Nalas und Damajanti: eine indische dichtung aus dem Sanskrit

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Nicolaische buchhandlung, 1838 - 275 Seiten
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Seite 268 - Waldvogelgesangdurchtönten ; Mit dem herrlichen kummerlosen Fing die bekümmerte an zu kosen: ^Beglückter Baum in Waldesmitte, Der du ragest nach Königssitte, Von vielen Kronen behangen, Von keinem Kummer umfangen ! Mir fiel ein schweres Kummerlos; 0 Kummerlos!
Seite viii - Damajanti eben so berühmt, als die der Penelope unter uns; und in Europa, dem Sammelplatz der Erzeugnisse aller Welttheile und Zeitalter, verdient sie es ebenfalls zu werden.
Seite viii - Gewalt der Leidenschaften wie an Hoheit und Zartheit der Gesinnungen, schwerlich übertroffen werden kann. Es ist ganz dazu gemacht, alt und jung anzusprechen, vornehm und gering, die Kenner der Kunst, und die, welche sich blofs ihrem natürlichen Sinne überlassen.
Seite 119 - Als vernommen die Reizvolle, was der Führer verkündet ihr, Mit dem Zuge zugleich ging sie voll von Sehnsucht nach dem Gemahl. Nach langer Zeit hierauf aber, im grofsen Walde, grauenvoll, Vielbeglückend ein Teich' bot sich, Lotos -umduftet, ausgedehnt, Ihren Blicken dar, anmuthig, sein Strand Gras- und Gehölze -reich, An Blumen reich, so wie Früchten, von Vögeln mancher Art besucht, Mit frischer Fluth das Herz fesselnd, wegen des Wassers Lieblichkeit. Weil die Pferde bereits müde, dachte dem...
Seite 269 - Darum bin ich beklommen, Weil er nicht ganz es genommen. Ob, wenn den Blick er senket Auf das Gewand, er denket An die, die's ihm geschenket; Asoka, sage mir dieses bloss, Damit ich gehe kummerlos. So schade niemals dir ein Böser, O kummerloser, Kummerlöser!
Seite viii - ... zartesten poetischen Dufte umflossen ist ; hier blühen wunderbar schöne Blumen, aber die reizendste von allen ist doch ein Frauengemüth, wie es schöner nie ein Dichterherz . ersonnen. Nicht übertrieben war darum das Urtheil AW Schlegel's. dass dieses Gedicht „an Pathos und Ethos, an hinreissender Gewalt der Leidenschaften wie an Hoheit und Zartheit der Gesinnungen schwerlich übertroffen werden könne".
Seite 87 - Hin und wieder umher irrt sie, Weinend stets und von Schmerz erfüllt. Sie erhebet sich bald hastig, Sinket nieder ermattet bald, Bald vergeht sie in Furcht dorten, Bald weint und schreit sie jammernd auf. Und von Kummer verzehrt also, Seufzend in ihres Schmerzes Drang, Sagte schluchzend hierauf Bhaimi, Weinend, ihres Gemahls bedacht: Durch dessen Fluch den Gramvollen Dies Unglück traf, den Nischadher, Unglück möge auch Den treffen, Und Pein, gröfser als unsre Pein!
Seite 248 - Leben wir ! Wer sich im Spiele aneignet Des Gegners Gut und Königreich, Ein Gegenspiel muss der bieten, Dieses gilt für erhab'ne Pflicht. Wenn du zu spielen nicht wünschest, Wohlan ! walte des Kampfes Spiel ! Ein Zweikampf schenke dir Frieden, Oder mir, Fürst der Männer du! „„Ein angeerbtes Reich ziemet Zu erringen nach Fug und Recht Durch Mittel jeder Art" ", also Lautet der Spruch der Alten ja. Von den beiden darum wähle Eines dir aus, o Puschkaras ! Die Würfel wirf im Spiel, oder Im...
Seite 119 - Zuge zugleich gieng sie, Voll von Sehnsucht nach dem Gemahl. Nach langer Zeit hierauf aber, Im grofsen Walde, grauenvoll, Vielbeglückend ein Teich bot sich, Lotos- umduftet, ausgedehnt, Ihren Blicken dar, anmuthig, Sein Strand Gras- und Gehölze -reich, An Blumen reich, so wie Früchten, Von Vögeln mancher Art besucht, Mit frischer Flut das Herz fesselnd, Wegen des Wassers Lieblichkeit. Weil die Pferde bereits müde, Dachte dem Teich zu nahn der Zug. Mit Einwill'gung des Anführers, Den schönsten...
Seite 269 - Nischaderfilrsten, meinen Gemahl? Mit halbem Gewand umfangen, Das er von mir empfangen ; Ob, wenn den Blick er senket Auf das Gewand, er denket An die, die's ihm Beschenket, Asoka! sage mir dieses blos, Damit ich gehe kummerlos. So schade niemals dir ein Böser, O kummerloser, Kummerlöser!

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