen von s drettstadt und Neu, Breisach gleichzeitige, verabredete Uusfäde. Der bedeutendste geschah am 6. März Nachmittags um zwei uhr. In dieser Stunde stürzten 1000 Mann Infanterie und 100 Reiter, mit 4 Kanonen, aus den zwei Shoren Neu-Breisa$, welche von Kolmar und Straßburg die Namen führen. Es entspann sich ein heftiges Gefecht mit den Blockades truppen, welches so lange dauerte, bis eine halbe bais rische Zwölfpfünder - Batterie den Östreichern zu Hilfe kam. Dann wurden die französischen Kolonnen mit gros Bem Nachdruck angegriffen, und gegen die Festung ges worfen. Die öftreider folgten auf dem Fuße, und

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j murden, als sie fide den Werken nahten, von den nächs sten Bastionen mit Gefchürfeuer empfangen. Bei Eins bend der Abenddämmerung endete das Gefecht, in wel: em die Befaßung großen Verlust erlitten hatte.

In den nächsten Wochen berrschte bei Neu - Breis rad und Schlettstadt größtentheils Rube und Stille. Sie wurde nur durch kleine Ausfälle der Befagungen unterbrochen, deren Kolonnen aber jedem ernften Zus fammentreffen mit den Blockadetruppen auszuweiden dienen. In den Bogesen hatten sic Banden von Pars teigängern gebildet, welche mit jenen Ausfäden zusama menwirken wollten, um die beiden Präge zu entfeßen.' Uber deren Plane wurden immer von den Blockades Kom=. mandanten noch früb genug entdeckt, ibre Versuche in mebreren kleinen Gefechten Dereitelt, und viele Partis fans gefangen. - Nach der Einnahme von Paris, und

- . nad der Sbronentsagung des Kaifers Napoleon, trat bei beipen Festungen Waffenrube ein, welche bis zum Frieden fortbauerte.

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III.

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Die Erstürinung von Romans am

2. April 1814. Lyon, die Hauptstade des südlichen Frankreichs, war von der östreichischen Süd-Urmee, nach den siegrei. den Gefechten bei Macon, Saint Georges und Limos nest, am 21. März in Besis genommen worden. Der

, Şaupttheil dieses Heeres" rúkte nun an die untere Isere vor, wohin sich Marschall Uugereau über Vienne zurück gezogen hatte. Der General der Kavallerie Erbpring von Herren Homburg verlegte am 24. März sein Hauptquartier nad Bienne, und schob die vom FML. Baron Lederer befehligte Avantgarde nach le Peage de Roussilon und Saint Rambert vor. Die Division Graf Ignaz Hardegg bewegte sich gegen Chams bern, die Division Baron Wimpffen gegen Valence und Grenoble. Die übrigen Druppen standen zwischen Vienne und Lyon.

Am 27. jog der Erbpring das Reservekorps nad Vienne, während er den FML. Baron Lederer mit der Avantgarde längs dem linken Ufer der Rhone nach Iain, den FML. Baron Biandi mit dem 1. Urmeekorps nach le Peage de Roussilon vorrücken ließ. Marsdal Augereau hatte auf dieser Seite alle seine Truppen bin. ter die Isere zurückgezogen, und hielt auf dem rechter

ÖRr. milit. Zeitsor. 1846. II.

Ufer nur noch das Städtchen Roman $ befekt. Hier führte eine steinerne Brücke über die Sfere.

Der Erbprinz vernahm am 30. März: „Die Haupts macht des Marschalls Augereau babe sich gegen die Loire gewendet. Dagegen nähme im Rücken der Süd-Armee, in den Gegenden zwifden lyon und Dijon, der allges meine Aufstand des Volkes sehr überband.“ Der Erbprinz beschloß daber, ,,den FMC. Baron Bianchi in jene unruhige Landschaft marschiren zu lassen, so: bald der Feind ganz hinter die Isere gedrängt reyn würde.“ - Das Hauptquartier kam am 31. nad le Peage, und ging am späten Abend des 1. April nach Palier vor.

Der Angriff auf Romans sollte am nächsten Morgen ausgeführt werden. Der Erbprinz erhielt Nachricht, „daß die französische Nachbut das Städtchen geräumt, fick auf das linke Ufer zurückgezogen und das zunächst am rechten Ufer stebende Soch der steinernen Brücke ge: sprengt habe.“ Doch noch am nämlichen Tage füüte der Feind die Lücke durch eine Nothbrücke aus, indem er fechs starke Schiffieile über das gesprengte Joch spannte, dieser zur Verminderung des Sdwankens, mit Pfosten, und dann diesen Unterbau mit Brettern belegte. Auf dieser Brücke und auf einigen kleinen Fahrzeugen ließ Augereau in der Nacht das 7. und 23. Infanterie - Res giment über den Fluß geben, und Romans neuerdings befeßen. - 2m 2. April vereinigten sich der FML. Bianchi, der seine Brigaden Bakony und Gualenberg porbrachte, bei Sain mit der Avantgarde - Division Lederer. Diese Division wurde zum Angriff bestimmt. Bon dem I. Armeekorps sollten ein Bataillon Hieronys mus Kolloredo (iegt Graf Gyulai Nr. 33) und 2 Ba

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