Kriegs- und Staatsschriften des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden: ueber des spanischen Erbfolgekrieg, aus den Archiven von Karlsruhe, Wien, und Paris, mit einer geschichtlichen Einleitung und Facsimile, Band 1

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Müller, 1850
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Seite 4 - Neichstruppen am Rhein hatten im Winter ihren berühmten Führer, den Prinzen Ludwig von Baden, durch den Tod verloren. In 26 Feldzügen, 25 Belagerungen, in 13 siegreichen Schlachten hatte er sein kriegerisches Talent bewährt; er war des Kaisers größter Feldherr, bevor Eugen auftrat. Was das Heer an ihm verloren, ergab sich alsobald, als der Markgraf Christian Ernst von Bayreuth an des Verstorbenen Stelle trat.
Seite v - Kriegs- und Staatsschriften Des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden Ueber den spanischen Erbfolgekrieg, Aus den Archiven von Karlsruhe, Wien und Paris, Mit einer geschichtlichen Einleitung und Facsimile Herausgegeben von Freiherr» Philipp Röder von Diersburg, Friedrich MIItal'Veldienstorben«, »e« Königlich Preußischen «!, Johanniter» wie auch !»«!hen Aller
Seite 28 - Demselben keineswegs zu» frieden seyn, sondern zu aller Verantwortung ziehen werde. Welche or<!re der Herr Feldmarschall-Lieutenant der gesammten Garnison öffentlich ablesen lassen wollen/ damit, wann der Allerhöchste über Ein- oder den Andern üigponiren sollte, ein Jeder, vom Ersten bis auf den Letzten, von der Garnison sich, der Subordination nach , diesem zu Folge zu richten wisse.
Seite 13 - Ich habe ihm anbefohlen" — schrieb Leopold — „Ihnen in allem und jeglichem zu gehorchen, wie mir selbsten, informiren und dirigiren Sie ihn so, damit er sich im Kriegswesen zu meinem und des allgemeinen Besten wohl befähige, jedoch ohne zu erlauben, daß er sich aus unzeitigem Eifer unnöthigen Gefahren aussetze; den Umgang mit dem Fürsten von Hohenzollern und Grafen Prosper von Fürstenberg muß ich verbitten, da insbesondere letzterer ihm schädliche Marimen in Kopf setzen will.
Seite 7 - Kriegshetzen ausgezeichneten Markgrafen Ludwig von Baden ^) nach dem Haag und London zur Wahrnehmung der großen, im Spiel befindlichen Interessen des Erzhauses mit dem günstigsten Erfolge gesendet; vorzüglich in England, mit dessen neuem Beherrscher Wilhelm von Oranien, der Markgraf in besonders freundschaftlichem Vernehmen stand ^). Als sieben Jahre später die Kunde von dem Hintritt König Karls II.
Seite 12 - Seine Schwägerin die Prinzessin von Dänemark bestieg als Königin Anna den Thron, wodurch die Bundesleitung für den Augenblick wenigstens an den Kaiser überging. Die Operationsvorschläge des Markgrasen gingen im Wesentlichen dahin, mit der bei Philippsburg zu concentrirenden kaiserlichen- und Reichsarmee den Rhein plötzlich zu überschreiten, die französische Elsaßarmee unter...
Seite 3 - Mitte des tapfern, treubewährten kaiserlichen Heeres, das er in Ost und West unausgesetzt zum Siege geführt, auf den äußersten Marken des deutschen Reiches, welche er, ein wahrer Markgraf mit seinem...
Seite 13 - Joseph abzuwarten am 20. April bei Speier über den Rhein und rückte rasch bis an die Lauter vor. Landau wurde durch diese Bewegung vollkommen von der französischen Elsaßarmee isolirt, welche sich um diese Zeit hinter den Linien der Moder versammelte. Die nächste Wirkung dieses kräftigen Entschlusses war, daß nicht nur die Kreise Schwaben, Franken und Oberrhein, sondern alle benachbarten Reichsfürsten sich der unterm 4.
Seite 21 - April und wurden vier verschiedenemale — den 20. 21. 23. und 25. — erneuert, scheiterten aber sämmtlich an der wetteifernden Tapferkeit der Deutschen und Holländer, letztere unter General von Goor, und den trefflichen Gegendispositionen des Markgrafen, den im heißen Ringen um den Besitz des Dorfes Vimbuch eine französische Kugel mitten auf den Küraß traf, während sein 15) Vetter der Erbprinz von Baden-Durlach im Kampfe um Etollhofen Proben seines Muthcs ablegte.
Seite 19 - Dezember 1702 auf dem Reichstage beschlossenen 120,000 Mann verfügte der Markgraf im März 1703 kaum über 10,000 Mann, denen überdies Magazine, Rekruten, Remonten, Waffen, Munition, Schuhe, Wäsche, der Artillerie die Bespannung fehlten, für welche der Markgraf die Pferde des römischen Königs in Beschlag nahm. Seine Verstimmung hierüber kannte fast keine Grenzen. „Ich habe...

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