Keltische Wurzeln in europäischen Sprachen: Sprache als Zugang zur Geschichte

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Keltische Wurzeln in europäischen Sprachen, 2010 - 422 Seiten
Das Buch bietet einen Einblick in das Leben und die Verbreitung der Sprache einer Volksgruppe, deren Existenz und Relevanz für ein universelles Geschichtsverständnis bis heute kaum Beachtung fanden. Historische und linguistische Abhandlungen zeigen immer noch ein eindimensionales Bild von den Grundlagen der eigenen Geschichtsschreibung und -auffassung. Auf den Einfluss keltischer Sprachrelikte in den Gegenwartssprachen Europas wird heute selten oder gar nicht eingegangen. Verbreitete Annahmen und Behauptungen, europäische Geschichtsschreibung ließe sich über die Germanen als unseren unmittelbaren Vorfahren allein und schlüssig erklären, werden durch diese gesamtheitlich orientierte Sicht auf die Entwicklung des Lebens- und Sprachraumes Europas weiterentwickelt. Die vorliegende Darstellung des in Leipzig lebenden Autors stellt einen Durchbruch für ein tieferes Verständnis von Genesis und Wandel allgemeiner Orts-, Familien-, Pflanzen- und Tiernamen sowie Dialekten in europäischen Sprachen dar. Anhand von zahlreichen Beispielen, die der Autor im Verlauf mehrerer Jahrzehnte zusammenstellen konnte, wird erstmals gezeigt, welche anderen Erklärungen mit Hilfe der drei keltischen Restsprachen Europas (Gälisch, Kymrisch, Bretonisch) möglich sind. Illustrierende Texte, zahlreiche Abbildungen, tabellarische Übersichten sowie ein Orts- und Namensverzeichnis machen es dem Leser möglich, unter neuen Gesichtspunkten ein treffenderes Geschichtsbild des Lebensraumes Europa entwerfen zu können. So wird Sprache als ein Weg, Zugang zur Geschichte zu finden, lebendiger Bestandteil der Gegenwart.

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